Sonntag, 08.07.2018
Um sieben Uhr klingelt der Wecker. Schnell sind die Überbleibsel der letzten Nacht verräumt. Unsere Fahrt in Richtung Cux geht weiter. Bevor wir aber wieder auf die Autobahn auffahren wird noch an einer Tankstelle angehalten. Dort gibt es frischen Diesel für Stig sowie frische Brötchen für die Crew. Damit steht einem Frühstück später in Cuxhaven nichts mehr im Weg. Leider war die Auswahl des Übernachtungsplatz doch nicht so ideal. Wir müssen nun erstmal zurück in Richtung Bremen fahren. Im Nachhinein wären die beiden anderen Plätze besser gewesen. Diese liegen vor der Hansestadt und dies wäre ein halbe Stunde Zeitersparnis gewesen.
Bei Bremen führt uns der Weg zur A27 an Bremerhaven vorbei bis nach Cuxhaven. In Cux gibt es mindestens vier Stellplätze, die Campingplätze noch nicht mit eingerechnet.
In unserem Wohnmobilurlaub 2016 standen wir bereits auf dem Stellplatz am Fährhafen, die Platte. Dieses Mal soll es in den Ortsteil Döse gehen. Auch dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung. Der Vorteil an dem Ort: man befindet sich direkt zwischen dem Zentrum von Cuxhaven und dem Ortsteil Duhnen (das eigentliche Touristengebiet). Genauso wie in Duhnen ist vom Stellplatz der Sandstrand in kurzer Entfernung. Wir steuern also Döse an. Der erste Weg auf dem Stellplatz führt immer zur Versorgung. Patrik rangiert das Wohnmobil um bessernden Frischwassertank zu erreichen. Schnell den Schlauch aus der Garage genommen und am Wasserhahn angeschlossen. Da es ja bekanntlich keine einheitlichen Frischwasserzapfstellen gibt beginnt die Suche nach dem Automaten für das kühle Nass zu bezahlen. Bewaffnet mit der bordeigenen Kleingelddose (gefüllt mit Münzen in verschiedenen Stückelungen von 1€ bis zu 10 Cents) springt der Kasten irgendwann ins Auge. Aber was ist das? Das komische Gerät möchte kein Geld. In den Einwurf passen nur bestimmte Wertmarken. Erneut blickt sich Patrik um findet eine "Gebrauchsanweisung". Auf der steht u.a. das diese Marken zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort abgeholt und bezahlt werden müssen. Auch ist die Stellfläche für die Womos ein Teil eines PKW Parkplatzes umgeben von diversen Verkaufsbuden. In unseren Augen wirkte es alles so ein wenig ungepflegt und irgendwie komisch. Aus diesem Grund verlassen wir umgehend den Platz und beschließen jetzt nach Duhnen zu fahren.
Auch dieser ist in privater Hand und ebenfalls Teil eines PKW Parkplatzes aber er wirkt irgendwie gepflegter und nicht so anonym. Allerdings liegt der Ortsteil Duhnen etwas außerhalb von Cuxhaven Zentrum und auch vom Anleger der Helgolandfähre. Aber man muss eben Abstriche machen. Wofür sind die Fahrräder an Bord?
Nach noch nicht einmal fünf Minuten stehen wir nun an der Schrankenanlage für den Stellplatz in Duhnen.
Hier wird die Einfahrt per Parkschein geregelt und abgerechnet. Da wir auch auf diesem Platz schon standen, allerdings nur zum parken (was auch gegen Gebühr machbar ist), findet Patrik ohne viel Sucherei die Ver- & Entsorgung. Diese ist ganz einfach gestaltet. Es gibt zwei Bodeneinlässe für das Grauwasser, eine Chemietoiletten-Entsorgung und zwei Wasserhähne für das Frischwasser. Ruckzuck ist unser Trinkwasser voll. Wie immer kommt jetzt das Problem, den besten Stellplatz zu finden.
Achtung Ironie: Leider gibt es noch genügend Plätze, dadurch gestaltet sich die Suche als schwierig.
Der eine Platz ist zu klein, bei dem anderen steht ein Baum im Weg (dadurch keine Fernsehempfang) und bei dem nächsten ist der Weg zum Stromkasten zu weit.
Apropos Strom: die Kästen dafür sind außen an den Plätzen verteil. Es gibt keine Stromsäulen an allen Plätzen. Dadurch ist bereits jetzt ein Kabelwirwarr vorprogrammiert. Ebenso wird der Stecker des Stromkabels zu bestimmten Zeiten vom Platzwart in den entsprechenden Kasten ein- bzw. ausgestöpselt. Auch die Bezahlung des Stromes erfolgt pauschal.(2 € je Tag) bei ihm.
Wir stellen erstmal das Wohnmobil ab und machen uns zu Fuß auf die Suche nach dem "besten" Stellplatz. Irgendwann werden wir fündig. Nadine bleibt als Reservierer stehen und Patrik zeigt Stig den Weg dorthin.
Gemeinsam geht es ans herrichten des Mobiles. Wie immer kümmert sich Nadine innen um alles, während Patrik außen tätig wird. Seit neuestem haben wir ein Kabeltrommel mit 20 Meter Kabellänge dabei. Diese kommt nun zum Einsatz. Leider reicht die Länge nicht, aber es gibt noch diverse Verlängerungen in der Wohnmibilgarage. Irgendwann hängen wir dann am Kabel. Der Stecker legt Patrik an den Stromkasten, in der Hoffnung das er später eingesteckt wird.
Auch Nadine ist fertig. Unsere neue Ablage bewährt sich ebenfalls. Nun können wir das Frühstück zubereiten.
Dieses ist eine ehemalige Marinefestung. Sie liegt auf der letzten Landspitze an der Elbmündung hinter dem Seedeich nahe dem namensgebenden Seezeichen der Kugelbake. Das Fort wurde zwischen 1869 und 1879 an einer strategisch günstigen Position an der Flussmündung errichtet, um mit seinen 14 Küstengeschützen feindlichen Kriegsschiffen, damals den französischen, die Zufahrt zur Elbe zu versperren. Heute ist es das letzte erhaltene Artilleriefort der Marine an der deutschen Nordseeküste (Quelle und weitere Infos gibt es bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Auch an dem bereits erwähnten hölzernen Seezeichen, der Kugelbake, fahren wir vorbei. Gemessen vom mittleren Tidehochwasser bis zur Mitte der kleinen Kugel beträgt ihre Höhe 28,4 m. Der Ausdruck Bake geht auf das Mittelalter zurück, in dem alle Seezeichen – auch Leuchttürme – so genannt wurden. Sie ist das Wahrzeichen von Cuxhaven und seit 1913 im Wappen der Stadt abgebildet. Ein Vorgängerbauwerk diente noch als Leuchtturm; heute wird die Kugelbake nur noch nachts als Touristenattraktion angestrahlt. Sie bildet die seewärtige Begrenzung der Elbe, also das Ende der Binnenelbe nach dem Bundeswasserstraßengesetz. Die Kugelbake steht an einem stark befahrenen Schifffahrtsweg und war ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt. Geographisch endet hier die Elbe, und es beginnt die Nordsee; aus nautischer Sicht trennt sie Außen- und Unterelbe. Die Elbmündung hat auf Höhe der Kugelbake eine Breite von etwa 18 km. Die Kugelbake befindet sich in der Nähe des nördlichsten Punktes Niedersachsens. Symbolisch betrachtet trennt das Seezeichen das Elbe- und das Weser-Mündungsgebiet voneinander (Quelle und weitere Infos gibt es wie immer bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)).
Nach dem historischen holt uns die Gegenwart wieder ein. Wir nähern uns dem Zentrum von Cuxhaven und dem dort befindlichen innerstädtischen Grasstrand. Auch irgendwie komisch, zuerst Sand und dann Gras. Aber natürlich gibt es auch dort Strandkörbe in Hülle und Fülle.
Jeder der in Cuxhaven was auf sich hält hat seinen eigenen. Auch Patrik hätte seinen ebenfalls schon gefunden. Der Fährhafen kommt bereits in Sichtweite. Nur sind wir leider auf der falschen Seite des Deiches. Am Hamburger Leuchtturm besteht die Möglichkeit hinter oder doch vor den Deich zu wechseln. Ab jetzt ist es bis Fähranleger nur noch ein Katzensprung. Allem in allem betrug der Weg knapp sechs Kilometer und wir haben dafür gemütliche 30 Minuten gebraucht. Es gilt den Rückweg anzutreten. Das Zentrum von Cuxhaven reizt uns gar nicht.
