Samstag, 21.07.2018
Die Geschichte beginnt wie immer an einem (Ab-)Reisetag. Patrik macht sich kurz vor acht zu Fuß auf den Weg um Brötchen zu besorgen. Nadine nutzt in der Zeit die Dusche und bereitet das Frühstück vor. Da wir ja gestern Abend noch alles ordnungsgemäß verräumt haben, findet dieses im Inneren des Wohnmobiles statt. Ebenso wie immer wird nur im kleinen Rahmen gefrühstückt. Ohne Eier und weiteren Luxus.
Gegen 9:00 Uhr ist die erste Mahlzeit des Tages bereits Geschichte. Aufs Geschirrspülen wird verzichtet. Patriks Plan für die Heimfahrt sieht wie folgt aus:
- am günstigsten ist es bis nach Hause durchzufahren.
- ansonsten wird noch eine Zwischenübernachtung in der Höhe von Alsfeld oder so eingelegt.
Noch einmal geht es zur Entsorgung. Patrik füllt auch noch ca. 60 Liter Frischwasser auf. Das reicht für die Heimfahrt.
Über Landstraßen führt der Weg nach Kiel. Noch einmal genießen wir die herrliche Landschaft. In der Landeshauptstadt geht es für uns dann schnurstracks auf die Autobahn. Zuerst auf die A215 und später dann auf die A7. Bereits jetzt spüren wir die Reisewelle. Es herrscht viel Verkehr auf der Piste. Eigentlich war die A7 unsere Lieblingsautobahn. Das war früher einmal so. Heute sieht dies anders aus. Sie ist gespickt von Baustellen und den daraus entstehenden Verkehrsbehinderung. Der Höhepunkt auf der Heimreise war ein über 30 km auf 80 km/h beschtänkter Streckenabschnitt. Selbstverständlich war dieser baustellenbedingt. Für uns heißt es ständig Stop and Go.
 |
Stop and Go |
Aufgrund dessen ist uns bereits klar, das es nicht schnurstracks Richtung Saarland geht. Kurzer Hand wird von uns doch noch die Zwischenübernachtung eingeplant. Wie bereits beim Frühstück besprochen wird diese auf halber Höhe liegen. Also heißt es: Zwischenstopp in Alsfeld. Dort wurde im vergangenen Jahr ein neuer Stellplatz, der in diversen Foren usw. hochgepriesen wurde, gebaut. Wer unsere früheren Reiseberichte aufmerksam gelesen hat, hat bereits gemerkt, das wir schon im Jahre 2012 an diesem Platz waren. Allerdings nur zur Versorgung.
Nach fast acht stündiger Fahrt und nur knappen 520 km erreichen wir die Fachwerkstadt. Bereits beim Auffahren auf den Platz sieht Patrik die Veränderungen. Nur die Ver- und Entsorgung ist geblieben. Anstatt wie früher den Parkplatzflair gibt es heute schöne befestigte Flächen mit Grünstreifen sowie Sitzmöglichkeiten.
 |
Sitzgelegenheiten am Stellplatz |
 |
ebenso eine Infotafel gehören dazu |
Große Unternehmungen sind heute nicht mehr von uns beabsichtigt. Auch ein Besuch der Stadt Alsfeld lassen wir ausfallen. Patrik ist einfach zu platt dafür. Stattdessen wandern noch einmal die Stühle aus der Garage.
Patrik zaubert im Omnia eine leckere Calzone zum Abendessen. Dafür nutzt er aus dem Discounter ein sogenanntes Pizza-Kit. Gefüllt wird sie mit den Sachen die noch in Kühlschrank sind und weg müssen.
 |
Das heutige Abendessen |
Gegessen wird noch einmal vorm Wohnmobil. Damit geht ein toller Urlaub zu Ende. Nadine spült das benutzte Geschirr in der Spülschüssel, damit bleibt auch die Küche verhältnismäßig sauber.
