Freitag, 24. August 2018

Christi Himmelfahrt in und um Hamburg, Tag 1: Chillen, Regen und Grillen

DONNERSTAG, 10. Mai 2018
Anders wie gestern Abend besprochen, macht uns der Wecker bereits um 6:00 Uhr wach. Kurze Katzenwäsche und es heißt wieder: On the Road again!
Patrik plant noch einen Tank-Zwischenstopp in Bispingen ein. Dort ist lt. einer App der Diesel besonders günstig. Auch brauchen wir noch Brötchen zum frühstücken. Gesagt getan. Bis Bispingen sind es ca. 2,5 Std. Fahrt. Bereits auf den ersten Kilometer Autobahn sehen wir, das die gestrige Entscheidung in Nörtingen zu übernachten die Richtige war. Entspann geht es durch die gestern im Radio vermeldeten Staupunkte. Es ist kaum Betrieb auf der Strecke. Zügig erreichen wir Bispingen. An der dortigenTanke gibt es leckeren Diesel für Stig sowie Brötchen und Latte Macchiatto für seine menschlichen Begleiter.
Wir setzen zum Endspurt an. 65 Kilometer bis zum Ziel. Bei Winsen/Luhe geht es von der Autobahn ab. Jetzt heißt es noch 15 km Landstraße fahren. Nach kurzer Zeit erscheint das Schild "Campingplatz Stover Strand". Wir sind am Ziel.
Bereits bei der Anfahrt ist die Größe des Platzes ersichtlich. Allerdings gibt es nur eine Entsorgungsstation direkt an der Einfahrt. 
Einzige V+E auf dem ganzen Platz
Diese wird direkt von Patrik genutzt, schließlich muss noch Frischwasser gefasst werden. In der Zwischenzeit geht Nadine zur Rezeption zum Check-In. Dort zahlt sie die Stellplatzgebühr und erhält weitere Informationen zum Platz. Die Rezeption ist quasi der Mittelpunkt, denn das komplette Areal ist irgendwie zweigeteilt.
Die eine Seite vom Deich ist mit wenigen Ausnahmen der Dauercampingplatz, die andere Seite (auf der sich auch der Stellplatz befindet) ist quasi für die "Tagesgäste". Wir müssen also hinter den Deich an die Elbe.
Der Deich trennt die beiden Platzhälften




An der dortigen Einfahrt heißt es erstmal warten auf den Platzwart. Dieser kommt auch nach kurzer Zeit mit seinem Golfcaddy, um uns einen Platz zuzuweisen. Der Stellplatz ist parzelliert und ausreichend um ein "campingähnliches Verhalten" an den Tag zu legen. Wir beginnen mit dem ausstatten der uns zugewiesenen Fläche. Zuerst hängt Patrik das Wohnmobil an die "Elektro-Kette". Da wir die Strompauschale (2,00 €/Tag) gebucht haben, muss er den kompletten Vorrat an Stromkabel (fast 30 Meter) auspacken. Für alle ohne  die "Stromflat", gibt es auch Stromsäulen mit Verbrauchsabrechnung. Für diese werden keine so langen Stromleitungen benötigt!
Platz gefunden inkl. Premiere des Vorzeltteppich
Der Strom hängt am Fahrzeug. Um Gas zu sparen wird auch der Kühlschrank auf Elektrik umgestellt. Was sich später als Fehler herausstellt, da die Stromversorgung während unserem Aufenthalt zweimal zusammenbricht (der FI Schutzschalter fällt jedesmal). Zum Glück immer während dem wir auf dem Platz sind und es bemerken. Es entststeht uns daraus, zum Glück keinen Schaden.
Weiter geht es mit dem gemütlichen einrichten. Heute gibt es mal wieder eine Premiere. Im vergangenen Jahr haben wir uns einen Vorzeltteppich geleistet. Dieser kommt jetzt zum Einsatz, desweiteren hat Patrik den Vorrat an Peggy Pegs aufgestockt. Zum Schluss wird die Markise  ausgekurbelt und abgespannt sowie die Fensterabdeckung aufgelegt. Fertig.
Nun geht es ans frühstücken. Das erste Mal in diesem Jahr unter der Markise.
Endlich Frühstück
Gut gestärkt gehen wir den Platz erkunden. Dabei fällt direkt die Elbe in den Blick. Leider gab es für uns keinen Stellplatz in der ersten Reihe mit direktem Elbblick. Dann nehmen wir halt mit dem Sandstrand, der einen Steinwurf vom Wohnmobil entfernt ist, Vorlieb. Alleine die Lage spricht für den Campingplatz "Stover Strand". Patrik muss natürlich gleich die Wassertemperatur testen und wattet knietief in die Elbe. Nadine macht es sich stattdessen am Sandstrand gemütlich. 


