Donnerstag, 20. Juli 2017

Über Vatertag zum Twistesee

Vorbereitung
Nachdem es klar war, das wir über das verlängerte Wochenende um Christi Himmelfahrt frei haben und wir mal wieder von zu Hause weg möchten, hieß es planen. Die erste Frage: Wo geht es hin? Zur Auswahl standen die Mosel oder die Nordsee in Belgien, Holland bzw. Ostfriesland. Nachdem uns irgendwann das Buch "(K)Ein Stellplatz für eine Nacht" in die Hand gefallen ist, kam ein neues Ziel in Betracht. Die Lektüre wurde von der Besitzerin des Reisemobilhafen Twistesee (Bitte Impressum beachten!) geschrieben und beschreibt u.a. die Entstehung des Platzes, aber auch das Verhalten einiger Zeitgenossen. Es hörte sich gut an. Lange Rede kurzer Sinn, Patrik schrieb eine E-Mail an die Betreiberfamilie Stümpel und reservierte einem Stellplatz für das betreffende Wochenende.
Bereits Tage vorher richteten wir das Wohnmobil her.
Beim Befüllen des Frischwassertank bemerkte Patrik, das sich Algen abgelagert hatten. Kurz und knapp musste er deshalb noch die Leitungen und den Tank reinigen. Das ist mit ein Grund warum wir immer bereits Tage vor der geplanten Abfahrt unser Mobil vorbereiten. Die weiteren Vorbereitungen liefen ohne Überraschungen.
Bevor es aber heißt Twistesee wir kommen müssen unsere geliebten Stubentiger einen Tag vorher bereits noch ins Katzenhotel nach​ Illingen (Bitte Impressum beachten!). Als auch dies erledigt ist und Patrik sowie Nadine von der Arbeit nach Hause gekommen sind, kann es losgehen.