Wir wollen ein wenig in Duhnen flanieren.
Um sieben Uhr klingelt der Wecker. Schnell sind die Überbleibsel der letzten Nacht verräumt. Unsere Fahrt in Richtung Cux geht weiter. Bevor wir aber wieder auf die Autobahn auffahren wird noch an einer Tankstelle angehalten. Dort gibt es frischen Diesel für Stig sowie frische Brötchen für die Crew. Damit steht einem Frühstück später in Cuxhaven nichts mehr im Weg. Leider war die Auswahl des Übernachtungsplatz doch nicht so ideal. Wir müssen nun erstmal zurück in Richtung Bremen fahren. Im Nachhinein wären die beiden anderen Plätze besser gewesen. Diese liegen vor der Hansestadt und dies wäre ein halbe Stunde Zeitersparnis gewesen.
Bei Bremen führt uns der Weg zur A27 an Bremerhaven vorbei bis nach Cuxhaven. In Cux gibt es mindestens vier Stellplätze, die Campingplätze noch nicht mit eingerechnet.
In unserem Wohnmobilurlaub 2016 standen wir bereits auf dem Stellplatz am Fährhafen, die Platte. Dieses Mal soll es in den Ortsteil Döse gehen. Auch dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung. Der Vorteil an dem Ort: man befindet sich direkt zwischen dem Zentrum von Cuxhaven und dem Ortsteil Duhnen (das eigentliche Touristengebiet). Genauso wie in Duhnen ist vom Stellplatz der Sandstrand in kurzer Entfernung. Wir steuern also Döse an. Der erste Weg auf dem Stellplatz führt immer zur Versorgung. Patrik rangiert das Wohnmobil um bessernden Frischwassertank zu erreichen. Schnell den Schlauch aus der Garage genommen und am Wasserhahn angeschlossen. Da es ja bekanntlich keine einheitlichen Frischwasserzapfstellen gibt beginnt die Suche nach dem Automaten für das kühle Nass zu bezahlen. Bewaffnet mit der bordeigenen Kleingelddose (gefüllt mit Münzen in verschiedenen Stückelungen von 1€ bis zu 10 Cents) springt der Kasten irgendwann ins Auge. Aber was ist das? Das komische Gerät möchte kein Geld. In den Einwurf passen nur bestimmte Wertmarken. Erneut blickt sich Patrik um findet eine "Gebrauchsanweisung". Auf der steht u.a. das diese Marken zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort abgeholt und bezahlt werden müssen. Auch ist die Stellfläche für die Womos ein Teil eines PKW Parkplatzes umgeben von diversen Verkaufsbuden. In unseren Augen wirkte es alles so ein wenig ungepflegt und irgendwie komisch. Aus diesem Grund verlassen wir umgehend den Platz und beschließen jetzt nach Duhnen zu fahren.
Auch dieser ist in privater Hand und ebenfalls Teil eines PKW Parkplatzes aber er wirkt irgendwie gepflegter und nicht so anonym. Allerdings liegt der Ortsteil Duhnen etwas außerhalb von Cuxhaven Zentrum und auch vom Anleger der Helgolandfähre. Aber man muss eben Abstriche machen. Wofür sind die Fahrräder an Bord?
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| Strandparkplatz Cuxhaven Duhnen |
Nach noch nicht einmal fünf Minuten stehen wir nun an der Schrankenanlage für den Stellplatz in Duhnen.
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| Schrankenanlage |
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| Ver- und Entsorgung |
Achtung Ironie: Leider gibt es noch genügend Plätze, dadurch gestaltet sich die Suche als schwierig.
Der eine Platz ist zu klein, bei dem anderen steht ein Baum im Weg (dadurch keine Fernsehempfang) und bei dem nächsten ist der Weg zum Stromkasten zu weit.
Apropos Strom: die Kästen dafür sind außen an den Plätzen verteil. Es gibt keine Stromsäulen an allen Plätzen. Dadurch ist bereits jetzt ein Kabelwirwarr vorprogrammiert. Ebenso wird der Stecker des Stromkabels zu bestimmten Zeiten vom Platzwart in den entsprechenden Kasten ein- bzw. ausgestöpselt. Auch die Bezahlung des Stromes erfolgt pauschal.(2 € je Tag) bei ihm.
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| Unser "Kabelwirrwarr" |
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| Unsere neue Kabeltrommel |
Wir stellen erstmal das Wohnmobil ab und machen uns zu Fuß auf die Suche nach dem "besten" Stellplatz. Irgendwann werden wir fündig. Nadine bleibt als Reservierer stehen und Patrik zeigt Stig den Weg dorthin.
Gemeinsam geht es ans herrichten des Mobiles. Wie immer kümmert sich Nadine innen um alles, während Patrik außen tätig wird. Seit neuestem haben wir ein Kabeltrommel mit 20 Meter Kabellänge dabei. Diese kommt nun zum Einsatz. Leider reicht die Länge nicht, aber es gibt noch diverse Verlängerungen in der Wohnmibilgarage. Irgendwann hängen wir dann am Kabel. Der Stecker legt Patrik an den Stromkasten, in der Hoffnung das er später eingesteckt wird.
Auch Nadine ist fertig. Unsere neue Ablage bewährt sich ebenfalls. Nun können wir das Frühstück zubereiten.
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| Die selbstgezimmerte Ablage |
Während der ersten Mahlzeit des Tages besprechen wir wie es heute weiter geht.
Das Frühstücksgeschirr wird wie immer in der großen Spülschüssel gesammelt für heute Abend. Patrik hat vorhin bereits die Drahtesel fahrfertig gemacht. So steht der ersten Radtour in diesem Jahr nichts mehr im Weg. Damit wir ungefähr wissen wie lange die Fahrt zum Fähranleger geht fahren wir dorthin. Parallel zum Deich führt der Radweg zuerst an Döse, damit auch an dem aus der Wahl gefallenen Stellplatz, vorbei. Wir bekommen das Fort Kugelbake zu Gesicht. ![]() |
| Kugelbake |
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| Fort Kugelbake |
Dieses ist eine ehemalige Marinefestung. Sie liegt auf der letzten Landspitze an der Elbmündung hinter dem Seedeich nahe dem namensgebenden Seezeichen der Kugelbake. Das Fort wurde zwischen 1869 und 1879 an einer strategisch günstigen Position an der Flussmündung errichtet, um mit seinen 14 Küstengeschützen feindlichen Kriegsschiffen, damals den französischen, die Zufahrt zur Elbe zu versperren. Heute ist es das letzte erhaltene Artilleriefort der Marine an der deutschen Nordseeküste (Quelle und weitere Infos gibt es bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Auch an dem bereits erwähnten hölzernen Seezeichen, der Kugelbake, fahren wir vorbei. Gemessen vom mittleren Tidehochwasser bis zur Mitte der kleinen Kugel beträgt ihre Höhe 28,4 m. Der Ausdruck Bake geht auf das Mittelalter zurück, in dem alle Seezeichen – auch Leuchttürme – so genannt wurden. Sie ist das Wahrzeichen von Cuxhaven und seit 1913 im Wappen der Stadt abgebildet. Ein Vorgängerbauwerk diente noch als Leuchtturm; heute wird die Kugelbake nur noch nachts als Touristenattraktion angestrahlt. Sie bildet die seewärtige Begrenzung der Elbe, also das Ende der Binnenelbe nach dem Bundeswasserstraßengesetz. Die Kugelbake steht an einem stark befahrenen Schifffahrtsweg und war ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt. Geographisch endet hier die Elbe, und es beginnt die Nordsee; aus nautischer Sicht trennt sie Außen- und Unterelbe. Die Elbmündung hat auf Höhe der Kugelbake eine Breite von etwa 18 km. Die Kugelbake befindet sich in der Nähe des nördlichsten Punktes Niedersachsens. Symbolisch betrachtet trennt das Seezeichen das Elbe- und das Weser-Mündungsgebiet voneinander (Quelle und weitere Infos gibt es wie immer bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)).
Nach dem historischen holt uns die Gegenwart wieder ein. Wir nähern uns dem Zentrum von Cuxhaven und dem dort befindlichen innerstädtischen Grasstrand. Auch irgendwie komisch, zuerst Sand und dann Gras. Aber natürlich gibt es auch dort Strandkörbe in Hülle und Fülle.
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| Patriks Strandkorb |
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| Zurück mit Gegenwind |
Vielleicht springt ja auch noch ein Eis dabei raus. Erneut geht es wieder an der Kugelbake, dem Fort und dem Ortsteil Döse vorbei. Am Ortseingang Duhnen bzw. der Strandpromenade werden die Fahrräder an einem Zaun festgekettet. Wir gehen nun zu Fuß an der Promenade entlang.
