Sonntag, 20. Mai 2018

Fastnachtsurlaub 2018: Planung, Vorbereitung und Anfahrt

Endlich ist es soweit. Wir gehen wieder auf Tour mit dem Wohnmobil. Was liegt da näher als die Woche über Fastnacht zu nutzen. Nadine hat über diese Zeit unterrichtsfrei und Patrik Urlaub. Bevor wir aber los können müssen selbstverständlich noch einige Vorbereitungen getroffen werden.
An erster Stelle steht die Neubereifung des Wohnmobiles. Gesagt getan. Ab sofort fährt unser Gefährt auf Allwetterreifen. Danach gilt es zu klären wohin die Reise führt. Nach dem tollen Herbsturlaub in Garmisch-Partenkirchen, beschließen wir die Gegend erneut zu besuchen. Ein genauer Plan was unternommen wird, gibt es diese Mal nicht. Wir lassen uns also überraschen.


Die Reifenfrage und das Reiseziel sind geklärt. Jetzt heißt es unseren Stig winterfest zu machen. Allerdings müssen vorher noch Schneeketten gekauft werden, schließlich liegt in unserem Zielgebiet Schnee. Nach langen hin und her entscheiden wir uns für zwei Sätze Ketten, das Paar für unter 50 €.
Warum zwei Sätze Schneeketten? Wir durchstreiften im Voraus das WorldWideWeb und dort kam der Ratschlag nicht nur auf die Antriebsräder (Vorderachse,wie sonst üblich), sondern auch auf die Hinterachse diese aufzuziehen. Die Begründung: der lange Radstand des Mobiles und damit die Gefahr das das Heck ausbricht und sozusagen das Führerhaus "überholt". Gesagt getan. Ein weiterer Haken auf unser To-Do Liste ist erledigt.
Aber jetzt geht es ans winterfest machen. Als erstes besorgt Patrik zwei volle Gasflaschen. Beim Wasser auffüllen, wie immer kommen nur 60 Liter in den Tank, bemerkt er einen komischen Film in dem Behälter. Zum Glück gibt es in unserer Nähe eine Berger Filiale. Also schnell noch Tankreiniger und -desinfektion besorgt und angewendet. Übrigens das erste Mal, das wir dies machen. Und dieses Unvorhersehbare ist mitunter der Grund, warum wir immer frühzeitig das Womo vorbereiten.
Patrik besorgt noch eine große Schüssel um sie unter den Wasserablauf zu stellen. Viele andere Wohnmobilisten warnen, bei einem unbeheizten Abwassertank, davor, das der besagte Tank zufrieren kann und sie deshalb einen Behälter unterstellen. Patrik schüttete auch noch ein wenig Scheibenfrostschutz in die Abflüsse um ebenfalls das vereisen der Siphons zu verhindern.
Nachdem diese Vorkehrungen getroffen und unsere persönliche Dinge verladen sind kann es losgehen.

Freitag 09.02.2018
Patrik und Nadine müssen an diesem Tag noch arbeiten gehen. Aber bereits bei den letzten beiden vergangenenen Touren haben wir gute Erfahrung mit dem Fahren am Abend gemacht. Dadurch steht der eigentliche Anreisetag bereits für Unternehmungen zur Verfügung. Ebenso wie bei der Fahrt nach Hamburg macht Patrik früher frei und Nadine kommt ihn um 18:00 Uhr nach Saarbrücken abholen.

Nadine als Fahrer

Dort wird ein Fahrerwechsel vorgenommen. Ab sofort ist Patrik der erste Kapitän dieser Reise. Abfahrt!

Die Strecke nach Marktoberdorf
Der geplante Weg führt uns von Saarbrücken bis Pirmasens. Von dort über die B10 durch die Pfalz über Landau, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und Ulm. Am Nadelöhr kurz vor Pforzheim, Brückenschäden mit Geschwindigkeitsbegrenzung und zweispuriger Fahrbahn an einer Steigung, kommt es zu fast sechs Kilometer zähfließenden Verkehr. Diese Zwangseinbremsung nutzen wir, um aus der Bordverpflegung ein belegtes Brot zu essen. Dieses Hindernis lassen wir nach fast 30 Minuten hinter uns. Ab hier läuft der Verkehr wieder bis in Höhe Rasthof Gruibingen an der sog. Geislinger Steige. Dort kommt es erneut zum Stau, dieses Mal allerdings auf Grund von Bauarbeiten. Gelassen schlängeln sich die Fahrzeuge durch diese Engstelle. Weiter zähfließend fahren wir die Geislinger Steige hinauf. Als der Berg geschafft ist erreicht das Wohnmobil erneut die Reisegeschwindigkeit von 90 km/h. Am Kreuz Ulm West verlassen wir die Autobahn, um die B10 weiter bis zum AK Ulm/Elchingen. Weiter führt ab dort die Reise auf der A7. Dieser Weg spart neben fast 10 Minuten Fahrtzeit auch noch 30 Kilometer.
Noch ein kleiner Tipp von uns: Die genutzte Strecke führt durch Ulm und an diversen Tankstellen vorbei. Dort ist der Sprit auf jeden Fall fast 8 cent günstiger als später in Bayern. Also kurz halten und voll tanken, spart Geld.
Auf der A7 fahren wir ohne Vorkommnisse weiter. Gegen 23:00 Uhr kommt die Ausfahrt Kempten in Sichtweite. Schnell hinunter von der Autobahn, denn unser Zwischenziel naht. Keine zwanzig Minuten später stehen wir, wie bereits im Herbst, auf dem Wohmmobil-Stellplatz am Marktoberdorfer Schloss.

Ankumm; Gute Nacht

Unser erster Schnee für dieses Jahr

Natürlich sind wieder alle offizielle Flächen belegt, aber es steht genügend sonstiger Parkraum zur Verfügung. Das Wohnmobil abgestellt, die Gardinen zugezogen und dann heißt es bei uns bereits: Gute Nacht!