Twistesee wir kommen, die Anfahrt
Der Twistesee ist ein Stausee an der Twiste. Er liegt bei Wetterburg im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg (Deutschland).
Grund für die Errichtung des Stauanlage war die Heinrichsflut vom 16./17. Juli 1965, die im Einzugsgebiet von Twiste und Diemel zu schweren Schäden und Zerstörungen führte. Für die Gewässerregulierung wurde ein Staudamm errichtet, der die Twiste zum Stausee mit Hochwasserschutzraum aufstaut. Der Twistesee liegt am Nordende des Langen Waldes zwischen dem 3,3 km westlich befindlichen Kernort der Stadt Bad Arolsen, dem 5 km nordöstlich gelegenen Kernort der Stadt Volkmarsen und dem 9,5 km südöstlich liegenden Kernort der Stadt Wolfhagen. Der Einfluss der Twiste in den Stausee befindet sich 1,3 km nordnordöstlich von Braunsen, und beim einzigen Uferort Wetterburg liegt der Staudamm; beides sind Bad Arolsener Ortsteile. Der Stausee erstreckt sich komplett im Stadtgebiet von Bad Arolsen; 1,3 km östlich des Staudamms liegt der Ortsteil Neu-Berich. Die bei Wetterburg stehende Twistetalsperre wurde von 1971 (Beginn der Vorarbeiten im Herbst) bis 1981 (Ende des Probestaus) errichtet, was der Inschrift einer Metallplatte, die am Ostende des Staudamms auf einem Felsbrocken montiert wurde, zu entnehmen ist. Am 14. Mai 1973 tätigte der Hessische Landwirtschaftsminister Werner Best den 1. Spatenstich zum Talsperrenbau. Der Probestau begann 1977 und die eigentlichen Arbeiten, die insgesamt knapp 38 Mio. DM kosteten, endeten im Winterhalbjahr 1978/1979. Jedoch wurde das gestaute Wasser im Winter 1980/1981 komplett abgelassen, um weitere Uferbefestigungen vorzunehmen und kleine Undichtigkeiten zu beseitigen. Im Frühjahr 1981 wurde wieder angestaut, womit der Probestau endete. Die Einweihung der Stauanlage fand am 26. September 1981 im Beisein des Hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner statt.
Der Staudamm ist ein an seiner Krone 275 m langer und über der Talsohle 21,5 m hoher Steinschüttdamm aus Buntsandstein mit einer Kerndichtung aus Rotton und hat insgesamt 430.000 m³ Bauwerksvolumen. Seine Wasserseite ist mit harten Steinen befestigt. Der Stauseeboden wurde mit Vorschüttungen abgedichtet. Mit einer in den Damm integrierten Kleinwasserkraftanlage (mit 70 kW Leistung) wird Strom erzeugt. Wasserseitig vor dem Damm steht ein Hochwasserentlastungsturm mit etwa 20 m hohem Überlauftrichter aus Stahlbeton, von dem ein 96 m langer Kanal zur Luftseite des Damms führt, so dass Überlaufendes Wasser in die Twiste fließt; auf diesem Turm befindet sich das Restaurant Café im See.
Der Twistesee hat bei normalem Vollstau 76 ha (0,76 km²) Wasserfläche und enthält dann 9 (bzw. 9,1) Mio. m³ Wasser, was der zuvor erwähnten Inschrift zu entnehmen ist. Sein Dauerstau im Sommer beträgt 4,7 Mio. m³.Der Stausee, dessen Stauziel auf 209,5 m ü. NHN liegt, ist etwa 2,75 km lang und maximal rund 0,3 km breit.
Dem Stausee fielen das Gut Lefringhausen (auch Lefringshausen genannt), das an der Westseite des heutigen Damms der B 450 stand, und die Campagnemühle zum Opfer. Er gehört zu den saubersten in Deutschland, weil alle Abwasser aus dem oberhalb des Stillgewässers liegenden Gebiets gesammelt und an ihm vorbei geleitet werden.
Der Twistesee ist aufgrund seiner vielen Freizeitangebote beliebtes Naherholungsgebiet. Um seinen Hauptteil führt ein 7 km langer Fußgänger- und Radwanderweg, der abschnittsweise asphaltiert bzw. geschottert ist; zahlreiche Wege laden in den Wäldern zum Wandern und Joggen ein. Wasserskisportlern steht eine im Stausee installierte Wasserskianlage zur Verfügung. Das Stillgewässer darf mit Schlauch-, Paddel- und Tretbooten befahren werden. Am Ufer wurden Sandstrände angelegt. Auf den westlich des Stausees befindlichen Berghängen gibt es einen Neun-Loch-Golf- und einen Minigolfplatz. Dort liegt auch der Ferienpark Twistesee (auch Feriendorf Wiggenberg genannt), in dem zum Beispiel Nurdachhäuser auch zu Seminarzwecken angemietet werden können. Am Ostufer gibt es eine große Liegewiese, eine FKK-Wiese und eine abgesperrte Fläche für Schiffsmodelle.
Die Strecke dorthin, fast 400 Kilometer, führt uns ausschließlich über die Autobahn. Dies ist der schnellste und kürzeste Weg. Bis Frankfurt lief es rund, doch dann kommen die Kasseler Berge. Ab hier heißt es Stop and Go. 

Unterwegs ruft Nadine auf dem Stellplatz an, um unsere späte Ankunft anzukündigen. Problemlos erhalten wir unsere Platznummer. Nach über sechs Stunden Fahrt ist das Ziel, Reisemobilhafen Twistesee, erreicht. 
Reisemobilhafen Twistesee

Patrik füllt noch schnell den Frischwassertank auf bevor wir auf den Stellplatz fahren. Platznummer 39 ist ab jetzt unser Domizil für die nächsten Tage. Zum Glück haben wir reserviert. Der Stellplatz ist mehr als voll. Das wohnliche Einrichten des Wohnmobiles verschieben wir auf morgen. Patrik schließt nur noch schnell die Solaranlage an. Mal schauen wie lange damit das autark stehen möglich ist. Zum Abendessen grillen wir wie immer auf dem geliebten Lotusgrill. Auch das Geschirr spülen wird auf morgen verschoben. 

Gemütlich sitzen wir noch kurze Zeit vor dem Wohnmobil bevor es um 23:00 Uhr zu Bett geht.

