Montag, 02.10.2017
Der heutige Morgen beginnt wolkenlos und sonnig. Beim Blick aus der Aufbautür sehen wir den wunderschönen Karwendel. Na gut die vorbeifahrende Züge werden bei diesem Ausblick gekonnt ignoriert.
Apropos Stellplatz und Gleisanlage: von den Zügen haben wir am gestrigen Abend und in der Nacht eigentlich nichts mitbekommen. Es gab diesbezüglich schon lautere Plätze auf unseren Touren.
Während sich Nadine tagfein macht, geht Patrik auf Einkaufstour. Es sollen schließlich auch an diesem Morgen frische Semmel und vielleicht ein wenig Wurst, Kaminwurzen, auf dem Frühstückstisch landen. Mittenwald hat noch einige Bäckereien aufzubieten. Patrik geht in die kleine Bäckerei zwischen der Kirche und dem Gries. Diese hält viele Brötchenspezialitäten für uns heute bereit, so landen zehn verschiedene Semmel und wenn man schon in Bayern ist auch vier Brezn in die Einkaufstüte. Patriks Tour geht weiter in die Fußgängerzone. Dort befindet sich eine kleine Metzgerei, die ihre Wurstspezialitäten noch selbst herstellt. Dort ersteht er die bei uns so beliebten Kaminwurzen. Damit steht eine Brotzeit auf dem Karwendel heute nichts mehr im Weg.
Im Wohnmobil hat Nadine in der Zwischenzeit den Frühstückstisch vorbereitet. Die Aufbautür kann offen bleiben, da es schon einigermaßen warm durch die Sonne ist.
Wir besprechen während dem Frühstück das weitere Vorgehen. Unser heutiger Plan:
Da wir heute nicht mehr in ein Supermarkt zwecks Einkaufes (morgen ist Feiertag) müssen, kann der Tag gelassen angegangen werden. Übrigens Feiertag: das Wetter soll sehr mies werden, deshalb beschließen wir die Hauptstadt Tirol, Innsbruck, zu besuchen, allerdings nicht mit dem Wohnmobil oder mit dem Zug. Nein wir fahren Flixbus. Hier in Mittenwald buchen wir bereits die Fahrscheine. Der Vorteil des Busses gegenüber der Bahn ist, das es günstiger ist und wir auf jeden Fall einen festen Sitzplatz haben. Für knapp 24 € bekommen wir die Hin- und Rückfahrtickets.
Die ganzen Planungen sowie das Frühstück ist Geschichte. Es heißt nun, das Wohnmobil vorbereiten für die Weiterfahrt. In kürzester Zeit stehen wir schon an der Entsorgung. Während Patrik sich um die verschiedenen Tanks kümmert, bezahlt Nadine die Stellplatzgebühr am Automaten und entsorgt unser Müll an der dafür vorgesehenen Stelle.
Bereits jetzt wissen wir, das wir diesen Stellplatz nicht mehr anfahren. In unseren Augen stimmt das Preis-Leistungs Verhältnis in keinster Weise. Denn direkt angrenzend an den Stellplatz gibt es ein großer, sogar kostenloser Parkplatz, der auch von spät ankommenden Wohnmobilisten als Übernachtungsplatz genutzt wird. Sicherlich wird dann auch nicht die Ver- und Entsorgung des Stellplatzes benutzt, zumindest von uns. Normalerweise sind wir keine solche Pfennigfuchser, aber wenn das Verhältnis nicht stimmt, muss eben eine Alternative gesucht werden. So nun genug über den Stellplatz, schließlich wartet die Besteigung des Karwendels auf uns.
Die Fahrt zur Bergbahn führt uns durch einige Mittenwalder Seitenstrassen, aber nach kurzer Zeit Erreichen wir das Ziel. Viele Touristen nutzen das heutige schöne Wetter, der Parkplatz ist gut gefüllt. Es fallen Parkgebühren an, die an der Talstationkasse zu entrichten ist, auch für Wohnmobile. Allerdings sind Plätze für Wohnmobile Fehlanzeige. Kurzer Hand blockieren wir zwei Parkbuchten. Ist halt so.
An der Kasse ebenfalls Betrieb. Wir müssen warten. Nach geraumer Zeit gibt es die Fahrkarten. Für die Berg- und Talfahrt werden pro Person 27,50 Euro (plus 3 € Kartenpfand) fällig zuzüglich der bereits erwähnten Parkgebühr.