Ein Lokal neben dem anderen. Dazwischen noch der ein oder andere Souvenirladen. Auch das reizt uns nicht. Nadine sucht noch ein Geschäft das sog. Wattsocken führt. Wir durchstreifen die Souvenirläden, werden aber nicht fündig. In der Ortsmitte sind auch noch "normale" Einzelhändler, aber auch diese führen keine Wattsocken. Irgendwie komisch, vor zwei Jahren als wir rund um Harlesiel usw. waren gab es diese in Hülle und Fülle. Am Erlebnisbad "ahoi" endet die Promenade. Für uns heißt das: Rückmarsch! An einem Coffee Bike, ein Fahrrad mit Kaffeemaschine also ein umweltfreundlicher Foodtruck, gönnen wir uns noch einen Eiskaffe. Na ja, es gab schon besseren. An den Fahrrädern angekommen entdeckt Patrik einen Verbindungsweg zur Hauptstraße. Diese nutzen wir umgehend, damit wird ein erneutes befahren der Strandpromenade vermieden. Vermeiden deshalb, weil heute Sonntag ist und nicht nur die Feriengäste den Ortsteil bevölkern sondern auch die Tagestouristen. Es herrscht reger Publikumsverkehr rund um den Strand. Apropos Strand: obwohl wir ja bereits Kurtaxe gezahlt oder wie Patrik es nennt, Touristenabzocke (denn wie es anders geht sehen wir u.a. in Maasholm) bzw. Strandeintrittsgeld, waren wir noch nicht dort. Auch dies ist dem heutigen Ansturm geschuldet.
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| Strandkorb an Strandkorb |
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| Flanieren in Duhnen |
Ein Lokal neben dem anderen. Dazwischen noch der ein oder andere Souvenirladen. Auch das reizt uns nicht. Nadine sucht noch ein Geschäft das sog. Wattsocken führt. Wir durchstreifen die Souvenirläden, werden aber nicht fündig. In der Ortsmitte sind auch noch "normale" Einzelhändler, aber auch diese führen keine Wattsocken. Irgendwie komisch, vor zwei Jahren als wir rund um Harlesiel usw. waren gab es diese in Hülle und Fülle. Am Erlebnisbad "ahoi" endet die Promenade. Für uns heißt das: Rückmarsch! An einem Coffee Bike, ein Fahrrad mit Kaffeemaschine also ein umweltfreundlicher Foodtruck, gönnen wir uns noch einen Eiskaffe. Na ja, es gab schon besseren. An den Fahrrädern angekommen entdeckt Patrik einen Verbindungsweg zur Hauptstraße. Diese nutzen wir umgehend, damit wird ein erneutes befahren der Strandpromenade vermieden. Vermeiden deshalb, weil heute Sonntag ist und nicht nur die Feriengäste den Ortsteil bevölkern sondern auch die Tagestouristen. Es herrscht reger Publikumsverkehr rund um den Strand. Apropos Strand: obwohl wir ja bereits Kurtaxe gezahlt oder wie Patrik es nennt, Touristenabzocke (denn wie es anders geht sehen wir u.a. in Maasholm) bzw. Strandeintrittsgeld, waren wir noch nicht dort. Auch dies ist dem heutigen Ansturm geschuldet.
Aber Nadine hat Glück. Auf diesem Verbindungsweg befindet sich ebenfalls ein Geschäft. So ein Zwischending aus Sport-, Mode- und Souvenirladen. Hier wird sie fündig. Ab sofort ist Nadine stolze Besitzer von Wattsocken der Marke Beachies.
Nach fünf Minuten erreichen wir den Stellplatz. Auch dieser ist gut gefüllt. Zum Teil stehen PKW's auf den Womo Plätzen. Aber was wir persönlich viel schlimmer finden, ist das die Besucher zwischen den Wohnmobilen durchmarschieren um abzukürzen. Zuhause gehen wir bei denen ja auch nicht durch die Vorgärten! Aber diese Machenschaft wird sich im Laufe des Urlaubes noch öfters wiederholen, leider.
Der Platzwart hat seinen Job gemacht. Unser Wohnmobil hängt am Strom.
Wir schmeißen den Lotus-Grill an. Heute Abend gibt es Würstchen und Kartoffelsalat nach Omas Art.
Beides extra von zu Hause mitgebracht. Immer wieder lecker solch ein fürstliches Mahl. Wenn nur nicht das spülen des Grillrostes und der Auffangschale ist. Aber auch dies ist kein Problem. Bewaffnet mit der Spülschüssel, Grillreiniger und einem Topfkratzer beseitigt Patrik schnell die Überbleibsel dieses Abendessen.
Nun kann der gemütliche Abend vor dem Fernseher in der Dinette beginnen. Allerdings sind wir so platt, das uns schon kurze Zeit später die Augen zufallen und wir ins Bett übersiedeln.
Nach fünf Minuten erreichen wir den Stellplatz. Auch dieser ist gut gefüllt. Zum Teil stehen PKW's auf den Womo Plätzen. Aber was wir persönlich viel schlimmer finden, ist das die Besucher zwischen den Wohnmobilen durchmarschieren um abzukürzen. Zuhause gehen wir bei denen ja auch nicht durch die Vorgärten! Aber diese Machenschaft wird sich im Laufe des Urlaubes noch öfters wiederholen, leider.
Der Platzwart hat seinen Job gemacht. Unser Wohnmobil hängt am Strom.
Wir schmeißen den Lotus-Grill an. Heute Abend gibt es Würstchen und Kartoffelsalat nach Omas Art.
Beides extra von zu Hause mitgebracht. Immer wieder lecker solch ein fürstliches Mahl. Wenn nur nicht das spülen des Grillrostes und der Auffangschale ist. Aber auch dies ist kein Problem. Bewaffnet mit der Spülschüssel, Grillreiniger und einem Topfkratzer beseitigt Patrik schnell die Überbleibsel dieses Abendessen.
Nun kann der gemütliche Abend vor dem Fernseher in der Dinette beginnen. Allerdings sind wir so platt, das uns schon kurze Zeit später die Augen zufallen und wir ins Bett übersiedeln.
Montag, 09.07.2018
Gegen 8 Uhr ist der Schlaf der Gerechten beendet. Der übliche Morgenablauf auf Tour beginnt. Nadine geht zum duschen, hier in Cuxhaven im Wohnmobil und Patrik schwingt sich aufs Fahrrad um Brötchen zu kaufen. Er findet eine Bäckerei. Wie es sich herausstellt gibt es in Duhnen nur zwei dieser Art, deshalb stehen die Leute in Zweierreihen bis auf die Straße. So etwas ist Patrik gar nicht mehr gewöhnt. Aber es ist Urlaub und deswegen hat er Zeit, vor allem ist es auch nicht zu ändern. Trotz der Menschenschlange sind das Verkaufspersonal flott und schon kann Patrik seine Bestellung aufgeben. Bewaffnet mit einer Tüte Brötchen kommt er am Wohnmobil an. Nadine ist bereits fertig mit duschen und hat das Wasser für den Kaffee sowie die Frühstückseier auf den Herd zum kochen gestellt. Auch in diesem Urlaub kommt unsere Hand-Kaffeemühle zu Einsatz. Eine Investition die sich gelohnt hat. Endlich gibt es wieder feinen Kaffee an Bord.
Der Wasserkessel pfeifft, die Eier sind fertig, das Frühstück kann beginnen. Leider hat das Wetter umgeschlagen. Die Sonne lässt sich nicht blicken, es sind nur noch 15 Grad und sehr windig.
Auf Grund dieser Situation lassen wir es langsam angehen. Ein Baden in der Nordsee fällt ebenfalls aus. Nicht nur wetterbedingt nein auch wegen der Ebbe. Aber die Gezeiten haben einen Vorteil: wir können später durchs Watt spazieren und Nadine ihre neuen Socken ausprobieren. Leider ist der Spaziergang Gezeiten abhängig. Für den heutigen Tag ist das Wattwandern ab 14:00 Uhr uneingeschränkt möglich.
Wir haben bis dahin noch Zeit. Patrik nutzt diese um sich aufs Fahrrad zu schwingen und Einkäufe beim Discounter zu erledigen.
