Mittwoch, 21. September 2016

Ein sportliches Wochenende -Ironman in Frankfurt-

Es ist das erste Juli Wochenende, das Wetter ist so lala. Wir nutzen dies und fahren mit unserem Wohnmobil nach Frankfurt. Dort findet der Ironman Triathlon (Bitte Impressum beachten!) statt. Die Disziplinen bei diesem Ereignis sind wie folgt: 3,8 km schwimmen, 180 km radfahren und zum Schluss noch einen Marathon (42,195 km) laufen.
Nachdem an unserem Stig alles gescheckt sowie geladen ist, fahren Patrik und Sebastian los.
Kurz nach 10. Abfahrt!
Nadine bleibt zu Hause, da ihr der Besuch des Triathlon zu stressig ist. Es heißt also dieses Mal SePa on Tour.


In Kaiserslautern verlieren fast 60 Minuten durch einen Stau und erreichen erst um 15 Uhr die Bankenmetropole Frankfurt. Das die Stadt nicht besonders freundlich zu Wohnmobilen ist, wussten wir bereits im Vorfeld bei den Planungen für dieses Wochenende. Das fängt an mit fehlenden Stell- bzw. Übernachtungsplätzen aber auch ein 7 Meter langes Womo abzustellen ist quasi unmöglich. Wir wälzten diverse Stellplatzführer, lasen in einigen Foren, leider alles ohne Erfolg. In Frankfurt gibt es einen Stellplatz (Bitte Impressum beachten!), dieser ist aber wie ein Campingplatz. Vor allem preislich gesehen. Sebastian und Patrik sollen dort über 30 € für eine Nacht zahlen. Bei diesem Preis brauchen wir nicht mit dem Wohnmobil anzureisen! Auch von einem Frei stehen im direkten Stadtgebiet wurde von vielen Forenmitglieder aus Sicherheitsgründen abgeraten.
Nach dem Begutachten der Radstrecke fassten wir den Entschluss in einer der Vororte an einem Schwimmbad o.ä. zu übernachten. Soviel zur Planung, jetzt folgt die Praxis.
Der Mittelpunkt des Triathlons ist am Samstag rund um das Mainufer im Zentrums Frankfurt. Wie bereits gesagt gibt es dort keine geeigneten Parkplätze für Wohnmobile. Deshalb entschließen wir uns am Messegelände/Rebstockbad zu parken (Koordinaten: N 50° 6' 47.26 / E 8° 36' 47.02). Achtung: Dies ist ein Parkplatz eigentlich nur für PKWs und auch dementsprechend gekennzeichnet. Für Protokolle usw. übernehmen wir keine Haftung!
Von dort führt uns der Weg mit den Rädern zum unteren Mainkai. Dort spazieren wir über die Ironman Expo, eine Triathlon-Verkaufsmesse und durch die benachbarte Innenstadt.
SePa sind in Frankfurt angekommen

Sight Seeing
EZB Frankfurt

Massives Polizeiaufgebot
Irgendeine Demo in der Innenstadt

Laufstrecke am unteren Mainkai
Gegen 17:00 Uhr fahren wir zurück zu unserem Wohnmobil, schnallen die Räder auf den Heckträger und begeben uns in Richtung Bergen-Enkheim, einem Vorort von Frankfurt. Dort befindet sich am Wettkampftag der Zuschauerpunkt "The Beast". Ein interessanter Anstieg den die Teilnehmer zwei mal durchfahren müssen. Hier wollen wir die Sportler anfeuern. Als Übernachtungsplatz soll der Parkplatz des dortigen Schwimmbad dienen (Koordinaten: N 50° 9' 2.80 / E 8° 45' 47.18). Das dieser Vorort aus den Teilen Bergen und Enkheim besteht war uns natürlich nicht bewusst. Leider ist das Schwimmbad zu weit von der Radstrecke entfernt. Wir müssen also einen anderen Platz suchen. Auf dem Marktplatz (Koordinaten: N 50° 9' 29.11 / E 8° 45' 28.28) werden wir fündig. Hier richten wir unser Nachtlager ein.
Sebastian und Patrik gehen in den gemütlichen Teil über. Als Abendprogramm steht Fussball auf dem Programm. Es spielt die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale der EM gegen Italien.
Deuscthland, Deutschland