Es heißt erneut warten, da es eine Großkabinenseilbahn ist, die aus zwei Kabinen besteht(Fassungsvermögen: 25 Personen) und diese nur alle 30 Minuten fährt. Eine automatische Zähl- und Wiegeeinheit zählt bzw. wiegt die Passagiere. Wir haben Glück und können mit der nächsten Tour fahren. Pünktlichst wie die Maurer öffnet sich die Tür zur Gondel. Das Abenteuer Karwendel beginnt. Wir überfahren zwei Stützen, diese haben eine Höhe von zehn bzw. 36 Meter. Nach einer Fahrzeit von knappen zehn Minuten bzw. 2486 Meter mit 92 prozentiger Steigung erreicht die Seilbahn die Bergstation in 2244 m ü. NN.
Hier oben gibt es diverse Wanderwege bzw. Klettersteige. Wir beschließen den Passamani Panoramaweg, ein familientauglicher Rundweg zu gehen.
Dabei wird zum Teil die Grenze zu Österreich überquert. Einfach toll. Zwischenzeitlich trennen sich die Wege. Patrik steigt noch ein wenig weiter in die Höhe um die dortige Aussicht zu genießen.
So eine Wanderung macht hungrig. Der zünftigen Brotzeit steht nichts im Wege, schließlich gibt es Brezn und Kaminwurzen in unserem Rucksack. Wir sitzen draußen in der Sonne, Patrik kauft noch zwei Getränke im Gipfelrestaurant, die Jause kann beginnen.
Die mitgebrachten Speisen stehen noch nicht richtig auf dem Tisch schon gibt es Besuch. Kolkraben machen sich auf unserer Bank gemütlich und kommen dem Essen ganz nahe. Irgendwie sind diese Vögel wie die Möwen am Meer: Du hast was zu essen in der Hand und schon kommen sie, um es dir zu klauen. Patrik ist aber freundlich. Er gibt einem der Raben den Wurstzipfel. Der Vogel verschwindet und schon herrscht Ruhe.
Wir besuchen noch das Natur-Informationszentrum "Bergwelt Karwendel". Es sieht aus wie ein gigantisches Fernrohr und ragt über die Felskante in Richtung Mittenwald hinaus. Atemberaubende 1.300 Meter tief fällt der Blick aus dem enormen Panoramafenster ins weite Isartal. Übrigens: Das Karwendel ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Ostalpen. Adler, Murmeltiere und Gämsen leben hier ebenso wie 800 Schmetterlingsarten. In der sog. Karwendelgrube gibt es sogar die seltenen Schneehühner.
Der Himmel zieht sich zu. Es wird Zeit den Berg zu verlassen. Für heute Mittag ist eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es gibt nix Schlimmeres als bei Sturm Seilbahn zu fahren.
Auf Grund der Warnung macht die Gondelbahn sog. Zwischenfahrten im 1/4 Stunden Takt. Dadurch erreichen wir wohlbehalten, ohne schaukeln, die Talstation.
Zurück am Wohnmobil raus aus den Wanderkleidung um weiter zum Wank zu fahren.
Von Mittenwald bis Garmisch-Partenkirchen sind es ca. 20 Minuten Fahrtzeit.
Problemlos erreichen wir das Alpencamp am Wank. Ein Teil des Parkplatzes der Wankbahn ist für Wohnmobile reserviert und mit Stromsäulen bestückt. Insgesamt stehen zwei Parkreihen zur Verfügung. Die obere der beiden Reihen ist für Mobile ab sieben Meter reserviert. Ebenfalls befindet sich dort die Wassersäule nebst Toilettenentsorgung sowie die Anmeldung. Nach einer kurzen Rundfahrt und dem auffüllen des Frischwassertank stellen wir unseren 6,97 m langen Stig auf dem unteren Bereich ab. Leider allerdings nicht in die Nähe einer Stromsäule, was uns morgen zum Verhängnis werden wird.
Stig wird mit dem Gesicht in den Berg aus- bzw. eingerichtet. Das erneute Campingleben kann beginnen.
Bevor wir es uns aber gemütlich machen, wird die Infrastruktur (Duschen und Toiletten) inspiziert. Diese sind solala. Aber wir haben ja alles an Bord und brauchen deshalb diese Sanitärräume nicht.
An der Anmeldung herrscht Betrieb. Viele Wohnmobilisten nutzen das verlängerte Wochenende. Als wir an der Reihe sind buchen wir kurzer Hand für zwei Nächte. Ebenso kann an der Anmeldung die Brötchen für den kommenden Tag bestellt werden. Auch dieser Service wird von uns genutzt.
Der heutige Morgen beginnt wolkenlos und sonnig. Beim Blick aus der Aufbautür sehen wir den wunderschönen Karwendel. Na gut die vorbeifahrende Züge werden bei diesem Ausblick gekonnt ignoriert.
