Sonntag, 20. November 2016

Der Sommerurlaub 2016 an Ost- und Nordsee -Harlesiel; wir wollen Meer sehen-

Montag, 15.08.2016
Heute ist ein Fahrttag. Wir brechen unsere "Zelte" ab und fahren nach Wittmund. Genauer gesagt nach Harlesiel (Bitte Impressum beachten!). Noch sitzen wir in Wilhelmshaven und genießen die leckeren Brötchen auf dem Stellplatz. Wie immer, wenn die Tour weitergeht ohne viel Tammtamm. Ein einfaches Frühstück mit den Dingen, die der Kühlschrank hergibt.
Ebenfalls wie immer, wird nach dieser Mahlzeit die Fahrbereitschaft in Personalunion hergestellt.  Patrik mit Sebastian vor und Nadine im Wohnmobil. Wir gehen noch zum Platzwart unsere offene Rechnung (Brötchen, Versorgung usw.) begleichen. Auch für einen kurzen Plausch bleibt noch Zeit. Schließlich liegen nur knapp 50 Kilometer vor uns. Zum Schluss wird die Checkliste abgehakt, und fahren zur Entsorgung, bevor wir aufbrechen. Der Weg führt uns nicht über die Autobahn. Nach einer halben Stunde erreichen wir bereits einen Diskounter in Wittmund. Auf den Weg dorthin hat Nadine einen Einkaufszettel und Essensplan erstellt. Wir müssen ja die Lebensmittelvorräte auffüllen.  Bis auf frische Grillwurst ist alles was auf unserem Zettel stand im Einkaufswagen. Durch die saarländischen Würste sind wir diesbezüglich sehr verwöhnt und beschließen welche bei einem Metzger in Carolinensiel zu kaufen.
Das Navi sagt uns: "Am Ende der Straße links abbiegen!" Eine andere Möglichkeit gibt es auch nicht, außer Stig is schwimmtauglich. Vor uns liegt der Hafen von Harlesiel.

Klappbrücke und Schleuse in Harlesiel
Wir fahren über die Schleuse bzw. Klappbrücke, die die Harle von der Nordsee trennt. Man kann das Meer schon riechen. Noch einmal durch einen Kreisel, aber was ist das? Wir stehen vor einer geschlossenen Schranke am Campingplatz. Es ist 13:30 Uhr, Mittagsruhe auf dem Platz. Wie bei Camper so üblich. Zum Glück gibt es ein Hinweisschild. Wir als Nutzer des Wohnmobilstellplatz dürfen durchfahren, uns einen Platz suchen, um dann später an der Rezeption einzuchecken. Gesagt getan. Ein wenig enttäuscht ist Patrik schon.


Blick über den Stell- und Campingplatz
Der Platz wirkt eher wie ein zu groß geratener Parkplatz. Befestigt mit Verbundsteinen und parzelliert. Allerdings sind die Parzellen eher klein. Kein Wunder, das über 100 Fahrzeuge da Platz finden. Wir überlegen auf den zweiten Stellplatz an der Mole umzusiedeln, entscheiden uns aber wegen der hier vorhandene Infrastruktur auf den jetzigen.
Zuerst müssen wir uns allerdings an der Rezeption des Campingplatzes anmelden. Dort werden neben der Stellplatzgebühr auch die Kurtaxe fällig. Wir beschließen vorerst nur für eine Nacht zu bleiben.
Bevor wir die Anlage und den Ort erkunden führt uns unser erster Weg zum Waschhaus. Unsere schmutzigen Kleider müssen gewaschen werden. Dies hat den Vorteil, wir packen weniger ein (sparen damit Gewicht) und haben später zu Hause weniger zu waschen.
Insgesamt drei Waschladungen werden von uns am heutigen Tag "verarbeitet".
Während die Waschmaschine ihre Arbeit erledigt, erkunden Nadine und Patrik den kleinen Ort Harlesiel. Wir suchen die Bäckerei für unser morgiges Frühstück und entdecken dabei ein Hotel mit Sonnenterasse. Diese hat Happy Hour für Cocktails. Das nutzen wir sofort aus. Schönes Wetter und für uns zwei je ein Caipirinha.