Donnerstag, Christi Himmelfahrt, Vatertag
Ohne Wecker stehen wir um 9:30 Uhr auf. So lange haben wir noch nie im Wohnmobil geschlafen. Durch unsere gestrige späte Anreise war eine Brötchenbestellung nicht mehr möglich. Aus diesem Grund gibt es immer eine Notration Aufbackbrötchen an Bord des Wohnmobiles. Zusammen mit dem Omnia Ofen gelingt damit immer ein leckeres Frühstück. Bis die Brötchen fertig sind richtet Patrik mit Nadine das Womo aus. Er fährt es auf die Keile damit es gerade steht, kurbelt die Hubstützen herunter, spannt die Markise und schnallt die Fahrräder ab. Nadine deckt den Frühstückstisch und überwacht den Backvorgang. Ein gemütliches Frühstück kann beginnen.
Wir lassen uns Zeit, denn für heute steht nichts auf dem Plan. Nicht ganz, eine Pflichtaufgabe gibt es: die Anmeldung! Nach dem Frühstück machen wir uns gemeinsam auf den Weg zum Kiosk. Dabei wird die Größe des Reisemobilhafens erst ersichtlich. Neben den parzellierten Plätzen zur Seeseite hin, da stehen wir, gibt es noch eine Ausweichfläche. Diese ist an diesem Wochenenede reserviert für den Giottilineclub. Durch das Clubtreffen der Giottilinebesitzer gibt es auch eine Womo-Ausstellung der Firma Uwe Gante
Vielleicht unser Neuer?
Nein, wir bleiben unserem Stig treu!

Desweiteren bekommen wir auch die modern gestaltete Sanitäranlage zu Gesicht. Alles sauber und auch mit den ein oder anderem Detail versehen.
Wir melden uns am Kiosk an (12 €/Übernachtung inkl. Kurabgabe), ebenso erhalten wir dort weitere Infos über den Stellplatz sowie die Umgebung.
Zurück am Wohnmobil packt erst einmal seinen Laybag (ein Luftsack, der als Couch genutzt werden kann) aus und befüllt ihn mit Luft. Es sieht irgendwie komisch aus. Patrik versucht durch wild in der Luft schwenken des Sackes Luft in die Kammern zu bekommen. Nach fünf minütigen wedeln ist der Laybag gefüllt. Unter der Markise liegt sich auf dem Sack richtig bequem. Eine tolle Erfindung mit sehr geringem, leichten Packmaß.
Chillen am Vatertag
Chillen oder wie der Saarländer sagt: rumgammelnt, zieht der Tag ins Land.
Patrik und sein Laybag

Gegen Nachmittag entschließt sich Patrik eine Runde um den See zu drehen. Schließlich sind dafür die Fahrräder an Bord. Er schnappt sich sein "Cubetti" und fährt los. 
und immer schön mit Helm

Staumauer mit dem Cafe im See
Blick zum Stellplatz

Der erste Fotostopp  findet auf der Staumauer statt. Das Cafe im See gilt es zu bestaunen. Das Besondere daran: es steht auf dem Überlauf des Sees und ist über eine Brücke mit der Staumauer verbunden. Die Fahrt geht weiter. Um den See ist sehr viel Betrieb, ein entspanntes Fahren sieht anders aus. Auf der rechten Seeseite befinden sich neben dem großen Badestrand, ein Bootsverleih, diverse Gastronomiebetriebe und eine Wasserskianlage.
Wasserskianlage, leider wegen zu geringem
Wassersatnd nicht in Betreieb
Leider ist der Betrieb zur Zeit wegen Wassermangel im See eingestellt. Schade. Nach 3,5 Kilometer steht Patrik bereits am Ende des Stausee. Auch dort befindet sich ein kleines Cafe. Der Weg zurück zum Stellplatz führt nun durch den Wald. Dieser ist zwar befestigt aber nicht geteert wie die andere Seeseite. Ein Schild weißt daraufhin, das der Weg nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Zum Glück hat Patrik sein Mountainbike und nicht das Rennrad dabei. Bereizs im Buch wird auf einen Berg hingewiesen, dieser folgt nun im Anschluss. Wer hätte an solch eine Steigung gedacht. Normalerweise sind Rundwege um Stauseen doch flach, aber nicht hier am Twistesee. Nachdem Patrik den Gipfel erklommen hat kommt Erleichterung auf. Steigung gemeistert und es kommt direkt eine Bergabpassage. Was er nicht sieht, nach einer unübersichtlichen Linkskurve kommt erneut ein Anstieg. Leider hat Patrik diesen zu spät erkannt und deshalb keinen Schwung mitgenommen. Diese Steigung hat es in sich. Doppelt so lang wie die vorherige. Puh, anstrengend. Nachdem dann noch einige E-Bikes an Patrik "vorbeirauschen" schafft auch er nach einer kurzen Verschnaufpause diesen Berg. Die Strecke wird nun wieder flacher und führt auch wieder parallel zum See. Die Twistesee Bergwertung hat Patrik nun auch absolviert. Zurück am Wohnmobil und sieben Kilometer Fahrt heißt es erneut Laybag chillen bis zum Abend.
An diesem Tag ist es noch etwas kühl im Schatten