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| Blick aus der Womo-Tür |
Während sich Nadine tagfein macht, geht Patrik auf Einkaufstour. Es sollen schließlich auch an diesem Morgen frische Semmel und vielleicht ein wenig Wurst, Kaminwurzen, auf dem Frühstückstisch landen. Mittenwald hat noch einige Bäckereien aufzubieten. Patrik geht in die kleine Bäckerei zwischen der Kirche und dem Gries. Diese hält viele Brötchenspezialitäten für uns heute bereit, so landen zehn verschiedene Semmel und wenn man schon in Bayern ist auch vier Brezn in die Einkaufstüte. Patriks Tour geht weiter in die Fußgängerzone. Dort befindet sich eine kleine Metzgerei, die ihre Wurstspezialitäten noch selbst herstellt. Dort ersteht er die bei uns so beliebten Kaminwurzen. Damit steht eine Brotzeit auf dem Karwendel heute nichts mehr im Weg.
Im Wohnmobil hat Nadine in der Zwischenzeit den Frühstückstisch vorbereitet. Die Aufbautür kann offen bleiben, da es schon einigermaßen warm durch die Sonne ist.
Wir besprechen während dem Frühstück das weitere Vorgehen. Unser heutiger Plan:
- Fahrt auf den Karwendel
- Weiterfahrt zum Wank nach Garmisch-Partenkirchen.
Da wir heute nicht mehr in ein Supermarkt zwecks Einkaufes (morgen ist Feiertag) müssen, kann der Tag gelassen angegangen werden. Übrigens Feiertag: das Wetter soll sehr mies werden, deshalb beschließen wir die Hauptstadt Tirol, Innsbruck, zu besuchen, allerdings nicht mit dem Wohnmobil oder mit dem Zug. Nein wir fahren Flixbus. Hier in Mittenwald buchen wir bereits die Fahrscheine. Der Vorteil des Busses gegenüber der Bahn ist, das es günstiger ist und wir auf jeden Fall einen festen Sitzplatz haben. Für knapp 24 € bekommen wir die Hin- und Rückfahrtickets.
Die ganzen Planungen sowie das Frühstück ist Geschichte. Es heißt nun, das Wohnmobil vorbereiten für die Weiterfahrt. In kürzester Zeit stehen wir schon an der Entsorgung. Während Patrik sich um die verschiedenen Tanks kümmert, bezahlt Nadine die Stellplatzgebühr am Automaten und entsorgt unser Müll an der dafür vorgesehenen Stelle.
Bereits jetzt wissen wir, das wir diesen Stellplatz nicht mehr anfahren. In unseren Augen stimmt das Preis-Leistungs Verhältnis in keinster Weise. Denn direkt angrenzend an den Stellplatz gibt es ein großer, sogar kostenloser Parkplatz, der auch von spät ankommenden Wohnmobilisten als Übernachtungsplatz genutzt wird. Sicherlich wird dann auch nicht die Ver- und Entsorgung des Stellplatzes benutzt, zumindest von uns. Normalerweise sind wir keine solche Pfennigfuchser, aber wenn das Verhältnis nicht stimmt, muss eben eine Alternative gesucht werden. So nun genug über den Stellplatz, schließlich wartet die Besteigung des Karwendels auf uns.
Die Fahrt zur Bergbahn führt uns durch einige Mittenwalder Seitenstrassen, aber nach kurzer Zeit Erreichen wir das Ziel. Viele Touristen nutzen das heutige schöne Wetter, der Parkplatz ist gut gefüllt. Es fallen Parkgebühren an, die an der Talstationkasse zu entrichten ist, auch für Wohnmobile. Allerdings sind Plätze für Wohnmobile Fehlanzeige. Kurzer Hand blockieren wir zwei Parkbuchten. Ist halt so.
An der Kasse ebenfalls Betrieb. Wir müssen warten. Nach geraumer Zeit gibt es die Fahrkarten. Für die Berg- und Talfahrt werden pro Person 27,50 Euro (plus 3 € Kartenpfand) fällig zuzüglich der bereits erwähnten Parkgebühr.
Es heißt erneut warten, da es eine Großkabinenseilbahn ist, die aus zwei Kabinen besteht(Fassungsvermögen: 25 Personen) und diese nur alle 30 Minuten fährt. Eine automatische Zähl- und Wiegeeinheit zählt bzw. wiegt die Passagiere. Wir haben Glück und können mit der nächsten Tour fahren. Pünktlichst wie die Maurer öffnet sich die Tür zur Gondel. Das Abenteuer Karwendel beginnt. Wir überfahren zwei Stützen, diese haben eine Höhe von zehn bzw. 36 Meter. Nach einer Fahrzeit von knappen zehn Minuten bzw. 2486 Meter mit 92 prozentiger Steigung erreicht die Seilbahn die Bergstation in 2244 m ü. NN.