Schließlich haben wir uns entschlossen bis Mittwoch hier in Duhnen stehen zu bleiben und müssen deshalb einige Vorräte aufgefüllt werden. Der Weg bis zum Discounter sind ca. 4 Kilometer. Mit dem Fahrrad geht das zügig von statten. Der komplette Weg führt über ausgebaute Fahrradwege. Patrik arbeitet seine Einkaufsliste ab und fährt umgehend zurück. Dieses Mal allerdings am Deich entlang. Dies war ein Fehler. Es ist immer noch sehr windig und deshalb hat er Gegenwind. Das Fahren schmerzt in den Muskeln. Kurz vor dem Abzweig zu unserem Stellplatz erwartet ihn ein Schauspiel. Wie die Wattwanderungen zu bestimmten Zeiten nur möglich, sind auch die Wattwagenfahrten mit Pferdekutschen nur zu diesen Uhrzeiten möglich. Aus einem Seitenweg kommen auf einmal dutzende Kutschen die auf den Deich auffahren um dann an einer offiziellen Stelle ins Watt fahren. Gestern erlebten wir bereits dieses Schauspiel bei den "Heimfahrern". Wie an einer Perlenkette reiht sich eine Kutsche an die andere. Nadine wartet bereits auf Patrik am Deich und sieht sich ebenfalls das Schauspiel an. Gemeinsam bringen wir die Einkäufe zum Wohnmobil zurück.
Es wird Zeit um ebenfalls an den Strand zu gehen. Dort zieht Nadine ihre neuen Beachies an, Patrik läuft Barfuß durch den Schlamm oder Watt wie man es auch nennt.
Am Anfang ist der Boden noch weich, weiter weg vom Strand wird er richtig hart und ist begehbar wie eine richtiger Weg. Auch gibt es eine durch Reisigsträuche gekennzeichnete Fahrstraßen im Watt. Diese sind u.a. für die Pferdekutschen und führen zur Insel Neuwerk. Politisch liegt die Insel im Stadtteil Hamburg-Neuwerk im Bezirk Hamburg-Mitte der Freien und Hansestadt Hamburg, deren Stadtgebiet ca. 120 km Luftlinie in Richtung Ostsüdost entfernt liegt. Sie ist das Zentrum des 1990 gegründeten Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer (NPHW), zu dem neben dem ausgedehnten Wattgebiet auch die unbewohnten Nachbarinseln Nigehörn und Scharhörn gehören. Neben der Prägung Neuwerks durch die Jahrhunderte alten wirtschaftlichen Interessen Hamburgs an einer der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen sind die Insel und das weitläufige Watt ein bedeutender Lebensraum, unter anderem für Brut- und Rastvögel. Die Insel hat eine Fläche von ca. 3,3 km². Auf ihr leben insgesamt 36 Einwohner. Die höchste Erhebung Neuwerks liegt 7 m über NN.
Sie liegt ungefähr 15 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven. Das Neuwerker Watt und das schützende Außendeichgebiet, das Vorland, ermöglichen sehr anschaulich, die Prozesse des Gezeitenwechsels zu verfolgen, der regelmäßig (und besonders nach Stürmen) Bernstein anschwemmt. Im Gezeitenzyklus erreicht das Tidehochwasser den Neuwerker Anleger 30 Minuten vor dem Steubenhöft in Cuxhaven, da die Gezeitenwelle um den mittleren amphidromischen Punkt in der Nordsee gegen den Uhrzeigersinn läuft. Ein Tideniedrigwasserstand lässt sich für Neuwerk nicht feststellen, da der Pegel und fast die komplette Insel trocken fallen.
Die etwa drei Quadratkilometer große Fläche der Insel lässt sich in die beiden Vorländer und den eingedeichten Innengroden unterteilen. Der Inselkern (Binnengroden oder Innengroden) ist von einem etwa sieben Meter hohen Deich umgeben und nimmt circa 120 ha ein. Neben den Höfen, Wegen und Wiesen liegt im Süden die nochmals eingedeichte und erhöhte Turmwurt, in der sich neben dem Turm noch einige Häuser und der Turmplatz befinden, auf dem die Sahlenburger und Duhner Wattwagen ihre etwa einstündige Pause einlegen, bevor sie ihre Rückfahrt in gleicher Tide antreten. (Quelle und weiter Infos über Neuwerk gibt es u.a. bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!).
Gegen 8 Uhr ist der Schlaf der Gerechten beendet. Der übliche Morgenablauf auf Tour beginnt. Nadine geht zum duschen, hier in Cuxhaven im Wohnmobil und Patrik schwingt sich aufs Fahrrad um Brötchen zu kaufen. Er findet eine Bäckerei. Wie es sich herausstellt gibt es in Duhnen nur zwei dieser Art, deshalb stehen die Leute in Zweierreihen bis auf die Straße. So etwas ist Patrik gar nicht mehr gewöhnt. Aber es ist Urlaub und deswegen hat er Zeit, vor allem ist es auch nicht zu ändern. Trotz der Menschenschlange sind das Verkaufspersonal flott und schon kann Patrik seine Bestellung aufgeben. Bewaffnet mit einer Tüte Brötchen kommt er am Wohnmobil an. Nadine ist bereits fertig mit duschen und hat das Wasser für den Kaffee sowie die Frühstückseier auf den Herd zum kochen gestellt. Auch in diesem Urlaub kommt unsere Hand-Kaffeemühle zu Einsatz. Eine Investition die sich gelohnt hat. Endlich gibt es wieder feinen Kaffee an Bord.
Der Wasserkessel pfeifft, die Eier sind fertig, das Frühstück kann beginnen. Leider hat das Wetter umgeschlagen. Die Sonne lässt sich nicht blicken, es sind nur noch 15 Grad und sehr windig.
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| Wolkig, windig, kalt Baden unmöglich |
Wir haben bis dahin noch Zeit. Patrik nutzt diese um sich aufs Fahrrad zu schwingen und Einkäufe beim Discounter zu erledigen.
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| Gesehen, unterwegs zum Discounter |
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| Im Watt unterwegs |
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| Nadine und ihre Beachies |
Sie liegt ungefähr 15 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven. Das Neuwerker Watt und das schützende Außendeichgebiet, das Vorland, ermöglichen sehr anschaulich, die Prozesse des Gezeitenwechsels zu verfolgen, der regelmäßig (und besonders nach Stürmen) Bernstein anschwemmt. Im Gezeitenzyklus erreicht das Tidehochwasser den Neuwerker Anleger 30 Minuten vor dem Steubenhöft in Cuxhaven, da die Gezeitenwelle um den mittleren amphidromischen Punkt in der Nordsee gegen den Uhrzeigersinn läuft. Ein Tideniedrigwasserstand lässt sich für Neuwerk nicht feststellen, da der Pegel und fast die komplette Insel trocken fallen.
Die etwa drei Quadratkilometer große Fläche der Insel lässt sich in die beiden Vorländer und den eingedeichten Innengroden unterteilen. Der Inselkern (Binnengroden oder Innengroden) ist von einem etwa sieben Meter hohen Deich umgeben und nimmt circa 120 ha ein. Neben den Höfen, Wegen und Wiesen liegt im Süden die nochmals eingedeichte und erhöhte Turmwurt, in der sich neben dem Turm noch einige Häuser und der Turmplatz befinden, auf dem die Sahlenburger und Duhner Wattwagen ihre etwa einstündige Pause einlegen, bevor sie ihre Rückfahrt in gleicher Tide antreten. (Quelle und weiter Infos über Neuwerk gibt es u.a. bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!).
Natürlich wird der Weg nicht nur von den Kutschen und den Wanderer genutzt. Nein, auch eine Gruppe Reiter macht sich auf den Weg nach Neuwerk.
Auf dem Fahrweg gelten wie auf einer Straße besondere Regeln. Diese bemerkt man wenn sich Reiter und Kutschen begegnen, denn dann ist Schritttempo angesagt.
Wir gehen zurück zum Strand. Der Sand ist dort noch ziemlich warm von den zurückliegenden Sonnentagen. Patrik beschließt seine Füße ein wenig einzugraben und so die natürlich Heizung zu nutzen.
Jetzt lohnt sich erst recht, die auf dem Deich befindlichen Fußduschen. Diese werden von uns ausgiebig genutzt um den Wattschlamm und den Sand abzuspülen. Trotzdem ist es uns immer noch kühl. Wir beschließen in einem Lokal einzukehren. Schließlich ist auch Kaffeezeit.
In der ehemaligen Lesehalle, für alle Geocacher unter den Lesern: hier befindet sich ein liebevoll gestalteter Geocache (Bitte Impressum beachten!), gönnen wir uns je ein Stück Marzipantorte und eine Latte Macchiatto.
