Donnerstag, 5. Mai 2016

Osterreise 2016, unsere erste Tour im eigenen Mobil -Bremen Tag 2-

Sonntag, 27.03.2016: Der zweite Tag in Bremen; Frühstück im Cafe Sand, spazieren im Schnoorviertel und Osterwiese
Mein Tag begann wie der vorige: Entsorgung der Toilette. Dieses Mal klapp es besser. Allmählich kommt die Erfahrung zurück und die Hände bleiben trocken. Wegen unseres Toilettenchemie-Engpasses fülle ich auch nur eine halbe Kappe der blauen Flüssigkeit in unsere Kassette. Jetzt reicht die Chemie zumindest noch bis Dienstag. Da wir bis jetzt jeden Tag die Kassette leer machen, ist diese Menge an Flüssigkeit vollkommen ausreichend.
Nach dieser Pflichtaufgabe kommt die Kür. Diese besteht darin Sebastian zu wecken und uns fertig zu machen. Heute ist Ostersonntag. Wir gehen zur Feier des Tages ins benachbarte Cafe Sand (Bitte Impressum beachten!)) zum Frühstück. Pünktlich um 10.00 Uhr erreichen wir bei typischem norddeutschen Schietwetter den Weserstrand. Bereits im Vorfeld kann man auf der Homepage des Cafe Sands Karten und Reservierung für dieses Frühstück buchen. Das Büffet kostet 8,00 € pro Person. Bereits am Eingang sehen wir, was es leckeres zum Essen gibt. Das Angebot umfasst unter anderem: diverse Brot- und Brötchenleckereien, Croissants, Marmelade, Honig, Nutella, Wurst- sowie Käseaufschnitt, Obstsalat, zwei Sorten Mousse und vieles mehr. Ebenfalls im Preis inbegriffen ist ein Glas Orangensaft pro Person. Alle weiteren Getränke werden gesondert berechnet. Bereits jetzt läuft uns schon das Wasser im Mund zusammen. Wir gehen schnurstracks zur Theke. Ich "melde" uns an. Prompt erhalten wir einen Tisch direkt am Fenster mit Blick auf den Weserstrand. Als Getränke ordern wir drei Latte Macchiato, bevor ich mich zum Buffet aufmache. Zur Einstimmung gönne ich mir Rührei, Bacon und kleine Würste. Als "Sättigungsbeilage" landen noch drei kleine Brötchen auf dem Teller. Lecker. Beim zweiten Gang entdecke ich ein feines Graubrot. Dieses schmeckt noch besser mit Zwiebelmett belegt. Ich zähle nicht mehr meine Gänge zum Büffet. Auch Sebastian und Nadine lassen es sich schmecken. Die beiden gehen ebenfalls mehrmals an die "Frühstücksstation". Als Abschluss dieser ersten Mahlzeit des Tages gönne ich mir noch ein Dessert in Form von Mousse und Obstsalat.
fertig & satt
Wir sind alle bums-satt. Ich zahle unsere fünf Latte Macchiato, bevor es zurück zum Stellplatz geht.
Lecker gefrühstückt, jetzt heißt es erstmal faulenzen. Pünktlich mit dem aufgeheiterten Himmel gegen 14.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Osterwiese (Bitte Impressum beachten!)), eine große Kirmes in der Nähe des Hauptbahnhofes an der Bürgerweide. An der Rezeption unseres Stellplatzes erhalten wir eine kurze Wegbeschreibung dorthin und buchen eine weitere Nacht "Am Kuhhirten". Unterwegs bemerken wir, welch eine schöne Stadt Bremen ist. Zuerst geht es an der Altstadt vorbei. Wir streifen an diversen Geschäften vorbei. Kurz vor dem Loriotplatz sehen wir links eine Mühle. Nach ausgiebiger Recherche stellt sich heraus, das dies die Mühle am Wall ist. Leider fehlt uns die Zeit dorthin einen Abstecher zu machen, denn auch eine Besichtigung der Anlage ist machbar. Aber irgendwann, wenn wir wieder nach Bremen reisen, steht diese Mühle auf unserem Besuchsprogramm.


Mühle am Wall

Waffen, gefährliche Gegenstände usw. verboten
aber Fahrräder frei

und das Ganze am Loriotplatz
Wir sind im Bahnhofsviertel (dem sogenannten Discoviertel) angelangt; deshalb diese Verbotsschilder. Rund um den Bahnhof das typische Bild. Viele Kioske, Imbissbuden und bekannte Fast-Foods Restaurant. Wir müssen durch das Bahnhofsgebäude gehen um auf die Osterwiese zu gelangen. Nebenbei stoppen wir noch in der Rossmannfiliale und besorgen noch ein paar dringend benötigte Drogerieartikel. Nun kann unser Rummelbesuch los gehen.
Wir betreten die Osterwiese. Ein riesiges Gelände mit vielen Karussells, Schießbuden und auch Essensstände liegt vor uns. Für uns Saarländer war dies eher ein Freizeitpark. Fahrgeschäfte, welche wir bei uns nicht auf einer Kirmes gesehen haben. Es gibt diverse Achterbahnen (ohne Loopings), eine Wildwasserbahn, einige Schieß- und Losbuden, selbstverständlich auch Berg- und Talbahnen oder auch Autoscooter usw. Ich selbst spiele ein wenig (erfolglos) an den Greifautomaten und Sebastian versucht sein Glück beim Luftgewehr schießen. Das leckere Kirmeseis gönnen wir uns nicht, da wir lieber nachher wieder an der Schnoortreppe zum Eisessen stoppen. Unser Rundgang über das Festgelände dauert fast zwei Stunden.



