Donnerstag, 9. November 2017

Sommerurlaub 2017 in Schottland -Das Fazit-

Die Entscheidung Schottland zu bereisen war richtig. Noch lange werden wir von dieser Reise zehren. Das Land, die Leute und vor allem die Landschaft. Was aber beim nächsten mal anders läuft ist der Besuch der Großstadt z.B. Edinburgh. Für uns war der Besuch der schottischen Hauptstadt wie bereits erwähnt purer Streß. Sightseeing in einer großen Stadt gehört auch zum Urlaub. Aber wir können jedem nur empfehlen, diesen Programmpunkt zu Beginn der Reise zu machen. Danach ist genügend Zeit in den Highlands usw. zu entspannen und sich vom Stress zu erholen.
Die Insel Skye war auf jeden Fall einen Besuch wert.
Loch Ness sollte man gesehen haben aber nicht zuviel erwarten.
Für Castle und Historic Freunde emofiehlt sich eine Mitgliedschaft entweder im Historic Scotland (Bitte Impressum beachten!) oder im Historic Environment Scotland (Bitte Impressum beachten!). Dadurch sind u.a. die Eintritte der betreffenden Sehenswürdigkeiten frei.

Freistehen
Mit dem Freistehen  gab es eigentlich überhaupt keine Probleme und für bestimmte Orte besteht Wiederholungsgefahr. In keinster Weise hatten wir Angst dort zu übernachten.

Freistehen am Neist Point


Maut
Eigentlich sind in Großbrittanien alle Autobahnen mautfrei. Mit Ausnahme der Umfahrung von London, Dartfort Crossing. Die Benutzung des Tunnels bzw. der Brücke ist eine der wenigen mautpflichtigen Routen in Großbritannien. Der Wegezoll ist entweder online im voraus oder nachträglich ebenfalls online innerhalb von 24 Stunden zu entrichten. Ein nicht bezahlen führt zur Strafmaut im dreistelligen Pfundbereich! Eine Zahlstelle vor Ort gibt es nicht. Die Überwachung erfolgt durch Kameras.
Wir hatten die Maut bereits im voraus entrichtet (https://www.gov.uk/pay-dartford-crossing-charge (Bitte Impressum beachten!))

Dartford Crossing


Weitere Infornationen auch über die sog. Citymaut in London sowie die restlichen Mautstrecken gibt es beim ADAC  (Bitte Impressum beachten!) 

Canpingplatz
Die Campingplätze in Schottland haben fast überall den gleichen Standard. Es gab immer Duschen, Geschirrspülmöglichkeiten, Toiletten und vor allem eine Ver- und Enstsorgung. Diese waren war zwar in den unterschiedlichsten Varianten, aber trotzdem durchdacht. Alle Wasseranschlüsse hatten den Gardena Schnellanschluss. Das einzige Manko waren die Preise der Campsites. Diese begannen bei 19 £ und endeten bei 34 £ pro Nacht. Der Strom kostete fast überall (außer auf dem Platz in Edinburgh, der aber auch der teuerste war) zusätzlich. Auch die Plätze an sich waren verschieden. In Uig zum Beispiel war es eine Wiese (vielleicht früher eine Weide) mit einem Wohnhaus als Empfang und in der Mitte ein Sanitärgebäude. Das war es. Ein Brötchenservice oder Einkaufsmöglichkeiten gab es wenn überhaupt nur auf dem Campingplatz in Edinburgh . Wir brauchten für alle besuchten Plätze keine Mitgliedschaft in irgendeinem der verschiedenen Campingclubs. Wir standen auch auf keinen dieser Plätze. Unser Camping Key Europe war eine unnötige Investition. Auch ohne Mitgliedschaft gibt es, zumindest in Schottland, genügend  Alternative an Campingplätze.
Auf drei Plätzen haben wir im voraus reserviert und zum Teil auch bezahlt. Wer uns kennt, weiß das wir gerne alles in trockenen Tüchern haben. Deswegen würde es beim nächsten Mal genauso gemacht.

Campsite Fort William
Campsite Uig
Die besuchten Campsites werden wir in der nächster Zeit hier im Blog genau beschreiben. Dazu demnächst mehr unter dem Reiter "Stellplätze"  (in Vorbereitung)
Gegenüber den vielen Campingplätze gibt es in Großbritannien keine bzw. kaum Stellplätze bzw. Ver- und Entsorgungsstationen wie in Deutschland. Deshalb hatten wir auch ein zweite Toilettencassette an Bord, um flexibler zu sein. Die Entsorgung der Kassette an einer öffentlichen Toilettenanlage blieb uns, als Notlösung, erspart.

