Mittwoch, 20. Juni 2018

Fastnachtsurlaub 2018, Tag 1: Weiterfahrt zum Stellplatz in Grainau

Samstag, 10.02.2018
Der Wecker macht uns um 08:00 Uhr wach. Ausgeschlafen bereden wir die Weiterfahrt. Heute hält das Wetter hier im Allgäu Schneeregen für uns bereit. Der erste Zwischenstopp für diesen Morgen ist die ortsansässige Bäckerei Druckmiller in der Nähe des Stellplatzes, auch fußläufig erreichbar in fünf Minuten. Bereits während unseren früheren Urlaube in Marktoberdorf kauften wir dort die Frühstückssemmel. Dieses Mal gibt es noch bayerische Brezn und ein Nusszopf dazu. Frühstückskauf Teil 1 ist erledigt. Wir gehen den zweiten Teil besorgen. Dieser gibt es in der Nähe von Füssen in der Sennerei Lehern (Bitte Impressum beachten!).


"Unsere" Sennerei in Lehern

Irgendwie erinnert dies alles an die Anfahrt im Herbst, da hatten wir es genauso gemacht. Frühstücken wollen wir allerdings nach unser Ankunft in Garmisch-Partenkirchen auf dem Stellplatz "Am Wank". Auf diesem Platz, den wir kennen und lieben gelernt haben, standen wir ebenfalls im letzten Herbst. Als besonderes Schmankerl bietet "der Wank" eine Livecam (Bitte Impressum beachten!) an. Beim Betrachten dieser bemerken wir , das es um diese Zeit schon recht voll, also Gruppenkuscheln angesagt, ist. Schnell greift Patrik zu Plan B. Im Zugspitzdorf Grainau gibt es ebenfalls einen größeren Platz, direkt an einem Campingareal gelegen. Wir beschließen dorthin zu fahren. Sollte der Womo-Stellplatz ebenfalls voll sein, besteht dort vielleicht noch die Alternative auf dem teureren Campingplatz zu übernachten.

Das Navi wird auf Grainau umprogrammiert und schon geht die Fahrt weiter. Das Wetter wird besser. Je weiter wir an die Alpen rankommen umso mehr hört der Schneeregen auf. Der Himmel ist "nur noch" grau und Wolkenverhangen. Wir fahren durch den Ort Ettal. Erneut ohne das Kloster zu besichtigen und erreichen nach kurzer Fahrtzeit den Ort Farchant. Dort wurde vor geraumer Zeit ein Tunnel gebaut um den Ort zu entlasten. Am Ende dieses Gebildes befindet sich die Ausfahrt nach Grainau und der Ort Garmisch-Partenkirchen. Wenn jetzt nichts mehr dazwischenkommt sind wir in ca. 15 Minuten am Camping- und Wohnmobilstellplatz "Camping Erlebnis Zugspitz Ressort" (Bitte Impressum beachten!). Hoffentlich gibt es dort noch freie Plätze, denn auf der gegenüberliegenden Spur aus Garmisch hinaus staut sich der Verkehr. Zum Glück geht es auf der Spur stadtauswärts zügig von statten, so das wir nach kurzer Zeit schon Grainau erreichen.
Der Platz liegt direkt an der Hauptstraße. Diese ist durch eine hölzernen Schallschutzwand von den Mobilen getrennt. Gegenüber der Einfahrt des Campingplatzes, gleichzeitig auch Zufahrt zu den Wohnmobilstellflächen befindet sich ein Diskounter, ein Super- sowie ein Getränkemarkt, ein Autohändler mit Werkstatt sowie ein Autoteilegeschäft.
Der erste Eindruck wirkt, hier bleiben wir erstmal. In der Rezeption buchen wir bis Montag und erhalten von der freundlichen Mitarbeiterin diverses Infomaterial und die sog. Grainau Card (Bitte Impressum beachten!) ausgehändigt. Da der Platz auch ein Brötchenservice anbietet wird dieser von uns dankend angenommen. Kurzerhand ordern wir für den morgigen Tag diverse Backwaren. Gegenüber der Stellplatzgebühr, diese wird erst bei Abreise gezahlt, müssen die Brötchen direkt bar gezahlt werden. Die freundliche Rezeptionistin erklärt uns noch den Ablauf des Stellplatzes. Es herrscht freie Platzwahl, sollte die parzellierte, angestammte Stellfläche nicht gefallen, kann bedenkenlos auf eine andere freie gewechselt werden. Genauso wird der Platz bei Abwesenheit mit dem Wohnmobil, z.B Besorgungsfahrten, reserviert. Dafür genügt das befestigen des Parkscheines an der Stellplatznummer.
Unser erster Weg führt zur Ver- und Entsorgung. Der Frischwassertank muss mit dem kostbaren flüssigen Gut aufgefüllt werden. Passenderweise befindet sich die Station direkt am Anfang des Stellplatzes. Gut durchdacht, modern gestaltet und vor allem Ver- und Entsorgungsbereich sind voneinander getrennt. Vor allem ist sie so konzipiert, das sie von zwei Mobilen gleichzeitig genutzt werden kann.
Nun geht es ans aussuchen des Stellplatzes. Man ist das schwierig, wenn insgesamt 80 Plätze vorgehalten werden und davon nur  ca. 10 belegt sind.
Wir finden eine komplette Reihe zur Straßenseite gewandt. 
Blick zur Kandahar Abfahrt aus dem Womo-Fenster


