Freitag, 24. August 2018

Christi Himmelfahrt in und um Hamburg, Tag 3: Hamburg, wir sind wieder hier

SAMSTAG, 12. Mai 2018
Wie hereits gestern im Bericht schon erwähnt führt uns der Weg heute nach Hamburg. Aber zuerst wird gemütlich gefrühstückt. Die Brötchen hat Patrik erneut im platzeigenen Supermarkt abgeholt. Wie so oft landet unsere, von zu Hause mitgebrachte Marmelade aus der Fruchteria Saarbrücken (Bitte Impressum beachten!) auf dem Tisch. Wer gerne Marmelade usw. isst dem können wir das Geschäft (Onlineshop) nur wärmstens empfehlen. Alle Aufstriche sind selbst produziert. Vor allem schmeckt eine Erdbeermarmelade auch nach Erdbeer und nicht nur süß wie das ganze Zeug aus dem Supermarkt.
Schönes Wetter an der Elbe

Wir besprechen den heutigen Ablauf. Patrik baut die Außeneinrichtungen bereits zurück, damit ist morgen ein wenig Zeit gespart.

Um 12:00 Uhr fährt das von uns am Vortag bestellte, platz eigene Shuttle (9 Sitzer Kleinbus) zur S-Bahn Station nach Hamburg Bergedorf. Dort besorgen wir uns eine Gruppentageskarte und können damit den kompletten ÖPNV in der Hansestadt nutzen. Die S-Bahn fährt nicht nur zu den Landungsbrücken, nein auch nach Stellingen. Dort befindet sich die Heimspielstätte, das Volksparkstadion, des Hamburger Sportvereins (HSV). Patrik überlegt noch einen Abstecher dorthin zu machen, da er HSV Fan ist und auf Grund der Tabellensituation (HSV spielt um den Abstieg aus der ersten Liga und heute ist der letzte Spieltag) ein Fanmarsch angekündigt ist. Vielleicht gibt es ja sogar noch Karten auf dem "Schwarzmarkt"? Bereits jetzt ist der Zug gut gefüllt mit Personen die das Fussballspiel besuchen wollen. Irgendwie haben wir doch ein wenig Muffen sausen und beschließen nicht nach Stellingen (was sich später als weise Entscheidung rausstellt) zu fahren.
An den Landungsbrücken ist erstmal für uns Endstation. Das Abenteuer "Hafengeburtstag" beginnt. Bereits beim rausgehen aus der S-Bahn Station sehen  wir was uns erwartet. Im Saarland sagt man: "Himmel und Menschen" dazu. 

Wir gehen zu den Landungsbrücken und hoffen einen Blick auf die Elbe zu erhaschen. Leider Fehlanzeige. Patrik kramt das Programmheft hervor und liest einige Punkte vor:

  • Anlegen eines Kreuzfahrtschiff
  • Open Ship auf diversen Schiffen
  • Übung auf der Elbe der Rettungsorganisationen

Hört sich alles Prima an. Wir probieren weiter an die Elbe zu kommen. Überall nur Gedrände und Geschiebe. Eigentlich ist dies schon alles zuviel für uns. Beim ersten Open Ship (ein Küstenwachen Boot, das besichtigt werden kann) heißt es anstehen. Wartezeit ca. 30 Minuten. Wir verzichten darauf und ziehen weiter in Richtung St. Pauli Hafenstrasse. In 10 Minuten soll das Kreuzfahrtschiff "Astor" anlegen bzw. in den Hafen einlaufen.









Wir haben Glück. Am Ende der Landungsbrücken legt ein Hafenrundfahrt-Schiff ab. Für kurze Zeit ist dort ein Platz zum schauen, bevor ein anderes Schiff an gleicher Stelle anlegt. Das Glück ist uns hold, die "Astor" zieht an uns vorüber. Beeindruckend die Größe des Kreuzfahrers. Aber auch der schwarze Qualm der aus dem Schornstein dampft, bei der ganzen Feinstaubdebatte. Übrigens während wir diesen Bericht schreiben hat Hamburg bereits zwei Straßen für Dieselfahrzeuge wegen zu hohen Feinstaubwerte gesperrt!
Es wird uns zu stressig hier "unten". Die Landungsbrücken verlassend, spazieren wir weiter in die Hafenstraße. Ja genau die, die früher durch die autonome Hausbesetzer sehr bekannt war. Ein Hauch dieser Szenen "weht" immer noch durch die Gasse. 