Gremlin als Comic

und so sieht Lissy aus

Nadine betätigt sich künstlerisch. Sie malt Comicbilder unserer beider Katzen. Die zwei Bilder werden dann demnächst einen Ehrenplatz in unserer Wohnung erhalten. 
Auch Patrik braucht die Jacke

Wie so oft grillen wir am Abend. Gespült wird nach dem Essen in der großen Spülschüssel vor dem Wohnmobil. Da die Temperaturen am Abend noch sehr bescheiden sind, verbringen wir den Rest des Abends im Mobil.

Freitag: Wellnesstag im Arobella
Auch am Freitag schlafen wir länger. Als es uns um 9:00 Uhr aus dem Bett treibt waren die Brötchenserviceelfen bereits am Werk. Die Gestern bestellten Brötchen hängen an der Wohnmobiltür. Ein toller Service hier am Twistesee.
Frühstück vor dem Wohnmobil

Bei den Außentemperaturen von knapp 20 Grad frühstücken wir erneut draußen. Wie gestern besteht diese erste Mahlzeit des Tages aus den Zutaten von daheim. Auch unsere leckeren Eier sind wieder dabei. Ebenso dabei ist unsere neue Tischdecke. Wir haben jetzt zwei dieser Tischauflagen. Geht es ans  Meer liegt eine mit Fische auf, für die restlichen Gegenden die mit den Kühen.
Der heutige Tagesablauf wird besprochen. Geplant ist der Besuch des Freizeitbad Arobella in Bad Arolsen. Um dorthin zu gelangen nutzen wir die Räder. Danach soll noch die Stadt ein wenig unsicher gemacht werden. Vielleicht fällt ja noch ein Eis ab?
Bevor wir uns aber auf den Weg machen, das Spülen wird wieder auf heute abend verschoben, müssen noch die Brötchen für morgen vorbestellt werden. Gesagt getan. Auf geht es über Wetterburg nach Bad Arolsen. Der Weg, fast fünf Kilometer, führt über ausgebaute Fahrradwege. Da kann sich unser Saarland mal ne Scheibe abschneiden!
Was aber niemand von uns weiß, fast ein Drittel der Strecke geht es bergauf. Irgendwie wie bei uns zu Hause. Ständig Berg und​ Tal. Am Ende der Steigung erreichen wir Bad Arolsen. Ab jetzt ist es flach. Wir radeln am alten Schloss vorbei. Eine Besonderheit des Stadtbilds ist die im Jahre 1670 angelegte Große Allee, die auf etwa 1600 Meter Länge in Ost-West-Richtung verläuft. Sie ist sechsreihig mit rund 880 Eichen bepflanzt. Besonders im Sommer lockt sie wegen ihrer schattenspendenden Anlage viele Spaziergänger an. Gedacht war sie als breite und repräsentative Verbindung des Residenzschlosses mit dem fürstlichen Lustschloss Charlottental, das allerdings schon 1725 abgerissen wurde. Das Städtchen hat was. Noch einmal links abbiegen, durch einen Kreisel und schon ist das Arobella voraus.
Arobella voraus