Gut gestärkt geht es zurück. Dieses Mal über den Deich an der Strandseite entlang. Wegen dem bescheidenen Wetter ist auch kein Kurtaxenkontrolleur unterwegs. Gestern sah das anders aus. An jedem Strandzugang saß jemand und kontrollierte die Kurkarten bzw. "kassierte" Strandeintritt.
Gut gelaunt und entspannt erreichen wir das Wohnmobil. Dabei bemerkt Patrik, das es aus dem Abwassertank tropft. Verdammt, was machen wir jetzt. Patrik kommt zu dem Entschluss einen Eimer unterzustellen um dann den Abwasserhahn kurz zu öffnen und wieder zu schließen. Es sei kurz erwähnt, das der Abwassertank von einem sogenannten Kugelventil geschlossen wird. Bei diesem Ventil gibt es zwei Stellungen: Auf oder Zu. Vielleicht hat sich ja Dreck dazwischen verfangen. Durch kurzes öffnen und schließen erhofft sich Patrik das dieser sich dann löst. Leider Fehlanzeige. Er lässt den Eimer trotzdem unter dem Rohr stehen.
Während Patrik das Abendessen für morgen vorbereitet (wir machen einen Tagesausflug nach Helgoland) überlegt er sich ein Lösung. An unserem Abwasserrohr hat er eine GeKa Schnellkupplung verbaut um daran einen Abwasserschlauch anzuschließen. Für diese System, die natürlich genormt sind, gibt es auch Blindstopfen. Ein Baumarkt hat solche Teile
normalerweise im Sortiment. Wir fragen Tante Guugel und werden fündig. Es gibt in unmittelbarer Nähe (sechs Kilometer) einen Raiffeisen Markt. Patrik schwingt sich erneut auf sein Rad und fährt hin. Er wird fündig. Stolz wird Nadine das entsprechende Teil präsentiert und direkt angebaut. Es funktioniert. Was jetzt genau ist müssen wir zu Hause in aller Ruhe prüfen.
Nadine hat in Abwesenheit von Patrik das morgige Essen fertig gemacht. Nun kann der Grill für heute Abend erneut angeschmissen werden. Schließlich sind immer noch einige Würste in unserem Kühlschrank.
Der Rest des Abends gestaltet sich wie immer. Essen, spülen, fernsehen, schlafen.
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| Reiter unterwegs nach Neuwerk |
Bei unserem Wattbesuch sehen wir auch die Kutschen, die wieder von Neuwerk zurückkehren. Selbstverständlich können auch professionelle Wattwanderungen mit den entsprechenden Wattführer gebucht werden.
Uns wird es allmählich zu kalt. Vor allem an den Füßen.![]() |
| Kaltes Wasser ==> kalte Füße |
Jetzt lohnt sich erst recht, die auf dem Deich befindlichen Fußduschen. Diese werden von uns ausgiebig genutzt um den Wattschlamm und den Sand abzuspülen. Trotzdem ist es uns immer noch kühl. Wir beschließen in einem Lokal einzukehren. Schließlich ist auch Kaffeezeit.
In der ehemaligen Lesehalle, für alle Geocacher unter den Lesern: hier befindet sich ein liebevoll gestalteter Geocache (Bitte Impressum beachten!), gönnen wir uns je ein Stück Marzipantorte und eine Latte Macchiatto.
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| Mahlzeit |
Gut gelaunt und entspannt erreichen wir das Wohnmobil. Dabei bemerkt Patrik, das es aus dem Abwassertank tropft. Verdammt, was machen wir jetzt. Patrik kommt zu dem Entschluss einen Eimer unterzustellen um dann den Abwasserhahn kurz zu öffnen und wieder zu schließen. Es sei kurz erwähnt, das der Abwassertank von einem sogenannten Kugelventil geschlossen wird. Bei diesem Ventil gibt es zwei Stellungen: Auf oder Zu. Vielleicht hat sich ja Dreck dazwischen verfangen. Durch kurzes öffnen und schließen erhofft sich Patrik das dieser sich dann löst. Leider Fehlanzeige. Er lässt den Eimer trotzdem unter dem Rohr stehen.
Während Patrik das Abendessen für morgen vorbereitet (wir machen einen Tagesausflug nach Helgoland) überlegt er sich ein Lösung. An unserem Abwasserrohr hat er eine GeKa Schnellkupplung verbaut um daran einen Abwasserschlauch anzuschließen. Für diese System, die natürlich genormt sind, gibt es auch Blindstopfen. Ein Baumarkt hat solche Teile
normalerweise im Sortiment. Wir fragen Tante Guugel und werden fündig. Es gibt in unmittelbarer Nähe (sechs Kilometer) einen Raiffeisen Markt. Patrik schwingt sich erneut auf sein Rad und fährt hin. Er wird fündig. Stolz wird Nadine das entsprechende Teil präsentiert und direkt angebaut. Es funktioniert. Was jetzt genau ist müssen wir zu Hause in aller Ruhe prüfen.
Nadine hat in Abwesenheit von Patrik das morgige Essen fertig gemacht. Nun kann der Grill für heute Abend erneut angeschmissen werden. Schließlich sind immer noch einige Würste in unserem Kühlschrank.
Der Rest des Abends gestaltet sich wie immer. Essen, spülen, fernsehen, schlafen.
Dienstag, 10.07.2018
Heute geht es nach Helgoland. Deshalb macht der Wecker uns bereits um 07:00 Uhr wach. Patrik geht ausnahmsweise keine Brötchen kaufen, denn wir haben ein Arrangement auf der Helgolandfähre gebucht. Dieses besteht nicht nur aus der Überfahrt sondern auch aus einem Frühstück auf dem Hin- sowie Kaffee mit Kuchen auf dem Rückweg aber auch einer Sitzplatzreservierung. Alles zusammen kostet dies 59,00 € pro Person (eine normale Fahrt ohne Arrangement und Reservierung für Erwachsene 44,50 €). Da wir ja bereits am Sonntag die Fahrradfahrtzeit abgemesen haben und die Fähre um 10:00 ablegt heißt es um 8:45 Uhr sattelt die Räder, es geht los. Nach knapp 30 Minuten stehen die Drahtesel vor dem Fähranleger. Patrik besorgt im Reedereigebäude die Karte, so steht dem Besuch der "einzigen deutschen Hochseeinsel" nichts mehr im Weg. Das stimmt allerdings nicht ganz: Wegen seiner Lage auf offener See wird Helgoland häufig als „einzige Hochseeinsel Deutschlands“ bezeichnet. Doch weder im geographischen Sinn noch im rechtlichen Sinn (in Bezug auf das heutige Recht) liegt die Insel im Bereich der hohen See. Die Insel zählt zusammen mit der gesamten Deutschen Bucht zum Bereich des Schelfs (Festlandsockel) und damit (im Gegensatz etwa zu Madeira im Atlantik) nicht zum Tiefsee-Bereich auf hoher See. Die seit 1995 gültige 12-Meilen-Zone vor dem Festland bzw. den vorgelagerten Inseln überschneidet sich mit derjenigen um Helgoland, so dass kein internationales Gewässer die Insel vom Festland trennt.
Der Check-In geht zügig von statten. Schnell finden wir unseren reservierten Platz. Was uns wundert ist das Reservierungsschild. Auf allen bisher erblickten steht ein Name. Auf unserem steht wie es sich gehört der Name "Braun" aber auch "Cux Tourismus". Patrik sagt direkt: "Ich glaube, ich habe über Cux Tourismus gebucht!" Alles gut, wir nehmen am Fenster Platz. Die Plätze sind direkt am Restauaranteingang und der Tür. Diese öffnet sich und eine junge Familie mit Baby steht neben uns. Die Bedienung kommt sofort und fragt nach dem Namen. Es wird klar, das die drei bei uns am Tisch sitzen. Bereits bei den ersten Worten wird klar: " Saarländer!". Patrik fragt kurz nach und tatsächlich, es sind Landsleute von uns. Wir unterhalten uns ausgiebig und selbstverständlich wird auch der ein oder andere Witz gerissen. Wir haben unser Spaß am Tisch.
Ach so bevor wir es vergessen, auch das Frühstück an Bord war sein Preis wert. Nach knapp zwei Stunden Fahrt ist der Hafen von Helgoland in Sicht. Beim aussteigen erlaubt sich Patrik noch ein Fauxpas. Im kompletten Schiff ist das tragen von Rucksäcken auf den Schultern verboten. Was macht natürlich der werte Herr Braun? Er schultert die Tasche. Ein Anpfiff vom Bordpersonal später bemerkt er den Fehler. Die saarländische Fraktion lacht selbstverständlich darüber und Patrik ist in Erklärungsnot.
