Sonntag, 5. November 2017

Sommerurlaub 2017 in Schottland Tag 13 -Wir verlassen die Insel-

Es ist leider soweit. Unser Aufenthalt in Schottland geht zu Ende. Wir frühstücken zum letzten Mal in diesem schönen Land. Das gestern gekaufte Baguette wandert dafür auf den Tisch. Ansonsten gibt es quer durch den Kühlschrank, also nichts besonderes.

Wir sagen Tschüss
Nach dem Frühstück stellen wir die Abfahrtsbereitschaft her. Wie immer in Personalunion. Während Nadine sich im Wohnmobil um alles kümmert, machen sich Patrik mit Sebastian außen ums Wohnmobil nützlich. Dieses Mal müssen wir noch ein klein wenig mehr herrichten, da wir auf der Fähre übernachten, kommt zum Materialtransport der Womo-Trolley zum Einsatz. Die Preise für Speisen und Getränke sind  auf Fähren gewöhnlicherweise sehr hoch, deshalb haben wir uns entschlossen dort nichts zu kaufen. Patrik packt dafür neben Getränke auch eine Kühltasche in den Trolley. Dort wandert heute mittag unser mitgeführter Brotbelag nebst Kühlakkus hinein.
Bevor wir allerdings vom Campinplatz wegfahren, muss das Wohnmobil  noch zum Wasser lassen an die Entsorgungsstation. Hier ist es ein Bodeneinlass und ein Trichter für die Chemietoilette.
Diese Pflichtaufgabe meistern wir ohne Zwischenfälle.

Es geht on the Road in Richtung Newcastle. Das Navi zeigt uns eine Fahrzeit von knapp vier Stunden für die fast 150 Meilen. Also ist noch genügend Zeit bis zum Check-In auf die Fähre. Wir können es also gemütlich angehen lassen.

On the Road again
An der Scotisch Border gibt es einen Fotozwischenstopp. Wenn wir schon kein Foto von einem schottischen Grenzstein, dann zumindestens eins von einem englischen. Außer die zwei Steine, die Grenzmauer und ein bißchen Meer gibt es hier nicht viel zu sehen.

Schottisch-englische Grenze

Grenzmauer



Gegen 12:00 Uhr steht unser Mobil am Fährterminal. Als zweiter, hinter einem Wohnwagen, warten wir am Check-In. Die Fähre steht schon am Kai bereit. 

Check-In Scahalter:
Am Check-In Schalter leuchtet eine Info: Check-In ab 14:30 Uhr. Wie schlagen wir jetzt die Zeit tot? Im Umfeld des Terminals gibt es ein Outlet Center. Wir schließen​ das Wohnmobil ab und spazieren dorthin. Vielleicht kann man dort ja noch ein Schnäppchen schlagen. Am Anfang des Centers befindet sich ein Nike Store. Wir durchstreifen diesen. Schnäppchen Fehlanzeige. Danach geht Nadine noch in ein Schuhgeschäft. Schnäppchen ebenfalls Fehlanzeige. Irgendwie enttäuschend hier und nicht vergleichbar mit denen u.a. bei uns in Zweibrücken. Wir finden noch ein Geschäft. Nach mehrmaligen überlegen durchstreifen wir dieses. Hier herrscht sogar ein wenig Betrieb. Es ein sogenannter 1 £ Shop. Wir finden Nivea Deo für Patrik, Reesers für Sebastian und Toblerone für alle. Insgesamt kostet es in der Summe fünf £. Unser letzter schottischer 5er wechselt den Besitzer.
Am Wohnmobil zurück ist die Warteschlange schon ein wenig gewachsen. Hauptsächlich deutsche und niederländische Kennzeichen erkennen wir.
Noch einmal werden die Sitze gedreht. Wir machen es uns ein wenig gemütlich.
Bereits um 14:00 Uhr öffnen zwei Check-In Schalter. Wir erhalten vier Bordkarten. Drei für uns und eine für das Wohnmobil. Das Abenteuer "Minikreuzfahrt" kann beginnen. Wir durchfahren eine Halle. Unsere Pässe werden kontrolliert. Patrik muss einige Fragen u.a. nach Waffen bzw. gefährliche Güter beantworten und die Garagentüren zur Kontrolle öffnen. Im Besisein der Mitarbeiter dreht er die Gasflaschen ab. Die Kontrolle ist beendet. Ab jetzt funktioniert der Kühlschrank nicht mehr. Für unsere kühlpflichtigen Lebensmittel haben wir Kühlakkus dabei, welche jetzt großflächig verteilt werden. Der Rest des Inhalts wandert in unserem umfunktionierten Kühltrolley mit an Bord.  Nun heißt es erneut warten. 

geniale Konstruktion
in Deutschland (für Deutsche) verboten




Das Einfahren in die Fähre funktioniert nach einem ausgeklügelten System. Es geht nicht nach der Reihe sondern so wie es aussieht nach Fahrzeuglängen. Irgendwann passt auch unser Wohnmobil ins Schema. Wie bereits bei der Hinfahrt haben wir beim auffahren auf die Fähre die Kamera mitlaufen lassen. 


Ein Einweiser läßt uns bündig an den Vordermann heranfahren. Hier wird jeder Centimeter ausgenutzt. Wir schnappen unsere Sachen und verlassen das Fahrzeugdeck 44 in Richtung Kabinendeck 7. 

