Sonntag, 27. August 2017

Sommerurlaub 2017 in Schottland Tag 3 -We are in Scotland oder der Urlaub beginnt-

Unser dritter Tag beginnt um 07:00 Uhr. Heute gilt es noch einmal Strecke machen. Knappe 350 Kilometer stehen auf dem Programm. Als Ziel haben wir den Lochy Holiday Park in Fort William ausgewählt. Zuvor geht es aber an den Frühstückstisch. Das erste Mal, das wir Toast toasten. Dafür haben wir so ein komisches Metallgestell, welches auf den Gasherd gestellt wird. Bereits vorweg: es funktioniert. Dauert zwar länger wie zu Hause, aber es klappt. 


Toasten leichtgemacht
Bereits um 08:30 Uhr sind wir bereit zur Abfahrt. Unser BritStop hat sogar eine Entsorgung, so das unsere beiden Toiletten-Kasetten aber auch der Abwassertank noch geleert werden können. Wie bereits gestern schon geschrieben, ist solch eine Entsorgungsmöglichkeit nicht gang und gäbe bei den BritStop Plätzen.
Das Metall Bridge Inn in Carlisle, liegt noch in England, der nächste Ort ist Gretna. Dieser ist in Schottland. Gretna bzw. Gretna Green ist für den Blacksmith Shop bekannt. Der Ort wurde über 200 Jahre lang von minderjährigen Paaren aus England, bald aber auch aus Teilen des übrigen Europas zur Hochzeit aufgesucht, weil sie hier ohne Erlaubnis der Erziehungsberechtigten eine Ehe schließen konnten.
Lange Zeit galten in Großbritannien keine festen Regeln zur Schließung einer Ehe. Im Jahre 1753 verabschiedete das britische Parlament den Lord Hardwicke's Marriage Act,der unter anderem für eine Heirat zwischen Minderjährigen die Einwilligung der Eltern forderte. Dieses Gesetz galt nur für England, nicht aber in Schottland. Dort durften weiterhin Jungen mit 14 und Mädchen mit 12 Jahren eine Ehe ohne elterliche Zustimmung schließen.
Diese Regelung sprach sich sehr schnell herum: Viele minderjährige Paare flohen aus England und das erste Dorf hinter der schottischen Grenze war Gretna Green. Das schottische Gesetz verlangte seinerzeit zu einer Eheschließung lediglich eine Erklärung in Anwesenheit von zwei Zeugen, sodass beinahe jeder zur Abnahme einer Ehezeremonie berechtigt war. In Gretna Green hatte sich der Schmied als Amtsperson für die Eheschließung etabliert. Die Hochzeiten fanden in seiner Schmiede statt, und der Amboss bekam bei den dortigen Trauungen eine besondere Bedeutung.
Über mehr als 200 Jahre wurden Minderjährige hier getraut. Es kam immer wieder zu dramatischen Szenen, da Väter ihr Kind auf dem Weg verfolgten und versuchten, die Hochzeiten in letzter Minute zu verhindern.


Erste Begegnung mit dem Schild:
"No Overnight Parking"


Die alte Schmiede in Gretna Green




Ein Hochzeitsfoto??????

Ab 1856 verlangte das schottische Gesetz, dass die Ehepaare vor der Eheschließung sich mindestens 21 Tage in Schottland aufgehalten haben müssen. Diese Regelung wurde 1977 wieder aufgehoben. 1929 wurde das Mindestalter für eine Eheschließung auf 16 Jahre heraufgesetzt, wobei immer noch keine elterliche Einwilligung verlangt wird.
Heute ist dieser historische Ort fest in touristischer Hand. Neben dem Blacksmith Shop Museum sowie einem Trauzimmer gibt es diverse Einkaufs- und Imbissmöglickeiten. Wir durchstreifen das Gelände. Das Museum wird links liegen gelassen wegen den Eintrittspreisen in Höhe von fast 4 £ pro Person. Das ist uns definitiv zu teuer. Wir kehren zum Parkplatz zurück und fahren nach Lockerbie zum einkaufen. Dieser Ort ist für das tragische Flugzeugunglück von 1988 bekannt. Dort starben 270 Personen. Unglücksursache war ein Bombenattentat. Weiter möchten wir nicht auf das Unglück eingehen. Dafür gibt es u.a. Wikipedia (Bitte Impressum beachten!).
Im örtlichen Tesco gehen wir durch die Gänge und kehren mit einem vollen Einkaufswagen zurück.

Auch auf deutsches Bier braucht man in
Schottland nicht verzichten.

Als nächstes geht es noch nach Dumfries zum tanken. Dank Tank-App finden wir eine Tankstelle, die "nur" 1,119 £ für einen Liter Diesel verlangen.
Es sind alle Vorräte aufgefüllt. Weiter geht es.



Wir fahren wieder Autobahn


Zuerst wieder auf die Autobahn in Richtung Glasgow. Hinter der zweitgrößten Stadt Schottlands lernen wir die "bekannten" Landstraßen kennen. Man kann sagen sehr kurvenreich und manchmal sehr eng. 



Ab jetzt fahren wir auf den Landstraßen


viel Gegend recht und links und um uns herum


Das Gegenteil von weit ==>
ENG

noch enger
Bei Gegenverkehr ist waretn angebracht

Und so sieht es mit Gegenverkehr aus

Unsere Methode gegen das rechte Spiegel abfahren:
EINKLAPPEN
Zum Glück lebt unser Außenspiegel noch. Teils kamen die Busse bzw. LKW's sehr an das wichtige Teil am Wohnmobil heran. Am schönsten finden wir die Schilder, welche darauf hinweisen, das entgegenkommende Fahrzeuge über die Fahrbahnmitte hinausfahren. 
Am Loch Lomond machen  wir eine kurze Fotopause und vertreten uns die Beine.

Unser erster "Kontakt" mit einem Loch 
Loch Lomond



kurzer Fotozwischenstopp




Gegen 17:00 Uhr erreichen wir Fort William.



Parkplatz am Ortseingang von Fort William






Der Lochy Holiday Park liegt direkt am Fuß des höchsten Berg Schottlands​, Ben Nevis. Super ausgestattet und für die hiesigen Verhältnis günstig.




Ben Nevis im Hintergrund

Unser Abendessen aus dem Omnia

Pizza Calzone

River Lochy


Morgen fahren wir zum Glennfinnan Viadukt um den Harry Potter Zug zu sehen. Danach führt uns die Route weiter auf die Insel Skye. Jetzt hat der Urlaub begonnen.



Alle Bilder des Tages als Diaschau
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