So sehn Sieger aus, Schalalala
Das Spiel geht in die Verlängerung und es kommt zum Elfmeterschießen. Unser Saarländer Jonas Hector verwandelt den entscheidenden Strafstoß. Deutschland steht im Halbfinale. In der Zwischenzeit ist es bereits nach 0:00 Uhr. Man hört wildes Gehupe und Feuerwerk. Die Menschen freuen sich über den Sieg.
Wir machen uns fertig für ins Bett, schließlich wollen wir um 07:30 Uhr an der Radstrecke stehen.
Sonntag Morgen 6:30 Uhr. Der Wecker schmeißt uns aus dem Bett. Zum Frühstück und als Lunchpaket für unterwegs gibt es Brötchen vom Vortag. Bei so einem Event muss man eben auch mal improvisieren. Wir schnallen die Räder ab. Es geht ins Ortszentrum von Bergen oder ist es Enkheim. Keine Ahnung. Auf jeden Fall gibt es dort eine Bäckerei mit leckeren Kaffee im Sortiment. Diesen gönnen wir uns. Gegenüber der Bäckerei ist der erste Verpflegungspunkt für die Athleten.
Links Verpflegungsstelle für die Teilnehmer und rechts für uns

Gleich kommt der Führende

Da ist er

Eigentlich müßten die dort langsam machen und man sieht sie nicht durchrauschen. Wir werden eines besseren belehrt. Die Sportler brausen durch den Ortskern und schnappen sich schnell ihre Verpflegung. Wir fahren an eine andere Stelle. Der Zuschauerpunkt "The Beast". Ein steiler Anstieg kurz vor der Verpflegungsstelle.
Begauf an dem Punkt "The Beast"

Im Hintergrund gehend mit Helm in der Hand, die Favoritin der Damen
Daniela Ryf. Leider bereits ausgestiegen
Hier erhoffen wir uns mehr zu sehen. Leider fehlte dort die Stimmung. Wir entschließen dem beschaulichen Ort den Rücken zu kehren und fahren mit den Räder zum Wohnmobil zurück, verstauen diese, um dann in Richtung Frankfurt zu fahren. Trotz diversen Strassensperrungen sowie Umleitungen kommen wir sehr gut durch. In Höhe Bad Vilbel macht es bei Patrik klick. In diesem Ort ist das bekannte Stimmungsnest "Heartbreak Hill".
Verpflegungspunkt am Ortsausgang von Bad Vilbel


Verpflegungspunkt für die Zuschauer

Unser Verpflegungspunkt
Wir stellen unseren Stig an den Straßenrand. Da es noch bis zu den Spitzenfahrer dauert, wird erstmal Kaffee gekocht. Dies ist der Vorteil eines Wohnmobiles bei solch einer Rennen. Deswegen sieht man auch so viele dieser Fahrzeugen am Straßenrand bei den großen Radrennen.

Zwischenstände live
dank Fernseh an Bord

oder von zu Hause
dank Nadine

Erste bei den Damen
Natascha Schmidt, die Lokalmatadorin aus Frankfurt


Die Zweitplazierte des Damenfeldes
Daniela Sämmler, Team Erdinger Alkoholfrei
Mit einem Becher Kaffee  in der Hand stellen wir uns an die Straße. So macht das Anfeuern Spaß.
legga Kaffee
Als die Spitzenathleten vorbei sind schnallen wir erneut die Fahrräder ab. Es gibt ja noch dieses Stimmungsnest. Wir fahren dorthin und ketten unsere Räder an eine Laterne. Ein Feeling wie bei der Tour de France.




Die Fahrer müssen durch eine schmale Menschengasse durch. Rechts und links anfeuernde Zuschauer. Einfach genial. Ein DJ vom Hessischen Rundfunk erledigt den Rest. Auch wir brüllen und schreien aus vollem Halse. Irgendwann erhalten wir von Nadine die Nachricht, das die Spitzenfahrer allmählich wieder bei uns vorbeikommen. Wir platzieren uns vorne an der Straße. Schwuppdiwupp sind wir im Fernsehen zu sehen. Apropos Fernsehen. Nicht nur Patrik und Sebastian sind zu sehen, nein auch unser Stig am Straßenrand flimmert in der Kiste.
links unser Stig
Quelle: Hessischer Rundfunk

Sebastian on Air
Quelle: Hessischer Rundfunk

Patrik und Sebastian
Quelle: Hessischer Rundfunk

Quelle: Hessischer Rundfunk

Richtig ins Bild gesetzt
Quelle: Hessischer Rundfunk
Es ist 13:00 Uhr. Wir müssen uns auf den nach Hause Weg machen, denn unsere Fahrtzeit beträgt ungefähr drei Stunden. Der Laufteil, am unteren Mainkai, findet ohne uns statt. Wir fahren zurück zum Wohnmobil. Die Räder werden erneut auf dem Träger verstaut. Es kann losgehen. Mit freundlicher Unterstützung eines Ordners überqueren wir die Radstrecke und fahren in eine Seitenstraße. Dort kommt uns die Idee: Den Laufteil schauen wir im Fernseher. Das ist ein weiterer Vorteil eines Womos. Kurzerhand steuern wir rechts ran, fahren die Antenne aus und machen es uns erneut gemütlich.
Ironman im Fernseher
Dank Wohnmobil


So kommen wir doch noch in den Genuss die Sieger dieses Ironman zu sehen. Nachdem die Lokalmatadorin, Natascha Schmidt, als vierte ins Ziel läuft, packen wir alles zusammen und steuern in Richtung Autobahn.
Gegen 18:00 Uhr steht unser Stig wieder in seiner Einfahrt. So geht auch dieses wunderschöne Wochenende zu Ende.

Ergebnis Ironman Frankfurt 2016
Männer

  1. Sebastian Kienle (GER)
  2. Andy Böcherer (GER)
  3. Eneko Llanos (ESP)

Frauen

  1. Melissa Hauschildt (AUS)
  2. Katja Konschak (GER)
  3. Daniela Sämmler (GER)
  4. Natascha Schmidt (GER)
Fazit:
Frankfurt mit dem Wohnmobil zu besuchen ist sehr umständlich. Vor allem steht kaum Parkraum bzw. keine Übernachtungsplätze zur Verfügung. Es gibt auch nur ein bzw. zwei offizielle Campingplätze im näheren Umkreis. Diese sind dazu verhältnismäßig teuer. Bei Messe-Veranstaltungen steht am Rebstockbad ein provisorischer Wohnmobil Stellplatz bereit. Kostenpunkt ca. 30 Euro pro Nacht. Die Bankenmetropole ist eben nicht auf Wohnmobiltouristen aus.

Der Besuch einer solchen Sportveranstaltung mit dem Wohnmobil ist immer empfehlenswert. Man muss allerdings vorher schon wissen wo man sich hinstellt.

Sollten wir nächstes Jahr erneut zu diesem Sportereignis nach Frankfurt fahren, dann werden wir gleich in der Nähe von Bad Vilbel stehen. Denn dort kommen die Sportler später vorbei und dadurch können wir länger schlafen. Das Stimmungsnest "Heartbreak Hill" können wir jedem nur empfehlen zu besuchen.

Übrigens: Das Höhepunkt dieses Jahr und damit der Saisonabschluss findet am 08.Oktober in Kona in Hawai statt. Der HR bzw. die ARD werden das Spektakel teils im Fernseher bzw. im Internet live übertragen.

Hier noch einige bewegt Bilder aus Frankfurt von unserem Ironman Wochenende

Stimmung am Heartbreak Hill


Sebastian "Sebis" Kienle erklimmt den Heartbreak Hill