An Land trennen sich die Wege. Helgoland ist eine Nordseeinsel in der Deutschen Bucht. Die ursprünglich größere Insel zerbrach 1721; seitdem existiert die als Düne bezeichnete Nebeninsel.
Gemessen von der Ostküste der Hauptinsel zur Westküste Schleswig-Holsteins bei Sankt Peter-Ording ist Helgoland 48,5 km vom Festland entfernt. Zur Einwohnerzahl gibt es unterschiedliche Angaben: Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein nennt 1400 (31. Dezember 2015, Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011); laut Gemeindeverwaltung sind es rund 1500.
Helgoland, dessen Hauptinsel zusammen mit der Nebeninsel Düne eine Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein bildet, stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der Helgoländer Bucht dar.
Heute geht es nach Helgoland. Deshalb macht der Wecker uns bereits um 07:00 Uhr wach. Patrik geht ausnahmsweise keine Brötchen kaufen, denn wir haben ein Arrangement auf der Helgolandfähre gebucht. Dieses besteht nicht nur aus der Überfahrt sondern auch aus einem Frühstück auf dem Hin- sowie Kaffee mit Kuchen auf dem Rückweg aber auch einer Sitzplatzreservierung. Alles zusammen kostet dies 59,00 € pro Person (eine normale Fahrt ohne Arrangement und Reservierung für Erwachsene 44,50 €). Da wir ja bereits am Sonntag die Fahrradfahrtzeit abgemesen haben und die Fähre um 10:00 ablegt heißt es um 8:45 Uhr sattelt die Räder, es geht los. Nach knapp 30 Minuten stehen die Drahtesel vor dem Fähranleger. Patrik besorgt im Reedereigebäude die Karte, so steht dem Besuch der "einzigen deutschen Hochseeinsel" nichts mehr im Weg. Das stimmt allerdings nicht ganz: Wegen seiner Lage auf offener See wird Helgoland häufig als „einzige Hochseeinsel Deutschlands“ bezeichnet. Doch weder im geographischen Sinn noch im rechtlichen Sinn (in Bezug auf das heutige Recht) liegt die Insel im Bereich der hohen See. Die Insel zählt zusammen mit der gesamten Deutschen Bucht zum Bereich des Schelfs (Festlandsockel) und damit (im Gegensatz etwa zu Madeira im Atlantik) nicht zum Tiefsee-Bereich auf hoher See. Die seit 1995 gültige 12-Meilen-Zone vor dem Festland bzw. den vorgelagerten Inseln überschneidet sich mit derjenigen um Helgoland, so dass kein internationales Gewässer die Insel vom Festland trennt.
Der Check-In geht zügig von statten. Schnell finden wir unseren reservierten Platz. Was uns wundert ist das Reservierungsschild. Auf allen bisher erblickten steht ein Name. Auf unserem steht wie es sich gehört der Name "Braun" aber auch "Cux Tourismus". Patrik sagt direkt: "Ich glaube, ich habe über Cux Tourismus gebucht!" Alles gut, wir nehmen am Fenster Platz. Die Plätze sind direkt am Restauaranteingang und der Tür. Diese öffnet sich und eine junge Familie mit Baby steht neben uns. Die Bedienung kommt sofort und fragt nach dem Namen. Es wird klar, das die drei bei uns am Tisch sitzen. Bereits bei den ersten Worten wird klar: " Saarländer!". Patrik fragt kurz nach und tatsächlich, es sind Landsleute von uns. Wir unterhalten uns ausgiebig und selbstverständlich wird auch der ein oder andere Witz gerissen. Wir haben unser Spaß am Tisch.
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| Saarländer unterwegs nach Helgoland |
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| Katamaran |
Gemessen von der Ostküste der Hauptinsel zur Westküste Schleswig-Holsteins bei Sankt Peter-Ording ist Helgoland 48,5 km vom Festland entfernt. Zur Einwohnerzahl gibt es unterschiedliche Angaben: Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein nennt 1400 (31. Dezember 2015, Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011); laut Gemeindeverwaltung sind es rund 1500.
Helgoland, dessen Hauptinsel zusammen mit der Nebeninsel Düne eine Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein bildet, stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der Helgoländer Bucht dar.
Die Landfläche besteht aus der rund 1 km² großen Hauptinsel sowie der etwa 0,7 km² großen Insel Düne und liegt etwa 67 Kilometer südwestlich der Südspitze der Insel Sylt, 47 Kilometer westlich der Westküste der Halbinsel Eiderstedt, 62 Kilometer nordwestlich der Elbemündung, 57 Kilometer nordwestlich der niedersächsischen Küste bei Cuxhaven, 43 Kilometer nördlich von Wangerooge, 70 Kilometer nordöstlich von Norderney und 95 Kilometer nordöstlich von Borkum. Die Lage von Helgoland im geographischen Koordinatensystem (WGS 84) ist 54° 11′ nördliche Breite und 7° 53′ östliche Länge.
Die Gemeindegröße wird mit 4,2 km² angegeben. Darin sind auch Meeresgebiete im Hafenbereich enthalten.
Die Hauptinsel gliedert sich in fünf Gebiete: Oberland, Mittelland und Unterland sowie, im 20. Jahrhundert durch Aufschüttung entstanden, Nordostland und Südhafen. Das Unterland mit dem Hafen befindet sich im Osten und Süden der Insel, das Oberland im Norden und Westen, das kleinere Mittelland im Südwesten. Die Siedlung liegt etwa je zur Hälfte im Unter- und Oberland. Viele öffentliche Einrichtungen finden sich im Nordostland.
Die Insel besitzt im Süden neben der Landungsbrücke einen kleinen Sand-Badestrand und fällt im Norden, Westen und Südwesten in steilen Klippen etwa 50 m zum Meer hin ab, das im südwestlich gelegenen Helgoländer Becken bis zu 56 m tief ist. Der Sandstrand im Norden ist wegen der starken Strömung nicht zum Baden geeignet.
Die Nebeninsel Düne befindet sich jenseits der kleinen Meeresstraße Reede, die in Nordreede und Südreede unterteilt ist, knapp einen Kilometer östlich der helgoländischen Hauptinsel. Sie wird als Badeinsel bzw. als eine flache Strandinsel bezeichnet und war bis zur Neujahrsflut 1721 mit Helgoland durch einen Naturdamm verbunden. Auf ihr ist auch der kleine Helgoländer Flugplatz neben dem Campingplatz und einem alten sowie neuen Bungalowdorf angelegt (Quelle und weitere Infornation bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!). Auch hat sich dort auf "Düne" eine große Robbenkolonie angesiedelt, welche wir bereits bei unserer Tour 2012 gesehen haben (ausführliche Information über die Kolonnie und das Leben der Tier erfolgt durch den "Verein Jordsand" (Bitte Impressum beachten!) die auch Führungen dazu anbieten!)
Auf Helgoland herrscht typisches Seeklima mit ganzjährigen Niederschlägen und nur geringen tageszeitlichen Temperaturschwankungen. Heute ist es richtig angenehm warm und sonnig. Wagemutige stürzen sich in dir kalten Fluten der Nordsee. Unsere mitgebrachten Jacken wandern kurzerhand in den Rucksack.
Wir bleiben erstmal im Unterland. Dieses ist sehr touristsich geprägt. Hier gibt es die großen Hotels, viele Geschäfte bei denen zollfrei einegekauft werden kann und die für Helgoland berühmten Hummerbuden. Diese (seltener Hummerhütten) sind ehemalige Schuppen und Werkstätten der Fischer der Nordseeinsel Helgoland. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Wiederbesiedelung Helgolands 1952 wurden die Hummerbuden vom Hamburger Architekten Georg Wellhausen entworfen. Typisch für seine Hummerbuden sind Giebelprofile und Holzverschalungen. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren Hummerschuppen uneinheitliche Schuppen an unterschiedlichsten Orten.
Ursprünglich galten die Hummerbuden als Gewerbegebiet der Helgoländer Fischer, erst seit den 1990er Jahren werden sie als Touristenmeile vermarktet. Die bunt angemalten, zweigeschossigen und unter Denkmalschutz stehenden Holzhütten dienen heute als Kneipen, Galerien, Cafés und Souvenirläden; in den Hummerbuden 38 und 39 hat der Museumsverein seinen Sitz, das Standesamt der Gemeinde Helgoland bietet hier auch Trauungen an - die Hummerbuden gelten heute als typisch helgoländisch.
