Mittwoch, 1. Juni 2016

Osterreise 2016, unsere erste Tour im eigenen Mobil -Wir nähern uns Hamburg-

Mittwoch, 30.03.2016: Wir fahren zur Perle des Nordens nach Hamburg
Auch heute gibt es wieder feine Brötchen vom platzeigenen Brötchenservice. Unsere erste Mahlzeit des Tages ist vorzüglich. Wir besprechen unseren Tagesablauf. Es steht ein Fahr-Tag auf dem Programm. Wir wollen nach Hamburg. Die Stadt an der Elbe ist ca. 120 Kilometer von Cuxhaven entfernt. Wir beschließen diese Strecke weitgehend ohne Autobahn zu meistern. Laut Navigation und Google Maps dauert dies ungefähr 2 Stunden. Wir haben also Zeit und diese lassen wir uns auch, bevor wir Abfahrt bereit sind. Nach dem Spülen und verräumen des Materials geht es los. Zuerst geht es zur Entsorgungsstation. Den Gedanken haben weitere Wohnmobilisten. Für uns heißt es anstehen. Es stehen fünf Mobile an der Station und warten. Wir stellen uns in die Schlange dazu. Nach fast einer halben Stunde sind auch wir an der Reihe. Unser Entsorgungsvorgang erfolgt wieder in Personalunion. Sebastian weist ein und kümmert sich ums Grauwasser. Ich entnehme die Toiletten-Kasette um sie zu entleeren. Frischwasser gibt es nicht. Schließlich ist "Fahrtag". Wir wollen ja nicht unnötiges Gewicht mitschleppen. Der Entsorgungsvorgang dauert bei uns fünf Minuten. Wir sind eben ein eingespieltes Team. Jetzt heißt es "Hamburg meine Perle" ich bin unterwegs zu dir!
Wir fahren noch einmal durchs Cuxhavener Hafengebiet. Bei unserer gestrigen Einkaufsfahrt sah ich ein Schild: "Öffentliche Waage". Diese suchen wir jetzt. Uns interessiert das momentane Gewicht unseres Wohnmobils. Ich sehe erneut das Schild und biege in die Strasse ab. Es sieht irgendwie aus wie in einem Industriegebiet. Da können wir richtig sein. Ich fahre weiter, aber das war es. Ein weiteres Schild, das auf die Waage hinweist, sehen wir nicht. Genausowenig finde ich die Waage. Schade. Groß weitersuchen möchten wir auch nicht, schließlich ist es schon nach zwölf Uhr mittags. 
Für die 120 Kilometer Fahrt brauchen wir ca. 2,5 Stunden, so meine Rechnung. Das bedeutet: In Hamburg sind wir gegen drei Uhr. Fein. Dann bleibt noch Zeit um was zu unternehmen. 
Das Navi mit dem Ziel "Womo Stellplatz Grüner Deich Hamburg" wird programmiert. Wir kommen zügig voran. Ich glaube, die Fahrt ohne Autobahn ist eine gute Wahl. 
In Osten-Hemmoor erblicken wir ein Schild "Schwebefähre" (Bitte Impressum beachten!). Als Technifreaks müssen wir dort hin. Vielleicht ist auch noch Zeit für eine Fahrt damit. So eine Schwebefàhre ist immer etwas außergewöhnliches. Bereits in unserem letzten Wohnmobil Urlaub 2012 sind wir mit solch einem Gefährt "übergesetzt".


Preise und Fährzeiten






Ich lenke unseren Stig in die Seitenstraße. Nach kurzer Fahrt gleicht die Strasse schon eher einem befestigten Feldweg. An den Ränder dies Weges stehen Infotafel. Sowohl über die hiesige, als auch über weitere Schwebefähren. Unter anderem befinden sich welche in: Deutschland (Rendsburg), England, Spanien und Frankreich. An Fähranleger angekommen, stelle ich unseren Stig auf die Seite der Strasse in einen Wendehammer. Wir begutachten die Fähre und müssen enttäuscht feststellen das sie nur zur vollen Stunde übersetzt. Damit ist eine Fahrt ausgeschlossen, denn zur nächsten Fährpassage kommt es erst in 45 Minuten. Um diese Zeit möchte ich bereits in Hamburg sein. Wir machen noch ein paar Fotos und setzen unsere Fahrt fort. 
Kurz vor Hamburg zähfließender Verkehr. "Verdammt was ist hier los. Hauptstrasse und nichts geht mehr!" Unsere Reisegeschwindigkeit verringert sich bis wir sehen warum. Ein Feuerwehreinsatz ist der Grund dafür. Wir setzen nach dieser "Zwangspause" unsere Fahrt fort. 
Pünktlich mit dem Schild "Hanburg" kommt es knüppeldick. Ab jetzt gibt es nur noch Stop and Go. Wir sind in irgendeinem Vorort gelandet.
Stop and Go
kurz vor Hamburg
Unser Navi zeigt uns eine Fahrtzeit von 35 Minuten an. Zum Glück sind wir bald da. Aber aus der knappen halben Stunde wird fast eine bis wir in der Straße "Grüner Deich" ankommen. Dort erwartet uns die nächste Überraschung. Der Stellplatz Wohnmobilhafen Grüner Deich ist voll. Leider ist der Platz nur noch halb so groß wie bei unserem letzten Besuch. Zum Teil war uns das klar, das er mittags gegen 15:00 Uhr schon voll ist, aber ein Versuch war es wert. Aus diesem Grund habe ich mir auch schon alternative Stellplätze im Wohnmobilforum (Bitte Impressum beachten!) ausgesucht. Diese waren u. a. der Platz an den Landungsbrücken und der Stellplatz in Wedel. Für die Landungsbrücken spricht die Örtlichkeit. Allerdings fehlt dort die komplette "Infrastruktur" wie Strom und Wasser. Ebenfalls dagegen spricht, das der Platz täglich bis 9:00 Uhr geräumt werden muss, ansonsten ist erneut die Tagesstellplatzgebühr fällig. Einen Platz vor 11:00 Uhr räumen ist bei uns zur Zeit nicht möglich. Deshalb entscheiden wir uns für Wedel (Bitte Impressum beachten!). Dort ist auf dem Festplatz ein abgesperrter Bereich für Wohnmobile. Wedel liegt in Schleswig-Holstein, direkt an der Landesgrenze zu Hamburg. Ausschlaggebend für diesen Platz ist die Tatsache, das wir von hier mit S-Bahn innerhalb von 30 Minuten in der Hansestadt sind. Stig bringt uns nun nach Wedel. Um dorthin zu gelangen dauert es erneut fast eine Stunde. Als Entschädigung fahren wir durch den Ortsteil St. Pauli und sehen den Hamburger Michel sowie den Dom. 
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir den Wohnmobil-Stellplatz in Wedel. Ein Teil des Festplatzes mit Ver- und Entsorgung, Strom und Toilettenanlagen.
Stellplatz Wedel