Die Fahrräder abgesperrt, natürlich doppelt und dreifach, betreten wir das Foyer des Bades. An der Kasse springen uns die Preise ins Auge. Auf Grund der Uhrzeit kommt eine Tageskarte nicht mehr in Frage. Da in der Stellplatzgebühr auch eine Kurabgabe enthalten ist, präsentieren wir die entsprechende Kurkarte. Prompt gibt es den vier Stunden Eintritt zum Preis der zwei Stunden. Die freundliche Kassierin erklärt uns den Weg zu den Umkleiden und dem Saunabereich. Wir nutzen die videoüberwachten Wertsachendepot bevor es zum umkleiden geht. Wie immer führt uns danach der Weg zu den duschen. Dort die Überraschung. In den vielen Bäder wo wir schon waren gab es große Duschräume mit fünf und mehr Duschen. Hier in Bad Arolsen ist es anders. Für jedes Geschlecht gibt es zwei Duschmöglichkeiten. Auch die Schwimmhalle ist eher eine der kleineren Art. Es gibt ein Mehrzweckbecken an das das beheizte Außenbecken grenzt, ein sog. Therapiebecken (dieses ist zu bestimmten Zeiten wegen Anwendungen gesperrt), ein Babybecken, mehrere Whirlpools und ein 25 Meter Sportbecken mit drei Bahnen. 
Nun erwartet uns der Saunabereich. Im Inneren befindet sich für die Gäste u.a. ein Damfbad, das Tauchbecken, die Möglichkeit zum Fußbaden, die Saunabar und einiges mehr. Leider haben wir diesen Bereich wegen dem tollen Wetter nicht​ genutzt, deshalb können wir auch wenig darüber berichten. Im Saunagarten stehen Sonnenliegen und -schirme bereit. In bester Mallorca-Manier reservieren wir uns zwei Liegen und einen Schirm. Bevor jetzt getobt wird: "Man reserviert keine Liegen!" Das stimmt, das kotzt uns in vielen Betrieben auch an, aber hier sind noch so viele frei, das dies geduldet wird. Im Außenbereich befinden sich auch drei Saunen: Aufgusssauna, Kaminsauna und die 120° Sauna. Wir benutzen die ersten beiden. Auch diese sind wie das komplette Bad klein, aber trotzdem ansprechend. Zwischen den Saunagängen drehen wir einige Bahnen im Sportbecken oder chillen im Saunagarten. Irgendwann sind auch vier Stunden vorüber. 

Impressionen von Bad Arolsen
Auf dem Weg zur Sparkasse
Rund um die Sparkasse
Jetzt werden wir noch ein wenig die Stadt erkunden. Zuerst geht es zur örtlichen Sparkasse. Unsere Bargeldreserven sind erschöpft. Dank Google Maps ist die Suche ganz einfach. Zum heimfahren ist es noch ein wenig zu früh. Patrik macht den Vorschlag noch eine Eispause unterwegs einzulegen. Erneut wird Google bemüht. Wir beschließen das Eiscafe in der Nähe des Schlosses aufzusuchen. Wie auf dem Hinweg die Fahrt durch die Allee, ist die Fahrt durch die Hauptstraße dorthin ein Genuß. Alles sauber, die Straße idyllisch. Viele alte Häuser, auch gepflegt, stehen rechts und links. 
Straße zum Schloss
Wir erreichen das Eiscafe. Leider gibt es direkt davor keine Möglichkeit zum abstellen der Drahtesel. Drei Anwesen weiter, direkt vor dem Schloss, gibt es Poller, damit nicht wild mit den Autos auf dem Bürgersteig geparkt wird. Dort lehnen wir die Räder an und ketten sie fest.