Happy Hour im Hotel Harlesiel
Sebastian faulenzt in der Zwischenzeit im Wohnmobil. Auch Nadine und Patrik kehren nach diesem kurzen Spaziergang zu unserer Wohnung zurück. Am Strand herrscht im Moment Ebbe. Außer Watt und Matsch gibt es dort nichts ;-).
Allmählich ist es Zeit für das Abendessen. Wir probieren die gekauften Würste und werfen den Lotus-Grill an. Dazu gibt es unseren geliebten Gurkensalat und Brot. Na ja die Würste sind nicht so gut wie erwartet, aber immer noch besser wie die vom Discounter.
Das Geschirr spülen übernehmen Patrik und Sebastian. Dafür geht es in die Spülküche des Campingplatzes. Wie alle Zusatzbauten hier am Platz ist diese in einem Container untergebracht. Vier Spülmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Alle neu, sauber und gepflegt.
Am späten Abend machen wir noch einen gemeinsamen Strandspaziergang. Schließlich ist gegen 22:00 Uhr Wasserhöchststand und Patrik möchte Meer sehen.

Endlich Meer sehen

Dienstag, 16.08.2016
Der Tag beginnt für Patrik mit einem Spaziergang über den Deich zum Bäcker.
Irgendetwas komisches, gelbes ist dort am Himmel. Es sieht nach schönen Wetter aus.

Top Wetter
Aus diesem Grund gehen wir vor dem Frühstück noch eine Runde zum Schwimmen ins benachbarte Meerwasserfreibad. Das Wasser ist mit 22 Grad frisch, aber zum Schwimmen ideal. Während dem sich Patrik und Nadine sportlich betätigen, schläft Sebastian noch gemütlich im Wohnmobil.
Gegen 10:00 Uhr ist aber auch für ihn die Nacht um. Wir wollen frühstücken. Auf Grund des tolles Wetters genießen wir dieses zum ersten Mal für den Urlaub unter der Markise vor dem Mobil.
Frühstück vor dem Wohnmobil, endlich
So stellt man sich den Wohnmobil Urlaub vor.  Leider sind die Brötchen nicht besonders. Irgendwie haben wir in den letzten Tagen schon bessere bekommen.
Auch an den Platz haben wit uns gewöhnt. Ein Pluspunkt sind die Infrastruktur und die Lage. Deshalb begibt sich Patrik nach dem Frühstück zur Rezeption um den Stellplatz bis einschließlich Donnerstag zu verlängern.
Es gibt allerdings einen Nachteil in Harlesiel. Unser Geldbeutel hat sich den Gezeiten angepasst, Ebbe. Einen Geldautomaten gibt es nicht hier im Ort. Deshalb schwingt sich Patrik gegen 13:00 Uhr auf sein Fahrrad. Im Nachbarortsteil Carolinensiel gibt es zwei Banken. Nach rund einer Stunde kommt er erfolgreich zurück.
Wir packen unsere Strandsachen. Das Wetter müssen wir ausnutzen. Am Sandstrand finden wir einen Platz in der ersten Reihe und machen es uns gemütlich. Natürlich ist unsere grüne Strandmuschel ebenfalls dabei.
Leider haben wir erneut Ebbe. Patrik mach aus diesem Grund ein kleines Schläfchen. Ihm ist es zu blöd auf das Watt zu starren. Nadine genießt es trotzdem.



Nordsee wasserlos!
Watt?

Schwimmen unmöglich, nur Matsch ;-)

Auch im Hafen ist Ebbe

Irgendwann wir Patrik wach. Er schnappt sich seine Wattstrümpfe und marschiert in Richtung Matsch. Es ist schon ein komisches Gefühl im Watt zu laufen. Um ein besseres Gefühl zu bekommen zieht er letztendlich doch seine Spezialschuhe aus und geht barfuß weiter. Es sind viele Leute im Watt unterwegs.
Als er zurück kommt sind seine Füße und Unterschenkel voller Wattmatsch. Gott sei Dank gibt es am Strand Fußduschen. Auch diese testet Patrik ausgiebig.

Schon wieder kein Meer

Tolles Wetter und Betrieb auf der Drchenwiese


Es wird Zeit zum Wohnmobil zurück zu gehen. Schließlich wollen wir gemütlich das Abendessen zubereiten. Patrik zaubert leckere Tortellini alla Panna auf den Tisch. Ein Gericht welches schnell geht, nicht viel Geschirr verursacht aber durch die Sahnesauce nur auf Plätzen mit Spülmöglichkeiten zu kochen ist. Es gibt nix schlimmeres wie Molkereiprodukte oder Reste davon im Abwassertank zu haben.
Wie bereits am gestrigen Abend gehen die zwei Männer erneut zum spülen in die benachbarte Spülküche. Am späteren Abend bewaffnen sich Patrik und Nadine mit einer Flasche Wein. Wie bereits gestern abend gehen die Zwei zum Strand und genießen den Abend.