Frauenparkplatz
Die besondere Art der Bremer Stadtmusikanten
So liebe ich sie auch, allerdings gebraten ;-)
Allmählich wird es Zeit wieder zurück in Richtung Stellplatz zu gehen. Zum Abschluss des Bremen-Aufenthaltes wollen wir nochmals ein Eis an der Schnoortreppe, einmal durchs Schnoorviertel spazieren und mit der Fähre übersetzen. Dies alles muss bis 19.00 Uhr passiert sein, da dann die Betriebszeit der Fähre endet. Die Eisdiele erreichen wir um 18:00 Uhr. Heute gönnen wir uns nur 2 bzw. 1 Kugel Eis. Mit der kalten Köstlichkeit in der Hand spazieren wir erneut durchs Schnoor. Kaum sind die Geschäfte geschlossen, ist auch kein Betrieb in den engen Gassen dieses Viertels. Wir bestaunen die winzigen Schaufenster, haben aber auch die Möglichkeiten winzige Details an den Häusern zu entdecken, die wir gestern nicht gesehen haben. 

Gestern gar nicht gesehen
Nun hieß es für uns Abschied nehmen vom Schnoor. Es ist bereits 18:45 Uhr und die letzte Fähre fährt um 19:00 Uhr. Wir nehmen unsere Füße in die Hand. Die Anlegestelle erreichen wir kurz vor Betriebsschluss und setzten über in Richtung Cafe Sand. Leider hat das Restaurant schon geschlossen. Ein Abschiedstrunk an der Weser bliebt uns deshalb verwehrt.
Auf direktem Weg gehn wir zu unserem Wohnmobil zurück. Wir haben ja zum Glück von meinen Eltern noch eine Flasche Wein in den Kühlschrank gestellt bekommen. Dieser muss an diesem Abend als Abschiedstrunk herhalten.
Passenderweise dazu gibt es zum Abendessen Pasta a la panna (Nudeln mit Schinken-Sahne Sauce). Ein Gericht, welches schnell zubereitet ist und auch einen Schuss Wein zum Kochen benötigt - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 
Das Essen verputzen wir restlos. Auch vom Wein bleibt kein Schluck mehr übrig. Schade: das wir nur eine Überraschungsflasche in den Kühlschrank gestellt bekommen haben. Als wir mit dem Spülen fertig sind, beginnen wir bereits einige Sachen abfahrtgerecht zu verstauen, schließlich fahren wir morgen weiter in Richtung Nordsee. Den Rest des Abends verbringen wir gemütlich in unserer Essecke. Wir spielen Stadt, Land, Fluss, hören FFN und haben einen Mordsspass. Gegen 23:00 Uhr ist Bettruhe angesagt. Erneut geht ein schöner Tag zu Ende.

Fazit Bremen: Eigentlich wollten wir das Osterwochenende in Amsterdam verbringen. Beim Recherchieren im Internet erfuhren wir, dass an diesem Wochenende ein großes Fußballspiel (Niederlande gegen Frankreich) stattfindet. Darauf und vor allem auf den ganzen Sicherheitsstress drumherum haben wir keinen Bock. Als Alternative hatten wir noch Hamburg im Petto. Leider gibt es in der City nur einen Stellplatz. Dieser ist aber seit knapp einem Jahr nur noch zur Hälfte nutzbar und nicht reservierbar. Da war es schon voraus zu sehen, dass dieser Platz freitagsmittags bei unserer Anreise belegt sein würde. Wir überlegten nach weiteren Alternativen. Dabei fiel uns Bremen ein. Aber auch mit dieser Stadt hatte ich ein wenig Probleme: Als HSV (Hamburger Sport Verein)- Fan fährt man normalerweise nicht so gerne nach Bremen. An einem normalen Wochenende wären wir auch nicht dorthin gefahren, aber es war Ostern und der Stellplatz "Am Kuhhirten" war einer der Plätze, auf den man reservieren kann. Im Nachhinein können wir den Besuch der Hansestadt empfehlen. Auf dem Stellplatz wurden wir sehr freundlich empfangen. Die von uns besuchte Führung war sehr spannend und interessant. In zwei Tagen sieht man allerdings nur ein Bruchteil der Stadt. 
Übrigens auch die Bremen Touristik Zentrale (BTZ) ist auf unseren Blog aufmerksam geworden:

Irgendwann werden wir erneut Bremen bereisen. 

Dia Schau aller unser "Bremer" Bilder

Aber jetzt geht es zuerst weiter ans Meer. Wohin das werden wir noch sehen.

gefahrene Kilometer: 0

Linksammlung: (Bitte Impressum beachten!)
Cafe Sand: Frühstücksbuffet
Osterwiese: Eine der größten Kirmes im norddeutschen Raum


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