Residenzschloss Bad Arolsen

Das Residenzschloss Arolsen ist ein barockes Schloss in Bad Arolsen im Kreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland). Das Schloss wurde als dreiflügelige Anlage gebaut, an die sich ein englischer Garten anschließt. Zentrales landschaftsarchitektonisches Gestaltungselement ist ein ausgedehntes Rondell. Der Entschluss in der Eisdiele einzukehren wird umgeschmissen. Wir entdecken das Restaurant "Schlossgarten" mit einer Gartenterrasse. Das interessante dort, man sitzt unter einer alten Eiche. 
alte Eiche im Schlossgarten
Die Speisekarte ist sehr ansprechend. Wir gönnen uns je eine frisch gebackene Waffel mit Eis und Sahne. Die alte Eiche ist ein idealer Schattenspender. 
Feine Waffel mit Eis und Sahne

Patrik trinkt noch ein alkoholfreies Weizen bevor es zurück zum Twistesee geht. 
Schnell, es geht ausschließlich berg ab, erreichen wir den Stellplatz. Dieser ist immer noch ausgebucht. Es scheint sich herum gesprochen zu haben, das es hier sehr schön ist.
unsere Wäscheleine
Zum Abschluss des heutigen Tages grillen wir erneut. 
Wie so oft wie nur möglich.
Der Saarländer grillt
Das Spülen erfolgt erneut vor dem Wohnmobil. Gemütlich sitzen wir danach vor dem Wohnmobil und genießen das warme Wetter.
Twistesee bei Nacht

Samstag: Chillen chillen und Spießbraten essen
Der Samstag beginnt wie der Freitag. Dank der Elfen des Brötchenservices hängen unsere Backwaren bereits an der Eingangstür. Auch das Wetter spielt erneut mit. Es kann draußen gefrühstückt werden. Der heutige Tag steht unter. Motto: "Chillen bis es nicht mehr geht!" Bei Frühstück bemerken wir allerdings, das unsere Butte zu Neige geht. Aber dies ist kein Problem, wozu gibt es in Wetterburg die "Scheune". Die ist ein kleines Lebensmittelgeschäft mit einer kleinen Kneipe. Wie der Name es schon verrät in einer kleinen Scheune. Wir entschließen uns nach dem Frühstück mit den Räder dorthin zu fahren. Dann muss das chillen eben noch warten. Gesagt getan. Wir satteln unsere Drahtesel. Einmal über die Staumauer, schon fällt das Werbeschild der Scheune ins Auge. Mach kurzer Zeit stehen wir vor dem Geschäft. Ein kleiner Tante Emma Laden. Von weitem sehen wir bereits den Kühlschrank. Nur das Butterfach ist leer. Vielleicht gibt es noch eine weitere Kühlung. Wir fragen nach, doch leider Fehlanzeige. Schade. Es bleiben nur noch zwei Alternativen:
1. Butter sparen, eigentlich brauchen wir nur noch das nun kostbare Gut für das morgige Frühstück.
Oder:
2. Wir fahren erneut den Berg hinauf nach Bad Arolsen und suchen dort einen Lebensmittelmarkt.
Kurz und knapp fällt die Entscheidung zur Variante 1.
Da heute eigentlich chillen angesagt ist, haben wir keine Lust erneut den Anstieg zu meistern.
Ohne Butter geht es zurück zum Stellplatz. Aber jetzt heißt es erneut CHILLEN. Patrik wedelt mit seinem Laybag in der Lift herum während Nadine es sich im Stuhl bequem macht und die Füße hochlegt. Das Wedeln sieht schon komisch aus. Patrik ist damit der Blickfang auf dem Platz. Geduldig beantwortet er Fragen zu diesem Sack und was man damit macht.
Nicht nur die Verlosung der Tombola findet heute statt, nein am Mittag gibt es Spießbraten vom Grill. Eine Abwechslung auf dem Speiseplan. Wir kaufen zwei Portionen mit Kartoffelsalat für heute Abend.
Es geht weiter mit dem Chillen und dem genießen des tollen Wetters. Es ist eigentlich unsere erste Wohnmobiltour ohne Regen.
Am Nachmittag gehen wir zur Tombola. Mit unseren zwei Gewinnlose erhalten wir eine Flasche Champagner und zwei hübsch verpackte Espressotassen. Über 100 Gewinne wurden verlost und alles zu Gunsten eines Hospizes. 
reichhaltig bestückte Tombola
Patrik geht zum Abschluss des Kurztrip noch zum baden in den Twistesee. Da er zu faul ist sich am offiziellen Badestrand in die Fluten zu stürzen, geht er an den am Stellplatz angrenzenden Hundestrand ins Wasser. Patrik schwimmt eine Runde im warmen See. 
Freibadesaison ist erröfnet
Patrik und der "Rettungshund"
Passenderweise kommt ein Hund zu ihm und will mit ihm spielen oder will der Vierbeiner ihn doch retten? 
Nach so einer sportlichen Betätigung muss man was essen. Es ist schließlich noch Spießbraten da. Wir schmeißen das Fleisch in die Pfanne und erhitzen es. Der Braten ist vom Geschmack ein wenig anders als unser saarländischer, aber er schmeckt super und das zählt.
Spießbraten vom Grill mit Kartoffelsalat 