Elbstrand direkt vor der Tür


Elbblick
Der Himmel zieht sich zu. 
Der Himmel wird dunkel
Aber wir wollen trotzdem noch den Rest des Platzes auskundschaften. Es geht zurück auf den Deich. Von dort aus zu den Gebäuden rund um die Rezeption. Auf den Weg dorthin fängt es an zu blitzen sowie zu donnern. Auch öffnet der Himmel alle Schleusen. Verdammt wir sind nur mit kurzen Klamotten bekleidet und ruckzuck nass vom Kopf bis zu den Füßen. Erinnerung werden wach an die Tour vor zwei Jahren. Klatschnass erreichen wir den platzeigenen Supermarkt. Dort bestellen wir unsere Brötchen für morgen vor. Ein kleiner Tip: die Bestellung direkt bezahlen, dann entfällt die allmorgendliche Warterei an der Kasse. 
Patrik kauft auch noch einige Flaschen Astra für heute Abend. Was bereits jetzt bemerkenswert ist: alle Mitarbeiter hier auf dem Platz sind freundlich und zuvorkommend. Wir kennen das auch  anders.
Weiter geht es unser Rundgang zu den Sanitärhäuser. Diese sind sehr sauber und modern gestaltet. Fürs Duschen ist eine Duschmarke nötig. Die Marken können an der Rezeption, im Supermarkt oder an einem Automaten zum Preis von 1,00 € je Stück erworben werden. Am Automaten nur das Geld einwerfen wie Duschmarken benötigt werden, da dieser nicht wechselt.
Waschsalon


Nettes Gimmick!
Funktionierende Seifenspender

Duschmarken Pflicht
Uns zieht es nun zurück zum Wohnmobil. Wir müssen raus aus den durchnässten Klamotten. Schnell über den Deich und das Womo kommt ins Blickfeld.
Beim Anblick der anderen Mobile fällt Patrik auf, das diese die Markisen eingekurbelt haben. Wir überlegen dies auch zu tun und wiegeln ab. Zuerst wird sich umgezogen. Der Regen wird mehr. Wind zieht auf. Patrik macht die Aufbautür auf um nach der Markise zu sehen. Dank den Spanngurten ist sie noch fest, aber sie flattert verdächtigt. Nach kurzen für und wider, entscheiden wir uns zur Aktion "Markisen-Rettung". Als erstes die Leinen (Abspanngurte) los und die Füße festhalten damit der Wind nicht drunter fegt. Nadine hält Bein eins fest, Patrik das Zweite. Dabei kurbelt er auch langsam die Markise ein. Ein Schwall von Wasser übergibt sich über  uns. Zum zweiten Mal für diesen Tag sind wir klatschnass, aber die Markise ist gerettet. Irgendwie kommen Erinnerungen an das Wochenende in Traben-Trarbach vor zwei Jahren hoch.
Schnell wieder raus aus den nassen Klamotten. Diese werden geschickt im Wohnraum des Wohnmobiles zum trocknen aufgehängt. Nach fast zwei Stunden ist das Unwetter vorüber. Unsere Gegend hier um Drage hatte Glück. Hamburg-Bergedorf, keine zwanzig Autominuten von uns entfernt, meldet "Land unter". Leider lässt sich die Sonne nicht mehr blicken. Wir beschließen trotzdem den Grill anzuwerfen und die Markise wieder auszukurbeln damit diese trocknet.
Bei kalten Temperaturen beginnt Patrik die mitgebrachten Würste auf dem Omnia Grill zuzubereiten. Nadine deckt in der Zwischenzeit im Wohnmobil den Tisch. Leider ist es zu kalt um im Freien zu Essen.
Wie immer spülen wit nach dem Essen. Damit die Küche sauber bleibt, verzieht sich Patrik mit unserer grünen Spülschlüssel nach draußen. Mit einer Fleecejacke sind die Temperaturen von knapp über 10 Grad annehmbar.
Den Rest des Abends verbringen wir den im aufgeheizten Wohnmobil. Bereits um 22:15 Uhr wird bei uns die Nachtruhe eingeläutet.