Bei unser Anschaffung unseres Wohnmobiles stand im vorigen Jahr die Frage im Raum: Hubbett ja oder nein?
Obwohl wir als SePaNa also mit drei Personen unterwegs sind sowie langen hin und her, entschieden wir uns gegen solch eine Schlafstätte. Stattdessen wurde von uns die Sonderausstattung Dinette zum Bett umbaubar geordert.
| Umbau der Dinette zum Bett |
Die Beweggründe hierfür waren folgende:
- Das Gesamtgewicht, Hubbett bedeutet immer knappe 100 kg mehr auf der Waage
- Der Platz in den Schränken ist geringer beim Hubbett, da die besagten Schränke kleiner sind.
- Die höheren Mehrkosten von knapp 1000 Euro.
- Aber der Hauptgrund war unser Se(bastian): Zum Zeitpunkt des Kaufes war er 15 Jahre und damit war es nur eine Frage der Zeit, wie lange er noch mitfährt.
Deshalb konnten wir uns diese Kosten sparen.
Heute wissen wir, die Entscheidung war richtig. Sebastian wird in diesem Sommer zum letzten Mal mit uns gemeinsam auf Reisen gehen. Die Fahrt nach Schottland, von ihm gewünscht, wird quasi seine Abschlussfahrt.
Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Thema. Nachdem das Wohnmbil im letzten Jahr bei uns in der heimischen Einfahrt stand hieß es erstmal probeliegen. Zuerst begannen wir mit dem Dinette zum Bett Umbau-Tetris. Als wir dann das Ergebnis sahen, kam in Opa das um den Enkel besorgt sein Gen durch: "Nein, das ist viel zu schmal für den Jungen. Ich muss mir da was einfallen lassen!"
Ein ausmessen und planen begann. Auch die Fahrt in den Baumarkt stand an. Auf dem Einkaufszettel standen u.a. folgende Artikel:
- Brett, 10 mm dickes Sperrholz
- Klappacharnier
- Holz für den Pfosten
- Matraze
- Polster für die Kanten
- weitere Kleinartikel wie Schrauben usw. hatten wir zu Hause
Der Zettel wurde abgearbeitet, die Matraze besser besagt die Matrazen fanden wir in dem großen, blauen, schwedischen Möbelhaus in der Babybettabteilung.
Nun konnte das Heimwerken beginnen.
Wir bearbeiteten die Sperrholzplatte damit sie so breit wie der Tisch und die Sitzbank ist.
| bearbeitetes Brett |
Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, bekam das Brett noch einen klappbaren Fuss sowie eine Verstärkung aus einer einfachen Tannenlatte.
| Fuß abklappbar |
Noch die Kanten und Ausschnitte mit einem Dichtungsband abgeklebt, damit es in den restlichen Möbel keine Schrammen gibt. Damit ist die Bettkonstruktion fertig.
Es geht weiter, schließlich soll Sebastian weich liegen.
Im großen schwedischen Möbelhaus kauften wir zwei Babybettmatrazen. Diese zwei Matrazen sind fast genauso hoch wie die Polster der Dinette und aus Schaumstoff. Der Zuschnitt der beiden Unterlagen erfolgte mit einem scharfen Küchenmesser. Den Stoffüberzug wurde nicht bearbeitet. Er wird einfach umgelegt.
| Matraze 1 |
| Matraze 2 |
Damit die Polster besser zusammenhalten werden diese mit einem Spannbettuch überzogen.
| die fertige Liegefläche |
Der Auf- bzw. Rückbau der Liegefläche dauert noch nicht einmal fünf Minuten. Bei Fahrten verschwindet das Brett in der Garage. Stehen wir länger auf einem Platz wandert alles in den hinteren Schlafraum.
Mit dieser Konstruktion hat Sebastian ein tolles und vor allem breites, bequemes Bett. Allem in allem kostete die Konstruktion ca. 100 Euro, wobei die Matrazen das teuerste waren. Übrigens ist es trotz dem Umbau das ein- und aussteigen durch die Aufbautür, im Gegensatz zum Hubbett, gewährleistet.