Unsere sommerliche Winterabdeckung

Patrik plaziert das Mobil in der Nähe der Stromsäule, damit nur das 10 Meter Kabel benötigt wird. Das auffahren auf die Keile klappt vorzüglich in Teamarbeit. Jetzt geht es ans einrichten des Womos. Patrik schließt den Strom an und legt die Terrasenfließe mit der Gummischutzmatte vor den Eingang. Leider verfügen wir nicht über eine isolierte Scheibenabdeckung, solch eine Anschaffung ist auch nicht geplant. Hauptgrund dafür: das einmalige Wintercamping im Jahr rechtfertigt nicht die hohen Anschaffungskosten. Zum Glück hält unser "Fundus" die Sommerabdeckung bereit. Diese packt Patrik auf die Scheiben des Fahrerhauses.

Auch Nadine ist innen tätig. Sie bereitet in der Zwischenzeit das Frühstück vor.
Gemeinsam sind wir fertig. Leider gab es ein Mißgeschick bei der letzten Nutzung der Kaffekanne, dadurch ist  heute eine Benutzung nicht möglich. Die zwei Männer, Patrik und Sebastian, haben sie beim letzten Mal vergessen zu säubern. Durch die lange Standzeit haben sich nun weiße Pferde zusammengeschlossen. Aber es ist kein Problem, schließlich ist es eine Edelstahl-Kanne. Essig Essenz sowie Gebißreiniger wirken Wunder und eine ausgiebige Grundreinigung ist damit auch eingeschlossen. Das wird allerdings nicht die letzte Panne bleiben. Einfach die weiteren Tage lesen, dann werden wir auch davon berichten.
Zum Glück gibt es in der Rezeption einen Kaffeevollautomat. Patrik begibt sich unverzüglich dorthin und erhält gegen das entsprechende Kleingeld von dem tollen, schwarzen Getränk. Bewaffnet mit zwei Pappbechern geht er zurück zum Schneckenhaus. Das erste Wohnmobil-Frühstück in diesem Jahr kann beginnen.
Die vorhin gekauften Lebensmittel wandern zuerst auf den Tisch und dann in unseren Magen. Lecker.
Wähend dem Essen schmieden wir den Plan für heute mittag. Eigentlich zieht uns der Weg "nur" nach Garmisch-Partenkirchen. Gesagt getan. Gespült wird heute Abend.
Auf dem Weg zur angrenzenden Bushaltestelle begutachten wir noch den Campingplatz und die dazugehörige Infrastruktur. Im Servicehaus befinden sich die Duschen, Waschräume und die Toiletten, aber auch ein Raum zum spülen des Geschirres und die Waschmaschine sowie Trockner. Als besondere Serviceleistung hält der Campingplatz ein sogenannter Ski- und Trockenraum bereit. Dieser ist, wie der Name schon sagt, ein beheizter Raum zum abstellen der Skier und der dazugehörigen Schuhe. Im hinteren Bereich ist ein Leine abgespannt, zum trocknen der nassen Wäsche. Patrik erfreut sich an der Chemietoiletten Entsorgung. Diese ist ebenfalls in einem extra Raum untergebracht und sogar beheizt. Schluß mit kalten Fingern beim entleeren der Fäkalien. Auch die sogenanten Schlaffässer, ein überdimensioniertes Weinfass mit Schlafmöglichkeiten, bekommen wir zu Gesicht.


Stellplatz in Bildern

Es wird Zeit, die Abfahrt des Busses steht unmittelbar bevor. Ab zur Haltestelle.

Übrigens ist die Busfahrt in Verbindung mit der Kurtaxe und der damit enthaltenen GrainauCard kostenlos.
Nach knapp 10 Minuten Fahrtzeit stehen wir bereits in der Fußgängerzone von Garmisch-Partenkirchen. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Wank. Von dort dauert die Busfahrt ins Zentrum länger.
Auf der Suche nach einem Cafe durchstreifen wir die Fußgängerzone. Gegenüber unserem letzten Besuch hat sich dort nichts verändert. Wir landen in einem Cafe am Kurpark. Nadine gönnt sich einen Tee sowie ein Stück Käsekuchen. Patrik beabsichtigt einen Apfelstrudel zu essen. Leider gibt es diese Süßspeise nicht in diesem Cafe. Auf Kuchen hat er allerdings keine Lust, so das für ihn nur ein Latte Macchiatto rausspringt
Frisch gestärkt spazieren wir weiter zum Kurhaus. Dort fällt uns ein Plakat ins Auge. Dieses wirbt für den morgen stattfindenden Faschinggsumzug, hier wird er Maschkera genannt. Damit steht jetzt schon unser morgiges Programm fest.
Wir beschließen zurück zum Stellplatz zu fahren. Noch einmal spazieren wir durch die Haupteinkaufsstraße zur Bushaltestelle. Pünktlich erscheint der Bus. Nach kurzer Fahrt hält dieser bereits an unserem Stellplatz. Wir marschieren noch kurz auf die gegenüberliegende Straßenseite in den Getränkemarkt. Bewaffnet mit diversen bayerischen Bierspezialitäten geht es zurück zum Wohnmobil. Der Abend ist gerettet. Apropos Abend: wir essen noch von unserer mitgebrachten Gulaschsuppe, spülen das Geschirr und fallen danach müde ins Bett. 
Gute Nacht!