Ist eben die andere, vielleicht auch schönere, Seite St. Paulis. Wir überqueren die Straße und finden uns auf einem Platz über dem Hafen wieder. Hier wird Multikulti gelebt. Uns gefällt dies so gut, das wir ein kleine Pause auf einer der Sitzbänke einlegen. Patrik fängt an zu dehydrieren, leider gab es auf dem Hafengeburtstag nur Bier aus dem Hause Beck's. Als Hamburg Fan ein absolutes No Go, denn die Brauerei hat ihren Sitz in Bremen. Er beschließt zusammen mit Nadine durch die Gassen von St. Pauli zu ziehen um dann in einem Kiosk einen Stop einzulegen. Auch das ist das Schöne hier in Hamburg. An jeder Ecke gibt es noch solch kleine Buden die hauptsächlich Getränke, Zigaretten und Telefonkarten anbieten. Für den Herr hält der Kiosk ein gekühltes Astra und für die Dame eine ebenfalls wohl temperierte Capri Sonne bereit. Mit den Getränken in der Hand, so fallen wir auch nicht so als Touris  auf, zieht es uns weiter durch St. Pauli. An der Amüsiermeile "Reeperbahn" stehen Verbotsschilder u.a. Glasflaschenverbot. Patrik leert seine Bierflasche und stell sie wie es sich hier gehört auf den Mülleimer. In Hamburg wird das Motto "Pfand gehört daneben" zelebriert. D.h. Pfandbehälter werden neben die Mülleimer gestellt, damit sich die ärmeren Mitbürger als Flaschensammler betätigen können. Leider ist dies in der heutigen Gesellschaft so, das manch einer diesem Lebensunterhalt nachgehen muss! Aber wieder zurück zum Reisebericht, wir wollen natürlich nicht in diesem Blog politisch werden!
Da es uns dieses Mal nichts auf der Reeperbahn hält, fahren wir direkt von dort weiter mit der S-Bahn. Jetzt geht es zum direkten Gegenteil von St. Pauli: die Alster und der Jungfernstieg. Auch dieses Ziel ist schnell mit der U- oder S-Bahn zu erreichen.
Bereits beim letzten Hamburg Besuch entdeckten wir eine kleine Pizzeria im sog. Fölsch Block gegenüber vom Hamburger Rathaus. Dort zieht es uns nun hin. Eine Pizza geht immer. Lecker und empfehlenswert. Genug gegessen, es geht zum flanieren an die Alster.
Auf der großen Treppe finden wir einen Platz und lassen uns nieder. 



Alsterwasserspiel


Dort verfolgt Patrik das Spiel seines HSV per Liveticker. Bereits jetzt steht fest das sie absteigen. Eine Stadt in Fußball-Trauer. Parallel erhalten wir Bilder von zu Hause von dem Spiel und sehen das es zu Ausschreitungen durch Chaoten kommt. Damit war die Entscheidung richtig heute mittag nicht nach Stellingen zu fahren.
Wir genießen noch ein wenig den Alsterblick, bevor es uns wieder in Richtung Hafen zieht. Dieses Mal allerdings von der Hafencity Seite her. Dort sind neben den Fress- und Sauf-, auch Infostände von diversen Tourismusverbände. An dem vom Cuxhavener Land bleiben wir stehen und es gibt ein wenig Infomaterial über diese Gegend.
Je näher es aber zur Festmeile geht, um so voller wird es. Wir beschließen dem Hafengeburtstag erneut den Rücken zu kehren und gehen auf der abgesperrten Straße zur S-Bahn. Noch bleibt Zeit, denn das reservierte Shuttle zurück zum Platz fährt erst in knapp eineinhalb Stunden. Wir verbringen die Zeit im Hauptbahnhof. Patrik braucht noch neues Duschzeigs für Wohnmobil. Fündig wird er in einer großen Drogeriemarktkette. Als nächstes stattennwir einem Hamburg-Souvenirladen einen Besuch ab. Was man nicht alles macht um Zeit zu überbrücken. Viel Kitsch gibt es in diesem Laden. Trotzdem finden wir was. Nadine zwei Armbänder und Patrik diverse Pins für seinen Festival-Regenhut. "Voll gepackt" mit diversen Souvenirs fahren wir nun nach Bergedorf. Dort wartet beteits der neun Mann Bus auf uns. Da alle Fahrgäste da sind, fährt dieser bereits ein viertel Stunde früher ab wie geplant.
Gegen 21:00 Uhr erreichen wir müde den Campingplatz Stover Strand. Das Abendessen wird ausfallen gelassen.
Leider muss trotzdem noch gespült werden. Dies übernimmt Patrik. Nadine beginnt in der Zeit das Womo für die morgige Abreise bereit zu machen.
Nachdem dies alles erledigt ist, gejt es umgehend in die Federn, schließlich soll es morgen in der Frühe Richtung Heimat gehen.


Diaschau Hamburg



zurück: