Die Vorbereitung
Nach unserer großen Renovierungsaktion in der Fastnachtswoche, benötigen wir mal ein wenig Abwechslung. Auch deshalb steht ein Wohnmobil in der heimischen Einfahrt. Es heißt mal wieder Wohnmobilluft schnuppern. Was liegt da näher als ein Kurztrip in den Schwarzwald. Patrik ist ein Fan der Brauerei Rothaus und deren Biere.
Somit haben wir auch schon unser Ziel für diese Tour gefunden: die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG in Grafenhausen. Dort wollen wir an einer Brauereibesichtigung teilnehmen und natürlich einige Bierspezialitäten, welche es nicht bei uns im Saarland gibt, kaufen. Passenderweise gab es auf der diesjährigen CMT in Stuttgart auch Gutscheine für eine multimediale Brauereiführung.
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Überraschung,
alte Tablettendoese als Abzweigdose |
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| vorher |
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| nachher |
Schnell noch das Wohnmobil vorbereiten oder besser gesagt: das Mobil wacht aus dem Winterschlaf auf. Patrik reinigt und desinfiziert an einem Nachmittag den Frischwassertank sowie die Wasserleitungen. Er benutzt dafür Essig Essenz und Zitronensäure aber auch eine Bürste zum schrubben. Nach diversen Spülungen sieht der Tank wie neu aus.
Jetzt kann das Frischwasser aufgefüllt und die Dr. Keddo Silberkugel wieder eingetaucht werden.
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| Premiere für unser Camper´s Log Buch |
Die Vorbereitungen sind damit abgeschlossen. Unsere Klamotten verstauen wir in Taschen, denn für eine Übernachtung benötigen wir ja nicht viel.
Das Wochenende beginnt
Samstag mittag, nachdem Patrik Feierabend hat setzen wir uns gegen 15:30 Uhr in Bewegung. Wir beschließen in der Nähe von Rothaus zu übernachten. Dank der Promobil Stellplatz finden wir einen kleinen Stellplatz im Bonndorfer Ortsteil Holzschlag. Der Platz ist auf dem dortigen Dorfplatz beheimatet. Für einen kleinen Obolus (xx €) kann dort übernachtet werden. In dieser Gebühr ist die Ver- und Entsorgung inkl. Frischwasser enthalten. Weitere Infos gibt es in unserer Stellplatzbeschreibung.
Die Fahrt dorthin führt uns uns aus Zeitgründen über die mautpflichtige, französische Autobahn (10,00 €) nach Straßburg bzw. Kehl. Von dort durch Freiburg bis nach Holzschlag. Um 19:00 Uhr erreichen wir unser Zwischenziel. Da es keine Parzellierung gibt und Stig zu lang für die Plätze am Rand ist, parken wir mitten auf dem Dorfplatz. Noch schnell die Stellplatzgebühr in einer der benachbarten Wirtshäuser begleichen und ein entspannter Abend kann beginnen.
Als Abendessen haben wir uns Nudeln mit Bolognese Sauce von zu Hause mitgebracht. Für diese Zwecke besorgte Patrik Frischhaltedosen die genau in den Kühlschrank bzw. ins Gefrierfach passen. Ruckzuck ist die Pasta in unserer neuen Wokpfanne erhitzt und zum essen fertig. Das Spülen verschieben wir auf morgen, so daß wir direkt in den gemütlichen Teil übergehen. Vor dem Fernseher und mit dem Buch "(K)Ein Stellplatz für eine Nacht" in der Hand wird der erste Abend in diesem Jahr im Wohnmobil gechillt. Gegen 22:00 Uhr fallen uns die Augen zu und es heißt: "Gute Nacht."