Wir drehen eine Runde über den Platz. Unser Entschluss: "Hier bleiben wir!", zumindest für diese Nacht. Ich steuere die Versorgungsstation an, schließlich hat unser Stig noch Lust auf einen großen Schluck Wasser. Die Versorgung klappt hervorragend und wir können unseren Platz in Beschlag nehmen. Sebastian kümmert sich wie immer um alles rund ums Fahrzeug, Keile und Strom.
Sebastian @ work

Nachfem wir im Lot stehen, richten wir uns häuslich ein. Sebastian geht ins gegenüberliegende Schwimmbad. Dort gibt es die Parkscheine für den Stellplatz. Wir müssen 10 € bezahlen und können dafür bis zum kommenden Tag 18 Uhr auf dem Platz stehen bleiben. Wasser und Strom kosten extra. 
Nadine und ich machen noch einen Spaziergang zum bekannten Willkomm-Höft am Schulauer Fährhaus (Bitte Impressum beachten!).
Schulauer Fährhaus

Fähre nach Hamburg bzw. Helgoland


Willkomm-Höft


An dieser Sehenswürdigkeit werden alle nach Hamburg einlaufende Schiffe begrüßt. Die entsprechende Flagge wird (automatisch) gehisst und die Nationalhymmne ertönt. Passenderweise zu dem heutigen Tag verlaufen wir uns und benötigen für die 1500 Meter fast eine Stunde. Zum Glück gibt es Google Maps. Diese technische Meisterleistung bringt uns auf den richtigen Weg zurück. Wir gehen um den neu gebauten Bootshafen vorbei. Dieser ist noch nicht in Betrieb.  Selbstverständlich erbaut mit EU-Mittel. Das Geld könnte man sinnvoller Nutzen. Wozu brauche ich ein Jachthafen vor den Toren Hamburg?
Hafen Wedel

Hafen Wedel

Wir erblicken das bekannte Schulauer Fährhaus mit dem Willkomm-Höft. Das Fährhaus ist heute ein Restaurant mit Biergarten. Früher setzte dort eine Fähre über die Elbe. Seit geraumer Zeit kann man von dort wieder nach Hamburg bzw. Helgoland schippern. 
Leider hat das Restaurant sowie der Biergarten bereits geschlossen. Glücklicherweise befindet sich dort noch ein Imbiss mit Sitzgelegenheit. Nadine und ich beschließen uns einen Willkommensdrink zu genehmigen. Wir trinken ein großes Alsterwasser (Bier mit weißem Limo) und eine Cola.
Willkommensdrink am Willkomm-Höft

"Willkommen in Hamburg, wir freune uns,
sie im Hamburger Hafen begrüßen zu dürfen."
die Landesflagge wird gehisst und die Nationalhymne erklingt 

Währenddessen fährt ein Schiff die Elbe in Richtung Hamburg und wird standesmäßig begrüsst. 
Wir machen noch einen Geocache (Bitte Impressum beachten!) bevor es wieder zurück zum Wohnmobil geht.
Geocaching am Willkomm-Höft
ein sogenannter Webcam Cache

Heute Abend  steht nur noch das Abendessen auf dem Programm. Das Fernseh flimmert natürlich auch noch ein wenig bevor wir gegen 23 Uhr müde ins Bett fallen. 
Morgen fahren wir mit der S-Bahn und der HamburgCard nach Hamburg. Unter anderem geht es auf die Reeperbahn und zu den Landungsbrücken. 

Kilometerstand Abfahrt Cuxhaven: 2413
Kilometerstand Ankunft Wedel: 2581
gefahrene Kilometer: 168

Linksammlung: (Bitte Impressum beachten!)
"Schwebefähre" Osten-Hemmoor
Wohnmobilhafen Grüner Deich Stellplatzbeschreibung
Wohnmobilforum Stellplatzdatenbank
Homepage der Stadt Wedel
Willkomm-Höft am Schulauer Fährhaus
Geocache GCP4WM Willkomm-Hoeft


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