Die Flut nach einer Flasche Wein

Mittwoch, 17.08.2016
Unser  letzter Tag in Harlesiel. Patrik und Nadine gehen wieder ins Schwimmbad. Sebastian schläft in der Zeit den Schlaf der gerechten.
Da uns ja gestern die Brötchen nicht geschmeckt haben, beschließen wir diese nach dem Schwimmen vom Strand mitzubringen. Dort gibt es diverse Verkaufsstände und Imbisse. U.a. auch eine kleiner Imbiss, der neben Dinge für den täglichen Bedarf und kleine Speisen auch Bachwaren verkauft. Na ja, es sind diese typische aufgebackten TK Rohlinge. Zum Wohnmobil spazieren wir am Strand vorbei. Dort herrscht reges Arbeitstreiben. Mitarbeiter der Gemeimde leeren die Mülleimer oder stellen die Strandkörbe in Reih und Glied. Eben deutsche Gründlichkeit.
Petrus meint es heute wieder gut mit uns. Wir können draußen frühstücken. Auch Sebadtian von den Schlafenden auferstanden. Die Brötchen sind auf jeden Fall besser wie die von gestern aber immer noch nicht das Aha Erlebnis. Wenn es aber nicht mehr ist.
Am Meer herrscht in dieser Woche Mittags Ebbe. Ein baden ist deshalb ausgeschlossen. Wir beschließen nach dem Frühstück eine Radtour ins benachbarte Carolinensiel (Bitte Impressum beachten!) zu machen.  Dort werden wir ein wenig durch das Örtchen bummeln und schauen was es dort so gibt.
Gesagt getan. Patrik kennt bereits den Weg. An der Sparkasse stellen wir unsere Räder ab und spazieren durch den Ort. Hübsch anzusehen ist der Museumshafen (Bitte Impressum beachten!) an der Harle. 
An bestimmten Tagen ist dort auch ein Markt mit verschiedenen Stände. Heute ist solch ein Tag. Nur leider sind wir zu spät dran. Es ist alles abgebaut. 
Auch kann man sich diverse Boote mieten um damit über die Harle zu schippern. Natürlich gibt es ein Schiffpendelverkehr von Harlesiel nach Carolinensiel (Bitte Impressum beachten!) mit einem nachgebauten Schaufelraddampfer.


Wir machen es uns am Ufer in einem Strandkorb bequem und schauen uns das Treiben auf dem Wasser an.
Beim Rückweg zu unseren Rädern finden wir noch einen kleinen Bücherladen. Dort deckt sich Nadine mit diversen Kinder-Bücher über die Nordsee, das dortige Wetter usw. für die Schule ein. Patrik ersteht das Buch "Haben Sie auch Anti-Möwen Spray". Dieses wurde von Jan Zerbst geschrieben und handelt vom typischen Urlauberverhalten an der Küste. Empfehlenswert.
Zurück zum Wohnmobil geht es parallel zur Harle entlang. Leider führt es an diesem Gewässer zum größten Teil kein Radweg entlang. An der Friedrichsschleuse, ebenfalls mit Klappbrücke, schieben wir unsere Räder über den Fußgängerweg. Wir machen an einer Eisbude einen Zwischenstopp.


Weiter geht es an der Harle entlang. Auch in dieser Woche hat Nadine das Recht auf ein Fischbrötchen, schließlich hat sie vorhin auf das Eis deswegen verzichtet. Bei der Küstenräucherei Albrecht (Bitte Impressum beachten!) gibt es selbstverständlich diese Art von Brötchen, aber auch andere Fischspezialitäten.



Parkscheibe vergessen.
Hoffentlich erhalten wir kein Protokoll

Am Ende dieser Tour haben wir uns für heute genug sportlich betätigt. Sebastian ruht sich am Wohnmobil aus. Patrik und Nadine gehen erneut zum Strand. Am Restaurant "Wattkieker" (Bitte Impressum beachten!) genehmigen wir uns noch ein Kaffee. Man merkt an den Preisen und am Andrang, das dieses Restaurant das einzige am Platz ist. Na ja, beim nächsten Mal gehen wir lieber wieder einen Cocktail trinken, dort war es gemütlicher.
Den Abschluss des Tages genießen wir erneut am Strand, bevor wir morgen in Richtung Norddeich aufbrechen.
Nadine knipst den Mond an

Zum besseren Verständniss dieses Berichtes haben wir ein kleine Umgebungskarte erstellt

Umgebung HarlesielStepMapUmgebung Harlesiel

Stellplatz 1 ist unser Stellplatz

Alle Bilder als Diaschau



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Norddeich, letzte Etappe in unserem Sommerurlaub 2016