Hier oben gibt es diverse Wanderwege bzw. Klettersteige. Wir beschließen den Passamani Panoramaweg, ein familientauglicher Rundweg zu gehen.
Dabei wird zum Teil die Grenze zu Österreich überquert. Einfach toll. Zwischenzeitlich trennen sich die Wege. Patrik steigt noch ein wenig weiter in die Höhe um die dortige Aussicht zu genießen.
So eine Wanderung macht hungrig. Der zünftigen Brotzeit steht nichts im Wege, schließlich gibt es Brezn und Kaminwurzen in unserem Rucksack. Wir sitzen draußen in der Sonne, Patrik kauft noch zwei Getränke im Gipfelrestaurant, die Jause kann beginnen.
Die mitgebrachten Speisen stehen noch nicht richtig auf dem Tisch schon gibt es Besuch. Kolkraben machen sich auf unserer Bank gemütlich und kommen dem Essen ganz nahe. Irgendwie sind diese Vögel wie die Möwen am Meer: Du hast was zu essen in der Hand und schon kommen sie, um es dir zu klauen. Patrik ist aber freundlich. Er gibt einem der Raben den Wurstzipfel. Der Vogel verschwindet und schon herrscht Ruhe.
Wir besuchen noch das Natur-Informationszentrum "Bergwelt Karwendel". Es sieht aus wie ein gigantisches Fernrohr und ragt über die Felskante in Richtung Mittenwald hinaus. Atemberaubende 1.300 Meter tief fällt der Blick aus dem enormen Panoramafenster ins weite Isartal. Übrigens: Das Karwendel ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Ostalpen. Adler, Murmeltiere und Gämsen leben hier ebenso wie 800 Schmetterlingsarten. In der sog. Karwendelgrube gibt es sogar die seltenen Schneehühner.
Der Himmel zieht sich zu. Es wird Zeit den Berg zu verlassen. Für heute Mittag ist eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es gibt nix Schlimmeres als bei Sturm Seilbahn zu fahren.
Auf Grund der Warnung macht die Gondelbahn sog. Zwischenfahrten im 1/4 Stunden Takt. Dadurch erreichen wir wohlbehalten, ohne schaukeln, die Talstation.
Zurück am Wohnmobil raus aus den Wanderkleidung um weiter zum Wank zu fahren.
Von Mittenwald bis Garmisch-Partenkirchen sind es ca. 20 Minuten Fahrtzeit.
Problemlos erreichen wir das Alpencamp am Wank. Ein Teil des Parkplatzes der Wankbahn ist für Wohnmobile reserviert und mit Stromsäulen bestückt. Insgesamt stehen zwei Parkreihen zur Verfügung. Die obere der beiden Reihen ist für Mobile ab sieben Meter reserviert. Ebenfalls befindet sich dort die Wassersäule nebst Toilettenentsorgung sowie die Anmeldung. Nach einer kurzen Rundfahrt und dem auffüllen des Frischwassertank stellen wir unseren 6,97 m langen Stig auf dem unteren Bereich ab. Leider allerdings nicht in die Nähe einer Stromsäule, was uns morgen zum Verhängnis werden wird.
Stig wird mit dem Gesicht in den Berg aus- bzw. eingerichtet. Das erneute Campingleben kann beginnen.
Bevor wir es uns aber gemütlich machen, wird die Infrastruktur (Duschen und Toiletten) inspiziert. Diese sind solala. Aber wir haben ja alles an Bord und brauchen deshalb diese Sanitärräume nicht.
An der Anmeldung herrscht Betrieb. Viele Wohnmobilisten nutzen das verlängerte Wochenende. Als wir an der Reihe sind buchen wir kurzer Hand für zwei Nächte. Ebenso kann an der Anmeldung die Brötchen für den kommenden Tag bestellt werden. Auch dieser Service wird von uns genutzt.
Als wir die Anmeldepflicht erfüllt und die Stellplatzgebühr in Höhe von 12,00 Euro bezahlt haben, ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück und lassen es uns mit alkoholfreien Weizenbier gutgehen.
Apropos Stellplatzgebühr: Neben dieser mussten wir noch Kurtaxe entrichten. Der Beitrag berechtigt u.a. zur Benutzung des örtlichen ÖPNV und des Alpspitzwellenbades.
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