Gegen 22:00 Uhr verkrümeln wir uns ins Bett.
Sonntag, 22.07.2018
Der Wecker klingelt um 7:00 Uhr. Patrik findet dank Google im näheren Umkreis eine Bäckerei. Dorthin macht er sich auf den Weg. In der Zwischenzeit besucht Nadine die hauseigene Dusche.
Nachdem Patrik zurück am Wohnmobil ist, ist auch Nadine fertig und hat auch schon das Frühstück vorbereitet.
Schnell ist die erste Mahlzeit Geschichte. Bevor es aber zurück auf die Autobahn geht, gilt es zuerst an die Versorgungsstation zu fahren. Natürlich nicht um Frischwasser aufzunehmen, nein, es muss der Grauwassertank entleert werden. Genauso entledigen wir uns dem Inhalt der Toilettenkasette.
Beim Blick auf die Tankuhr fällt und auf, das der Sprit nicht mehr bis nach Hause reicht. Also muss noch eine Tankstelle gefunden werden. Laut Spritspar App gibt es eine günstige im näheren Umkreis von Alsfeld. Patrik steuert umgehend dahin. Nun sind alle Flüssigkeiten weg bzw. wieder aufgefüllt. Die letzten knapp 290 werden unter die Räder genommen. Man merkt erneut, das es Sonntag ist. Es herrscht normaler Verkehr. Kaum Verzögerung und zum Glück keine Staus. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir die heimische Einfahrt. Jetzt ist endgültig dieser Sommerurlaub Geschichte.
 |
und auch die zwei Fellnasen
sind aus dem Urlaub zurück |
Fazit
Mal wieder ging es für uns in den hohen Norden. Der Urlaub wurde "zweigeteilt". Die erste Woche war die Nordsee dran. Während es in der zweiten in die Ostseeregion ging.
Leider war es an der Nordsee wettermäßig nicht so gut. Zum Baden usw. war es zu kühl. Dafür wurden wir diesbezüglich in der zweiten Woche wahrhaftig entschädigt.
Unser Abstecher auf die Insel Helgoland erwies sich als Glücksfall, da es an diesem Tag sommerlich warm war. Die Insel Römö war einen Besuch wert, aber nochmals müssen wir nicht dahin.
Ein Highlight war die zweite Woche. Was auch an den hochsommerlichen Temperaturen lag. Das täglich schwimmen war für uns Pflicht. Aber auch das Radfahren war angenehm, da wir ja dieses "Flachland" von unserer Heimat nicht kennen.
Ein besonderes Highlight war der Stellplatz in Brasilien. Es war mal wieder einer von der Sorte ohne große Infrastruktur und toll gelegen.
Was uns nicht wirklich gefiel, ist die Tatsache, das in vielen Städte Kurtaxenpflicht besteht, ohne besondere Gegenleistung. Natürlich müssen Strände usw. gereinigt und gepflegt werden, aber warum soll ich "Eintritt" bezahlen um ein Stück Natur zu betreten (z.B. Wattenmeer).
Wir nehmen diesbezüglich gerne das Beispiel Grainau: auch dort muss man Kurtaxe zahlen, aber als Gegenleistung besteht die kostenlose Nutzung eines Gästebusses, der nach einem bestimmten Fahrplan verkehrt.
Was auch auffiel, das viele Stellplätze mittags bereits hoffnungslos überfüllt sind. Wir haben die Erfahrung gemacht, die Plätze bereits am Morgen anzufahren. Dann besteht die Hoffnung, das ein paar Wohnmobilisten abreisen.
In diesem Jahr werden wir noch einmal mit dem Wohnmobil on Tour gehen. Dies soll über Weihnachten sein. Voraussichtlich führt es uns dafür nach Bad Dürrheim. Aber dazu demnächst mehr.
Revivaltour an Nord- und Ostsee im Sommer:
-Teil 8- Brasilien oder doch Deutschland