Die Hummerbuden befinden sich an der Hafenstraße am Binnenhafen des Unterlandes. Alle Hummerbuden sind nummeriert, von Nr. 1 (Hafenstraße 1063) bis Nr. 39 (Hafenstraße 1003) (Quelle und weitere Infos bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!).
Rund um die hiesige Kurverwaltung wurde ein großer Platz mit Sitzmöglichkeiten und einer Konzertmuschel gebaut. Hier machen wir erstmal ein kleine Snackpause. Dafür gibt der Rucksack neben Mineralwasser auch Cookies her. Ein wenig heißt es dabei auf die Möwen aufpassen. Diese sind alles andere als Menschenscheu und teils sehr aggressiv wenn man Lebensmittel in der Hand hält. So tierlieb sind wir nun doch nicht und die Cookies wandern in unsere Mägen.
Gut gestärkt geht die Insel-Wanderung jetzt los. Wir gehen zum Aufzug der das Unter- mit dem Oberland, ohne lästiges Treppensteigen, verbindet. Natürlich wird dieses Hilfsmittel von uns genutzt.
Eine Fahrt kost 60 Cent. Schneller als zu Fuß erreichen wir das Oberland. Viele Spaziergänger nehmen den Rundweg im Uhrzeigersinn. Die saarländischen Revoluzzer natürlich gegen die Uhr. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Helgolands – der 48 m hohe Brandungspfeiler Lange Anna. Die gesamte Oberfläche des Oberlands sowie das Mittelland wurden durch die Sprengung der Bunkeranlagen 1947 und die anschließende Bombardierung geformt. Dabei entstand auch die mit 61,3 m höchste Erhebung der Insel, die seit 1998 gelegentlich Pinneberg genannt wird und etwa 4 m höher als die unmittelbare Umgebung liegt.
Natürlich müssen wir auch zur Langen Anna. Bis zum 16. Mai 1860 war der Felsen als Bestandteil eines Brandungstores noch durch eine natürliche Felsbrücke mit der eigentlichen Hauptinsel verbunden, bis diese bogen ähnliche Verbindung einstürzte. 1976 entstand durch Teilabbruch des Oberlandes ein weiterer kleiner einzelstehender Felsen vor der Langen Anna, und der Klippenrandweg wurde dort aufgrund weiterer Einsturzgefahr am Nordhorn entsprechend zurückversetzt.
Von 1903 bis 1927 wurde entlang der Westküste die Preußenmauer, eine 1,3 Kilometer lange Schutzmauer, errichtet, um die Brandung vom Felssockel fernzuhalten und damit die weitere marine Erosion (Abrasion) an der Westküste Helgolands aufzuhalten. Die Lange Anna erhielt ihre Schutzmauer jedoch erst im Rahmen des Projekts Hummerschere, als eine Mole für einen Marinehafen errichtet wurde.
Erklettert wurde der Felsen nur einmal im Oktober 1965. Danach wurde das Klettern verboten. Gegen eine Besteigung spricht auch der sehr brüchige Helgoländer Buntsandstein.
1969 erhielt die Felsformation den Status eines Naturdenkmals.
1979 wurde eine Brandungshohlkehle am Fuße der Langen Anna zugemauert, um einen Einsturz zu verhindern.
Der weitere Verfall durch Frostschäden ist mit technischen Mitteln kaum aufzuhalten. Das Gestein wird laut einem 1998 erstellten Gutachten der TU Harburg von tiefen Spalten und Rissen durchzogen. Die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Langen Anna wären enorm und könnten nicht die schleichende Verwitterung aufhalten. Daher werden keine weiteren Bemühungen unternommen; der Felsen ist seinem Schicksal überlassen. Aufgrund der hohen Anfälligkeit einer Schicht in 16 Meter Höhe, die aus Katersandlagen besteht und jetzt schon den dünnsten Teil der Langen Anna darstellt, besteht eine akute Abbruchgefahr der oberen zwei Drittel (Quelle: Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Ob unsere Nachfahren noch diesen Felsen zu Gesicht bekommen wagen wir zu bezweifeln. Der Rundwandereg führt uns zu einem weiteren Naturschauspiel, dem Lummenfelsen.
Auf den Felsbändern brüten dichtgedrängt Trottellumme, Dreizehenmöwe, Silbermöwe, Tordalk, Eissturmvogel und seit 1991 auch der Basstölpel. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst nutzen Scharen von Zugvögeln die Insel als Rastplatz und werden in der Vogelwarte Helgoland beringt und erfasst. Helgoland gehört zu den Orten in Europa, an denen besonders viele Vogelarten nachgewiesen wurden, bis 1985 waren es bereits über 370 Arten. Seitdem sind immer wieder neue Erstnachweise von Vogelarten gelungen. Die Insel ist mit 432 nachgewiesenen Arten nun vermutlich der „artenreichste Ort“ in Europa (Quelle und weitere Infos bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Leider findet man auch hier die Relikte der weltweiten Meeresverschmutzung. Die Vögel nutzen u.a. viele Kusnststoffmaterialien, welche sie im Meer finden, zum Nestbau. Sollte sich das mit den Verschmutzungen nicht demnächst ändern, sind auch die Tage dieser Vögel gezählt. Wer mehr über den Lummenfelsen und die dortige Tierwelt erfahren möchte, dem empfehlen wir ebenfalls den "Verein Jordsand" (Bitte Impressum beachten!).
Die Hauptinsel gliedert sich in fünf Gebiete: Oberland, Mittelland und Unterland sowie, im 20. Jahrhundert durch Aufschüttung entstanden, Nordostland und Südhafen. Das Unterland mit dem Hafen befindet sich im Osten und Süden der Insel, das Oberland im Norden und Westen, das kleinere Mittelland im Südwesten. Die Siedlung liegt etwa je zur Hälfte im Unter- und Oberland. Viele öffentliche Einrichtungen finden sich im Nordostland.
Die Insel besitzt im Süden neben der Landungsbrücke einen kleinen Sand-Badestrand und fällt im Norden, Westen und Südwesten in steilen Klippen etwa 50 m zum Meer hin ab, das im südwestlich gelegenen Helgoländer Becken bis zu 56 m tief ist. Der Sandstrand im Norden ist wegen der starken Strömung nicht zum Baden geeignet.
Die Nebeninsel Düne befindet sich jenseits der kleinen Meeresstraße Reede, die in Nordreede und Südreede unterteilt ist, knapp einen Kilometer östlich der helgoländischen Hauptinsel. Sie wird als Badeinsel bzw. als eine flache Strandinsel bezeichnet und war bis zur Neujahrsflut 1721 mit Helgoland durch einen Naturdamm verbunden. Auf ihr ist auch der kleine Helgoländer Flugplatz neben dem Campingplatz und einem alten sowie neuen Bungalowdorf angelegt (Quelle und weitere Infornation bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!). Auch hat sich dort auf "Düne" eine große Robbenkolonie angesiedelt, welche wir bereits bei unserer Tour 2012 gesehen haben (ausführliche Information über die Kolonnie und das Leben der Tier erfolgt durch den "Verein Jordsand" (Bitte Impressum beachten!) die auch Führungen dazu anbieten!)
Auf Helgoland herrscht typisches Seeklima mit ganzjährigen Niederschlägen und nur geringen tageszeitlichen Temperaturschwankungen. Heute ist es richtig angenehm warm und sonnig. Wagemutige stürzen sich in dir kalten Fluten der Nordsee. Unsere mitgebrachten Jacken wandern kurzerhand in den Rucksack.
Wir bleiben erstmal im Unterland. Dieses ist sehr touristsich geprägt. Hier gibt es die großen Hotels, viele Geschäfte bei denen zollfrei einegekauft werden kann und die für Helgoland berühmten Hummerbuden. Diese (seltener Hummerhütten) sind ehemalige Schuppen und Werkstätten der Fischer der Nordseeinsel Helgoland. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Wiederbesiedelung Helgolands 1952 wurden die Hummerbuden vom Hamburger Architekten Georg Wellhausen entworfen. Typisch für seine Hummerbuden sind Giebelprofile und Holzverschalungen. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren Hummerschuppen uneinheitliche Schuppen an unterschiedlichsten Orten.
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| Die Helgoland typischen Hummerbuden |
Die Hummerbuden befinden sich an der Hafenstraße am Binnenhafen des Unterlandes. Alle Hummerbuden sind nummeriert, von Nr. 1 (Hafenstraße 1063) bis Nr. 39 (Hafenstraße 1003) (Quelle und weitere Infos bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!).