Um 7:30 reißt uns der Wecker aus dem Reich der Träume. Ausgeschlafen, wird der Frühstückstisch hergerichtet. Alle Zutaten stammen von zu Hause, da wir beim recherchieren des Stellplatzes bereits gemerkt haben, das sich in Holzschlag weder eine Bäckerei noch sonst irgend ein Geschäft befindet. Patrik hat von der Arbeit en französiches Flutes sowie ein Eisacktaler Roggenbrot aus der Arombäckerei Anstadt mitgebracht. Neben den Eier vom Eierautomaten aus Niedersalbach wandert noch Marmelade sowie Wurst auf den Frühstückstisch.
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| Frühstück in Holzschlag |
Das erste Wohnmobilfrühstück im Jahr 2017 kann beginnen. Mmmmmmmhhhhh lecker. Paasenderweise lässt sich auch die Sonne blicken. Leider ist nur 8 Grad, deshalb wird nicht vorm Mobil gegessen.
Das Frühstück fällt kürzer als gewohnt aus, schließlich haben wir noch ein Rendezvous mit dem Tannenzäpfle. Schnell gespült, das Geschirr verräumt, entsorgt und schon heißt es: Abfahrt.
Noch einige Worte zur Ver- und Entsorgung hier in Holzschlag: entsorgt wird über eine Bodenklappe. In diese wird auch die Toilette geleert. Leider ohne Wasserspülung, d.h. es hingen noch die Überreste des Vorgängers im Abfluss. Parallel zur Bodenklappe befindet sich der Frischwasserhahn mit Gardena-Anschluss. Tipp von uns: den Hahn nicht zum Frischwasser zapfen nutzen, denn der ein oder andere Geselle hat diesen bereits zum spülen der Toilettenkasette genutzt. Auf dem Platz befindet sich noch ein zweiter Wasserhahn in Höhe der Infotafel. Dort gibt es kein Gardena-Anschluss aber mit einem Wasserdieb und einem längeren Schlauch bekommt man dort ebenfalls von dem kostbaren Gut.
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| Entsorgung mit Frischwasserhahn |
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| hinter der Sitzgruppe ist ein zweiter Frischwasserhahn |
Genug organisatorisches, über eine kurvenreiche Strecke geht es nach Rothaus. Übrigens dort im Ort gibt es auch einen Campingplatz. Die Brauerei ist bereits von der Straße sichtbar.
Leider gibt es nur PKW bzw. Busparkplätze auf dem Firmengelände. An uns Wohnmobilisten wurde leider nicht gedacht. Deshalb parken wir am äußersten Rand der PKW-Plätze, belegen zwei Parktaschen und stehen mit dem Überhang auf einer Wiese.
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| Die Parkplätze am äußersten Rand sind Wohnmobil tauglich |
Am Brauereigasthof sehen wir uns die Speisekarte an. Eigentlich ansprechend. Allerdings sind uns die Preise persönlich zu hoch. Wir gehen weiter in den Brauerei-Shop. Dort kann man sich u.a. für eine Brauereibesichtigung anmelden. Am heutigen Sonntag finden zwei dieser Besichtigungen statt. Eine um 11:00 Uhr und die zweite um 14:00 Uhr. Beide dauern ca. 1,5 Stunden. Im Preis von 11,00 € (Besitzer der Hochschwarzwald Card: 6,00 €) ist neben der Führung auch ein kleiner Umtrunk mit Snack (Brezel) enthalten. Da es bereits kurz vor 11 Uhr ist, fällt die erste Besichtigung für uns aus, aber für die zweite sind noch Plätze frei.
Beim durchstöbern des Brauerei-Shop beraten wir uns, ob wir nun eine Brauereibesichtigung buchen oder nicht. Wir kommen zum Entschluss, das wir nicht an solch einer Führung teilnehmen. Der Grund: Wir kommen zu spät aus Rothaus weg und damit auch zu spät nach Hause.
Es gibt aber noch die besagten CMT Gutscheine. Diese beinhalten eine multimediale Tour mit einem Mediaguide (Kopfhörer, der die Ausstellung erklärt) und ein Getränk aus dem Rothaus Sortiment. Bevor wir im Shop einige Souvenirs kaufen machen wir doch noch diese Führung.
