Donnerstag, 7. September 2017

Sommerurlaub 2017 in Schottland Tag 5 -Der erste Tag auf der Isle of Skye-

Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen. Kein Zeitdruck, keine Termine. Deshalb klingelt der Wecker erst um 08:00 Uhr. Wir stehen gemütlich auf. Nadine und Sebastian gehen zuerst einmal auf dem Campingplatz die Duschen testen. Bei einer Gebühr von 22,50 £ kann man die Infrastruktur hier ruhig nutzen. In der Zwischenzeit deckt Patrik den Frühstückstisch. Das erste Mal in diesem Urlaub gibt es Eier. Selbstverständlich passend für das Urlaubsland in Rührei-Konsistenz mit Baccon
Gemütlichkeit auf dem Campingplatz

Gestern haben wir in Mallaig eine kleine Bäckerei gefunden. Diese hat u.a. ein Sauerteig-Baguette im Programm, welches heute in unserem Brotkorb zu finden ist. Es sah nicht nur lecker aus, es schmeckt auch so. Während wir gemütlich frühstücken herrscht große Aufbruchstimmung auf dem Platz. Es leert sich und an der Entsorgungsstation staut es sich dagegen. Wir haben also noch Zeit.
Als eines der Letzten, rollt unser Womo zur Entsorgung. Schnell sind die Tanks leer. Wir fahren weiter.

Erstes Zwischenziel ist Portree. Die Inselhauptstadt liegt in einer wunderschönen Bucht, hat einen schönen, kleinen Hafen, der von bunten Häuschen und den davorliegenden Boote gesäumt ist. Am Ortseingang befindet sich ein größerer Parkplatz (N56°50’40’’ W05°04’46’’), auf dem wir mit unserem Mobil Platz finden. Zu Fuß geht es in die Stadt. Ein wenig Geschäfte bummeln. Selbstverständlich führt uns der Weg zum Hafen mit den bunten Häusern. 

Die bunten Häuser am Hafen




Auch der Besuch einer kleinen Kirche steht auf dem Programm, bevor wir weiterfahren.


Die Route führt weiter an der Küste entlang. Einige Male stoppen wir, um die tolle Aussicht zu genießen. Leider ist das Wetter heute typisch schottisch. Ein bisschen Sonne, Regen, Nebel und Wind. Es ist von jedem etwas dabei. Von weitem ist die rund 720 m hohe  Felsenformation "The Storr" bereits zu erkennen. Markant ist hierbei die Felsnadel "Old Man of Storr". Der fast 50 Meter hohe schwarze Naturobelisk aus Eruptivgestein  ist unser nächstes Zwischenziel. Patrik und Sebastian beschließen den Gipfel zu stürmen. Leider ist es immer noch neblig. Trotzdem marschieren beide den Weg hoch. Zuerst sehr breit wird der Pfad immer schmaler und ist am besten mit festem Schuhwerk zu meistern. 
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen


Da ist der komische Stein

Festes Schuhwerk ist empfehlenswert

Ein Zaun trennt die Spreu vom Weizen
Es wir steiler, rutschiger und steiniger. Deshalb auch die Wanderschuhe an den Füßen von Sebastian und Patrik. Die Felsformation ist durch den Nebel nicht zu erkennen, nur zu erahnen. Auf einem Plateau bleiben die beiden stehen. Wie ein Wunder lichtet sich der Nebel, die Felsnadel ist erkennbar. Aber nicht nur der alte Mann, auch die Aussicht vom feinsten. Jede Menge Bilder werden von Patrik und Sebastian hier oben geschossen. Zum Glück gibt es Digitalkameras, ansonsten wäre bis heute schon so mancher Film voll.
Geschafft. Vater und Sohn