Gedankestütze in Fotoform

Unsere Boarding Cards

Dort angelangt erklärt uns eine Mitarbeiterin der Reederei den Weg zu unserer Kabine. Schlüsselkarte rein und staunen. Eigentlich ist der Begriff Kabine übertrieben. Es hat irgendetwas von Besenkammer. Der Raum ist so groß das zwei Einzelbetten und eine Garderobe hineinpasst. Es grenzt die Dusche und das WC an. Wir müssen ja nur eine Nacht hier drin verbringen. Gebucht wurde die Kabine über den Preis. Es war die günstigste Außenkabine im Angebot. Sebastian schläft auf einem ausklappbaren Etagenbett über Patrik. 

Unsere Kabine, neudeutsch Besenkammer




Fernseh gibt es hier in der Kabine nicht. Unser TV Programm ist das Bullauge in direkter Fahrtrichtung.

Das heutige Fernsehprogramm
Jetzt heißt es erstmal das Schiff erkunden. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu den verschiedenen Decks. Was uns bereits bei dem ersten Rundgang auffällt: es gibt keine Sitzmöglichkeiten außerhalb der Kabinen, bei denen man selbstmitgebrachte Speisen bzw. Getränke zu sich nehmen kann. Viele Bereich sind mit Verbotsschilder diesbezüglich ausgestattet. Mit Ausnahme der Außenbereiche bzw. Es gibt Sitzecken für ungefähr 15 Personen am Anfang der Kabinendurchgänge ansonsten gehören alle Sitzplätze zu den Restaurants oder Bars. Für uns ist dies weniger schlimm, aber wir sehen so etwas auch aus der Sicht von Schulklassen bzw. Jugendreisegruppen, von denen einige an Bord sind.
Ebenfalls an Bord waren mindestens zwei Gruppen, die ihren Junggesellenabschied an Bord bzw. in Amsterdam veranstalten. Hier zeigten die betreffende Personen das bekannte Gesicht der Engländer. Kurze Anmerkung dazu: Wir Deutsche sind in der Ferne diesbezüglich auch nicht besser, aber solch ein trinkendes, gröhlendes Volk haben wir in den letzten zehn Tagen nirgendwo gesehen. Irgendwie ist dies eine Fahrt in die Gegenwart.

Warten auf die Abfahrt



Auch schwwere Baugeräte fahren mit aufs Festland

Wir beobachten noch das Ablegen in Newcastle. Schade jetzt geht es wirklich zurück in Richtung Heimat.


Auslaufen aus Newcastle



Auf der Fähre befindet sich ein Bord-Shop. Auf der Hinfahrt konnte man sich zu zivilen Preisen dort u.a. mit dem Cider Strongbow eindecken. Hier ist es genau das Gegenteil. Alles was uns interessiert ist überaus teuer. Wir decken und nur mit je einer Dose zum trinken für während des Abendessen ein.
Apropos Essen an Bord. Auch in den einzelnen Restaurants sind die Preise sehr gesalzen. Für eine Kleine Cafe Latte zahlen wir 3,50 €. Auch beim betrachten der Speisekarte trifft uns der Schlag. Günstigste Pizza weit über 10 € und ein 200 Gramm Rindersteak fast 30 €. Ne, das geht gar nicht. Zum Glück haben wir vorgesorgt und uns gestern frisches Brot in Edinburgh besorgt. Hartgekochte Eier und Cole Slaw Salat gehören ebenso​ zum Reiseproviant wie diverse Wurst-und Käsesorten. Auf engsten Raum zelebrieren wir diese Mahlzeit. Patrik und Nadine sitzen am kleinen Tisch, Sebastian an einem Stuhl. Lecker. 

Unser fürstliches Abendessen
Mit dem Brot ist es eine der besten Mahlzeiten während diesem Urlaub. Der Rest verstauen wir wieder in der Kühltasche. Schließlich brauchen wir morgen noch etwas zu frühstücken.
Sebastian beschließt noch in bordeigene Kino zu gehen. Zu unterschiedlichen laufen dort insgesamt sechs Filme, alle in englischer Sprache. Er entscheidet sich für Baywatch. Der Eintritt für jeden Film beträgt 8,50 €.
Patrik und Nadine bleiben erstmal in der Kabine. Sie machen es sich gemütlich auf dem Bett. Nadine malt an ihrem Bild weiter. Patrik beginnt an diesem Bericht zu schreiben. Irgendwie fühlt er sich aber nicht wohl. Ein Hämmern im Kopf und keine Tabletten dabei. Natürlich liegen diese im Wohnmobil und das Betreten des Fahrzeugdecks ist während der Überfahrt verboten.
Vielleicht hilft frische Luft. Patrik und Nadine spazieren erneut über das Schiff. Aber es wird nicht besser. Deshalb geht Patrik bereits gegen 22:00 Uhr zu Bett. Nadine wartet noch bis Sebastian aus dem Kino zurück ist. Um 23:30 Uhr gehen in Kabine 7104 dann alle Lichter aus. Nicht ganz. 
Zu später Stunde wird Nadine erneut wach. Sie geht noch ein wenig zum Außenbereich um Fotos von der Nacht zu machen.


Nachts auf der Fähre


Alle Bilder des Tages als Diaschau