Patrik geht zum Infotresen, hinterlegt seinen Personalausweis als Pfand und erhält zwei Mediaguides sowie zwei Voucher für je ein Getränk.
Die Audio-Tour "Zäpfle Heimat" beginnt in einem Nebengebäude. Eine interaktive, 300 qm große Ausstellung zeigt an 25 Stationen alles Wissenswerte über die Geschichte der Brauerei, die Verwendung hochwertigster Rohstoffe sowie die Verbindung traditioneller Braukunst mit innovativen Produktionsmethoden und über die Kultur des Schwarzwalds. Alle Exponate bzw. Filme sind mit Nummern gekennzeichnet. Diese Nummern müssen im Mediaguide eingegeben werden und prompt gibt es die entsprechende Informationen. In einem Kino sehen wir uns einen Film über das brauen der verschiedenen Biere an. Auch die Geschichte der Brauerei wird anhand von Videos oder alten Werbematerialien erklärt. Selbst die kupferne Braukessel bekommen wir zu Gesicht. Als kleiner Ersatz für eine Brauereibesichtigung ist diese Multimediatour sehr interessant.
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| Sudhaus und Start der Multimedia Tour |
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| diverse Flaschenetiketten |
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| Sudkessel |
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| Rothaus Bierspezialitäten |
Wir gehen zurück zum Brauerei-Shop um die Multimediaguides abzugeben und unser Getränk in Empfang zu nehmen.
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| unser Einkauf |
Patrik kauft wie gewollt noch drei Sixpacks der Schwarzwälder Bierspezialitäten und schon geht es zurück zum Parkplatz. Übrigens auch das Außengelände der Brauerei ist Beuchergerecht gestaltet. Neben einem großen Biergarten gibt es auch ein toller Kinderspielplatz auf dem Areal. Ebenso ist die Brauerei Startpunkt des "Zäpfle Weg" (Gehzeit: ca. 1/2 Stunde). An insgesamt neun Stationen und drei Pavillons werden eine Fülle an Informationen über die Themenbereiche „Rohstoffe“, „Braukunst“ und „Umweltstandards“ geboten. Zudem ist ein Blick auf die Abfüllanlage möglich – am Panoramafenster sausen stündlich bis zu 60.000 Flaschen vorbei. Entlang der Route liegen auch der als Fotomotiv sehr beliebte Zäpfle-Brunnen, der Quellgeist sowie das Quellgebiet, das Ursprung unseres erstklassigen Brauwassers ist.

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| endlich Schnee |
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| ein großer Kinderspielplatz befindet sich auch auf dem Gelände |
Ein Besichtigungspunkt steht noch auf dem Programm. In unmittelbarer Nähe zur Brauerei steht das berühmte Wohnhaus der Brinkmanns aus der Schwarzwaldklinik. Vielleicht sind sie ja zu Hause und laden uns zum Kaffee ein. Leider Fehlanzeige. Selbst das weiße Golf Cabrio von Udo Brinkmann steht nicht davor. Wir spazieren einmal ums Haus herum.
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Haus der Brinkmann,
leider niemand zu Hause |
Schön das Haus zu sehen, schließlich sind wir mit der Serie groß geworden. Heute befindet sich im Haus ein Schwarzwald-Museum. Aber auch diese Besichtigung lassen wir ausfallen. Gegen 13:00 Uhr treten wir die Rückfahrt an. Dieses Mal führt uns der Weg über Freiburg, Karlsruhe und Landau. In Maximilliansau stoppen wir am güldenen M für eine Kaffeepause. Gegen 17:30 Uhr steht das Wohnmobil wieder auf heimischen Boden.
Ein schönes Wochenende ist vorüber. Leider war es mal wieder sehr regnerisch aber in Freiburg hatten wir frühlingshafte Temperaturen um die 17 Grad.
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| erste Einträge im Camper´s Log |