So geht auch dieser wunderschöne Tag am Twistesee vorbei. Wir sitzen noch bis spät am Abend vor unserem Wohnmobil und reden über Gott und die Welt bevor es zu Bett geht.
Gemütlich sitzen wir bis spät in die Nacht
vor unserem Wohnmobil

Tschüß Twistesee

Sonntag: Wir fahren wieder nach Hause
Auch am  Sonntag verrichtet die Brötchenfee ihren Dienst. Unsere bestellten Backwaren hängen an der Tür. Einem gemütlichen Frühstück steht nichts mehr im Weg. Noch haben wir Zeit. Unsere Planung sieht vor, das wir gegen 10:30 Uhr Abreise bereit sind. Zuvor müssen aber noch entsorgt werden.
Wie immer liegen wir gut in der Zeit und um 10:05 Uhr steht das Wohnmobil bereits an der Entsorgung.
Dort trifft Nadine Mitglieder einer Katzen mit Wohnmobil Gruppe. Ein kleiner Plausch beginnt. Selbstverständlich werden die mitreisende Katzen noch begutachtet. Aber für uns kommt so etwas nicht in Frage. Das für und wider soll hier nicht breit getreten werden.
Das Entsorgen geht zügig von statten und schon verlassen wir den Twistesee. Unterwegs fahren wir noch für eine Eisschokolade von der Autobahn ab und kehren im Goldene M ein. 
Eisschokolade to go
Pünktlich um 16:00 Uhr steht das Wohnmobil in der heimischen Einfahrt.
Willkommen im schönsten Bundesland
der Welt
Ein wunderschönes Wochenende ist zu Ende.

Fazit:
Die Wahl auf den Twistesee erwies sich als goldrichtig. Man merkt direkt, das der Platz von Wohnmobilisten für Wohnmobilisten erschaffen wurde. Es ist alles sauber und gepflegt. Trotz der Größe geht alles geregelt von statten. Zweimal währen unseres Aufenthalt kam ein ortsansässiger Metzger mit seinem Verkaufswagen auf den Zahl. Dort gab es regionale Wurstspezialitäten zu ansprechbaren Preisen. Wir probierten u.a. einen Käsesalat.
Auch ein örtlicher Metzger kommt auf den Platz
und bietet leckere, regionale Produkte an.
Empfehlenswert
Am Kiosk, der gleichzeitig die Rezeption ist, kann man gemütlich auf der Terrasse sitzen und Getränke sowie kleine Speisen zu sich nehmen. 
Eiscafe auf der Terrasse des Stellplatzes
Wir können mit ruhigen Gewissen diesen Platz weiter empfehlen. Leider war der Wasserstand des Sees zu niedrig, so das die Wasserskianlage nicht in Betrieb war. Für Golfspieler gibt es im näheren Umfeld auch einen Platz.
Schade, das man darauf hinweisen muß!
Finde den Fehler :-)
Auch auf dem Stellplatz gesehen

Es wird garantiert nicht unser letzter Besuch am Twistesee gewesen sein. 

Jetzt sin wir wieder komplett
Hier ist noch eine Diaschau aller unserer aufgenommener Bilder rund um Bad Arolsen und den Twistesee.