Wetter
Natürlich hatten wir das typische Schottlandwetter. Außer Schnee gab es von allem etwas. Einmal konnten wir sogar in kurzer Hose umherlaufen. Aber wenn man nach Schottland fährt, plant man das mit ein. Vor allem lässt man sich vom Wetter die Stimmung nicht vermiesen.




Midges und Stechmücken
Auch dieses Geviech war nicht so schlimm wie in diversen Foren geschildert wurde. Trotzdem hatten wir auf Grund der Tipps auch diverse Öffnungen wie die Lüftungsgitter im Schlafraum mit Klebeband zugeklebt bzw. ein Insektenschutzmittel, AntiBrumm forte für teures Geld, dabei. An zwei Tagen machten die Midges Bekanntschaft mit uns und dem Spray. Nun wollen wir das Stecherthema nicht unterschätzen, vielleicht waren wir einfach, besser gesagt zum Glück, zur falschen Zeit am falschen Ort. Eine Seite mit Midgeswarnung gibt es hier (Bitte Impressum beachten!).

Lebensmittelversorgung
Damit gab es auch keine Probleme. Entweder gab es in den kleineren Orten einen CoOp Markt mit kleiner Auswahl, diesen nutzten wir wenn uns zwischendurch etwas ausging, ansonsten  für den Großeinkauf ging es in einen der vielen Tesco Märkte (vergleichbar mit unserem REAL oder so). Die Preise in Schottland sind höher als in Deutschland. Man kann sagen was bei uns 1 € kostet, bezahlt man in Schottland 1 £.

Geld und Währung
Auf Skye ging uns das Geld aus. Leider gab es dort nur in der Inselhauptstadt Geldautomaten, die internationale Karten akzeptieren. Ab diesem Tag hatten wir immer ca. 50 £ Bargeld in der Tasche. In jedem der von uns besuchten Märkte, Tankstellen, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten war ein bezahlen mit Visa- bzw. Eurocard oder auch der sogenannten EC Karte möglich. Selbst Kleinbeträge wurden auf der Insel mit Karte bezahlt. Nur bei den meisten unserer besuchten Campinplätze wurde ausnahmslos Bargeld akzeptiert.
Während unserem Besuch lag der Kurs bei 1,20 € das Pfund.
Das Wechseln der Währung, so unsere Erfahrung, war vor Ort am günstigsten (Geldautomat und bargeldloses zahlen). In Deutschland haben wir das Pfund für 1,25 € erhalten, auf der Insel hingegen für 1,15 €. Wir haben aber auch eine Bank, die uns keine Auslandgebühr für Zahlungen außerhalb des Euro Raumes abzieht. Am teuersten war die Bargeldversorgung auf der Fähre nach Dover (fast 1,30 €/Pfund).






Tankstellen
Das Tankstellennetz ist flächendeckend. Jedoch je abgelegener der Ort umso teurer war der Diesel. Am günstigsten tankten wir an den Tesco Supermärkten.




Gesamtkosten
Wir haben eine Aufstellung erstellt. Aus dieser wird ersichtlich, das uns der Urlaub allem in allem knapp 2000 € gekostet hat.
Die teuersten Posten waren die Fähre, der Sprit und das Katzenhotel für unsere Fellnasen.





Literatur und DVD
Für die Planung der Reise benutzten wir neben dem Internet auch diverse Bücher und Karten. Empfehlenswert dafür waren folgende:
Reiseführer: Mit dem Wohnmobil nach Schottland (Womo-Reihe)
Straßenatlas: AA Big Road Atlas Britain
Faltkarte: Reise Know-How Landkarte Schottland (1:400.000): world mapping project
Reiseführer: Der Reiseführer - SchottlandMARCO POLO Reiseführer Schottland 
DVD: Der Reiseführer - Schottland

BritStops
Auch den Stellplatzführer BritStop hatten wir uns besorgt. Wie das "Landvergnügen" in Deutschland gibt es in Großbritannien "BritStop". Nach dem Kauf eines Stellplatzführer kann man kostenlos für eine Nacht bei ausgewählten Pubs, Geschäften oder Farmen übernachten. Gern gesehen ist es, wenn man beim Gastgeber noch einkehrt. Eine große Infrastruktur gibt es auf solchen Plätzen normalerweise nicht. Da wir nur auf einem dieser Plätze übernachtet haben, rechnete sich für uns der Kauf nicht. Der Stellplatzführer kostet umgerechnet fast 50 €, also sollte man ihn mindestens dreimal nutzen.



Auf jeden Fall war dies nicht der letzte Besuch der Insel. Auch Irland hat es uns angetan. Jetzt heißt es aber erstmal abwarten, wie es mit dem Brexit in Großbritannien weitergeht.

Alle unsere Bilder als Diaschau

Tag 1


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