Der Nebel lichtet sich




So windig war es am Old Man Of Stor

Nadine wartet im Auto auf die zwei Bergsteiger und nachdem sie herabgestiegen sind, kann die Fahrt weiter gehen.
Eine neue Premiere beginnt für das Team SePaNa. Wir lernen nun die richtigen, kilometerlangen "Single Track Road" kennen. Diese sind schmale, einspurige, teils mit schlechtem Fahrbahnbelag ausgestattete Straßen. Bei Gegenverkehr gilt wer am nächsten an sogenannten "Passing Place" (Nothaltebuchten) ist hält und läßt den Gegenverkehr gewähren. 
Single Track Road mit den typischen schottischen Schafen

Auch dies klappt hier bestens. Wir haben während dieser Fahrt mal ein Video gedreht, viel Spaß beim anschauen

Nächster Halt: Kilt Rock.
Bei Staffin an der Küste findet man diesen Aussichtspunkt. Es sind die höchsten Seeklippen der Insel mit einem Wasserfall. Übrigens auch ein netter Freisteherplatz (N57° 36' 39.114" W6° 10' 22.955") Leider haben wir kein Wasser mehr im Tank ansonsten wären wir hier heute Nacht geblieben.

Ideal zum Freistehen

Kilt Rock


In Kilmuir, an der Nordspitze der Halbinsel befindet sich das Skye Museum of Life. In den für die Insel typischen blackhouses (reetgedeckten Steinhäuser) wird das Leben der crofters (Pachtbauer) nachempfunden. Auch wir machen an diesem Ort einen erneuten Zwischenstopp und bestaunen die Häuser. Der Eintritt war auch für schottische Verhältnis günstig (Erwachsene: 2,50 £; Kinder bis 16 Jahren: 0,50 £). Verschiedene Häuser sind zu besichtigen. Selbstverständlich sind diese auch detailgetreu eingerichtet. Es gibt u.a. eine Schmiede, den Stall oder das Schlafzimmer der crofts zu sehen. 
Skye Museum Of Life




Weiter oberhalb des Museums befindet sich der Friedhof mit dem Grab der Volksheldin Flora MacDonald, die hier 1790 verstarb.  Berühmt wurde Flora MacDonald, als sie Charles Edward Stuart („Bonnie Prince Charlie“) nach dessen Niederlage in der Schlacht von Culloden zur Flucht verhalf. 







Sie versteckte ihn zunächst und ruderte dann mit dem Prinzen, der als Zofe „Betty Burke“ verkleidet war, über das Meer zur Insel Skye. Am 20. September 1746 schaffte es Charles Edward Stuart, sich heimlich im Gebiet von Moidart, wo seine Expedition etwas über ein Jahr zuvor begonnen hatte, einzuschiffen und nach Frankreich zu segeln. Am 31. Januar 1788 starb Prinz Charlie, der nie wieder Kontakt zu Flora MacDonald aufgenommen hatte, in Rom. Flora MacDonald heiratete 1750 und hielt sich von 1773 bis 1779 mit ihrem Mann, der in britischen Militärdiensten stand, in den Vereinigten Staaten auf. Nach der amerikanischen Unabhängigkeit kehrte die Familie wieder nach Schottland zurück, wo Flora MacDonald nach schwerer Krankheit 1790 starb. Tausende nahmen an ihrem Begräbnis in Kilmuir auf der Insel Skye teil. Im Jahre 1880 errichtete man über ihrem Grab ein Hochkreuz, in das die folgenden Worte eingemeißelt sind:
Flora MacDonald
A name that will be mentioned in History,
and if Courage and Fidelity be virtues,
mentioned with Honour.
Flora Mac Donald
Ihr Name wird in die Geschichte eingehen
und solange Treue und Tapferkeit Tugenden sind,
wird sein Klang ehrenvoll sein.
Eine Statue zum Gedächtnis an Flora MacDonald steht in Inverness, der „Hauptstadt der Highlands“, vor dem Schloss, das über der Stadt thront.
Allmählich wird es aber Zeit einen Campingplatz für heute abend zu finden.
Uig


In Uig haben wir einen gefunden. Wie bereits gestern kostet uns hier die Nacht 22,50 £. So sind eben die Preise hier in Schottland.
Campsite Uig

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