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| Strandpromenade |
Rund um die hiesige Kurverwaltung wurde ein großer Platz mit Sitzmöglichkeiten und einer Konzertmuschel gebaut. Hier machen wir erstmal ein kleine Snackpause. Dafür gibt der Rucksack neben Mineralwasser auch Cookies her. Ein wenig heißt es dabei auf die Möwen aufpassen. Diese sind alles andere als Menschenscheu und teils sehr aggressiv wenn man Lebensmittel in der Hand hält. So tierlieb sind wir nun doch nicht und die Cookies wandern in unsere Mägen.
Gut gestärkt geht die Insel-Wanderung jetzt los. Wir gehen zum Aufzug der das Unter- mit dem Oberland, ohne lästiges Treppensteigen, verbindet. Natürlich wird dieses Hilfsmittel von uns genutzt.
Eine Fahrt kost 60 Cent. Schneller als zu Fuß erreichen wir das Oberland. Viele Spaziergänger nehmen den Rundweg im Uhrzeigersinn. Die saarländischen Revoluzzer natürlich gegen die Uhr. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Helgolands – der 48 m hohe Brandungspfeiler Lange Anna. Die gesamte Oberfläche des Oberlands sowie das Mittelland wurden durch die Sprengung der Bunkeranlagen 1947 und die anschließende Bombardierung geformt. Dabei entstand auch die mit 61,3 m höchste Erhebung der Insel, die seit 1998 gelegentlich Pinneberg genannt wird und etwa 4 m höher als die unmittelbare Umgebung liegt.
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| Treppen zum Strand |
Natürlich müssen wir auch zur Langen Anna. Bis zum 16. Mai 1860 war der Felsen als Bestandteil eines Brandungstores noch durch eine natürliche Felsbrücke mit der eigentlichen Hauptinsel verbunden, bis diese bogen ähnliche Verbindung einstürzte. 1976 entstand durch Teilabbruch des Oberlandes ein weiterer kleiner einzelstehender Felsen vor der Langen Anna, und der Klippenrandweg wurde dort aufgrund weiterer Einsturzgefahr am Nordhorn entsprechend zurückversetzt.
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| Unterwegs zur "langen Anna" auf dem Klippenrandweg |
Erklettert wurde der Felsen nur einmal im Oktober 1965. Danach wurde das Klettern verboten. Gegen eine Besteigung spricht auch der sehr brüchige Helgoländer Buntsandstein.
1969 erhielt die Felsformation den Status eines Naturdenkmals.
1979 wurde eine Brandungshohlkehle am Fuße der Langen Anna zugemauert, um einen Einsturz zu verhindern.
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| Die weltbekannte "lange Anna" |
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| Lange Anna und lange Anna |
Der weitere Verfall durch Frostschäden ist mit technischen Mitteln kaum aufzuhalten. Das Gestein wird laut einem 1998 erstellten Gutachten der TU Harburg von tiefen Spalten und Rissen durchzogen. Die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Langen Anna wären enorm und könnten nicht die schleichende Verwitterung aufhalten. Daher werden keine weiteren Bemühungen unternommen; der Felsen ist seinem Schicksal überlassen. Aufgrund der hohen Anfälligkeit einer Schicht in 16 Meter Höhe, die aus Katersandlagen besteht und jetzt schon den dünnsten Teil der Langen Anna darstellt, besteht eine akute Abbruchgefahr der oberen zwei Drittel (Quelle: Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Ob unsere Nachfahren noch diesen Felsen zu Gesicht bekommen wagen wir zu bezweifeln. Der Rundwandereg führt uns zu einem weiteren Naturschauspiel, dem Lummenfelsen.
Auf den Felsbändern brüten dichtgedrängt Trottellumme, Dreizehenmöwe, Silbermöwe, Tordalk, Eissturmvogel und seit 1991 auch der Basstölpel. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst nutzen Scharen von Zugvögeln die Insel als Rastplatz und werden in der Vogelwarte Helgoland beringt und erfasst. Helgoland gehört zu den Orten in Europa, an denen besonders viele Vogelarten nachgewiesen wurden, bis 1985 waren es bereits über 370 Arten. Seitdem sind immer wieder neue Erstnachweise von Vogelarten gelungen. Die Insel ist mit 432 nachgewiesenen Arten nun vermutlich der „artenreichste Ort“ in Europa (Quelle und weitere Infos bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)). Leider findet man auch hier die Relikte der weltweiten Meeresverschmutzung. Die Vögel nutzen u.a. viele Kusnststoffmaterialien, welche sie im Meer finden, zum Nestbau. Sollte sich das mit den Verschmutzungen nicht demnächst ändern, sind auch die Tage dieser Vögel gezählt. Wer mehr über den Lummenfelsen und die dortige Tierwelt erfahren möchte, dem empfehlen wir ebenfalls den "Verein Jordsand" (Bitte Impressum beachten!).
Allmählich wird es allerdings Zeit für uns wieder ins Unterland zu gelangen. Leider müssen wir deshalb die höchste Erhebung der Insel wortwörtlich links liegen lassen. Die gesamte Oberfläche des Oberlands sowie das Mittelland wurden durch die Sprengung der Bunkeranlagen 1947 und die anschließende Bombardierung geformt. Dabei entstand auch die mit 61,3 m höchste Erhebung der Insel, die seit 1998 gelegentlich Pinneberg genannt wird und etwa 4 m höher als die unmittelbare Umgebung liegt.
Natürlich gibt es für Nadine und Patrik noch den gebuchten Imbiss mit Kaffee und Kuchen.
Gegen 19:30 Uhr erreicht das Schiff den Heimathafen. Wir verabschieden uns von den Saarländern bevor es wieder mit dem Fahrrad zurück nach Duhnen geht.
Noch eine kleine Randnotiz für alle Flachlandtiroler wie wir: es heißt immer an der Nord- bzw. Ostsee lässt sich gut Fahrrad fahren! Das stimmt, wenn nicht der Wind ist. Bei unserer jetzigen Heimfahrt war mal wieder Gegenwind angesagt. Ein Muskelkater am nächsten Tag ist bereits jetzt vorprogrammiert.
Die Rückfahrt dauert wind bedingt ein wenig länger. Trotzdem erreichen wir gut gelaunt das Wohnmobil.
Als Abendessen kommt der bereits gestern vorbereitete Wurstsalat auf den Tisch. Dazu macht Patrik noch schnell einige Bratkartoffel dazu. Ein schnelles und vor allem feines Essen.
Nach diesem ereignisreichen Tag fallen uns schon um 22:30 Uhr die Augen zu.
Revivaltour an Nord- und Ostsee im Sommer:
-Teil 1- Die Anreise
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| Heutige Anzahl der Inselbesucher |
Wir erreichen erneut den Aufzug. Dank der technischen Hilfe geht es schnell wieder ins Unterland. Dort müssen wir noch die obligatorische große Toblerone (s. Reisebericht von 2012) sowie ein Mitbringsel für Sebastian kaufen. Nadine benötigt für den Schulschlüssel noch einen neuen Anhänger. Dieses Mal in Form einer Möwe. Letztes Jahr war es passenderweise zum Schottlandurlaub ein Schaf.
Alle Sachen sind auf unserer Einkaufsliste abgehakt. Am Kurhaus bleibt noch ein wenig Zeit um eine Verschnaufpause einzulegen, bevor es wieder an Bord der Fähre geht. Diese legt pünktlich um 17:00 Uhr ab. Auch unsere saarländischen Mitfahrer sind wieder gut gelandet. So geht die Rückfahrt ebenso von statten wie bereits heute morgen.Natürlich gibt es für Nadine und Patrik noch den gebuchten Imbiss mit Kaffee und Kuchen.
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| Heimathafen voraus |
Noch eine kleine Randnotiz für alle Flachlandtiroler wie wir: es heißt immer an der Nord- bzw. Ostsee lässt sich gut Fahrrad fahren! Das stimmt, wenn nicht der Wind ist. Bei unserer jetzigen Heimfahrt war mal wieder Gegenwind angesagt. Ein Muskelkater am nächsten Tag ist bereits jetzt vorprogrammiert.
Die Rückfahrt dauert wind bedingt ein wenig länger. Trotzdem erreichen wir gut gelaunt das Wohnmobil.
Als Abendessen kommt der bereits gestern vorbereitete Wurstsalat auf den Tisch. Dazu macht Patrik noch schnell einige Bratkartoffel dazu. Ein schnelles und vor allem feines Essen.
Nach diesem ereignisreichen Tag fallen uns schon um 22:30 Uhr die Augen zu.
Alle Bilder als Diaschau aus Cuxhaven und Helgoland
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