Sonntag, 23. Oktober 2016

Traben-Trarbach -ein wunderbares Wochenende an der Mosel-

Vorwort
Es steht das verlängerte Fronleichnam Wochenende vor der Tür. Patrik und Nadine haben frei. Was liegt  da näher als an die nahegelegene Mosel zu fahren. Als Ziel haben wir uns Enkirch bzw. Traben-Trarbach ausgesucht. Sebastian hat Praktikum und bleibt deshalb zu Hause.
Da wir donnerstags noch auf einen Geburtstag eingeladen sind, startet die Tour erst am Freitag morgen.


Freitag, 17.05.2016
Morgens um 11:00 Uhr setzt sich PaNa in Bewegung. Erster Halt, ein ortsansässiger Supermarkt. Hier decken wir uns mit leckeren Würstchen zum abendlichen Grillen auf dem Lotusgrill ein. Von dort geht es schnurstracks auf die A1 in Richtung Trier. Unsere ausgewählten Orte liegen an der oberen Mosel, so das wir bis Wittlich auf der Autobahn bleiben. 
Nach dem Verlassen dieser, führt uns die Route Überland weiter. Unterwegs durchfahren wir einige Moselorte. Diese haben den Womo-Boom erkannt. Fast jeder der Orte hat einen Stellplatz. Auch an der umstrittene und in Bau befindliche Hochmoselbrücke (Bitte Impressum beachten!) führt unser Weg vorbei.


Hochmoselbrücke im Bau und umstritten
Unsere Fahrt geht ohne Zwischenfälle weiter nach Traben-Trarbach. Auf womoclick.de (Bitte Impressum beachten!) gibt es ein Film über den dortigen Stellplatz. Deshalb fiel unsere Wahl auf diesen Ort. In diversen Foren erfuhren wir aber auch, das dieser Platz häufig komplett belegt ist. Als Alternative haben wir dafür Enkirch in der Hinterhand.
Gegen 13:00 Uhr erreichen wir den Stellplatz an der Mosel.

Dieser ist mit einer Schranke "abgesperrt". Von einem freundlichen Wohnmobilist erhielten wir den folgenden Tip: An der Schranke halten und zuerst nach einem freien Platz suchen. Denn nach dem befahren des Platzes ist immer die Tagesgebühr fällig.



Es sind noch einige Plätze frei. Ein Stellplatz ist für den Betreiber mit einem Schild reserviert. Und nun ein kurze Frage: "Wer hat sich unwissender weise dort hingestellt?" Natürlich wir. Patrik bemerkt das Schild erst, als das Womo bereits ausgerichtet auf den Keilen steht und am Strom hängt. Toll! Alles wieder "abbauen". Ein neuer, nicht reservierter Platz, war schnell gefunden.
Endlich können wir uns wohnlich einrichten. Die Sonne strahlt mit uns um die Wette. Nadine macht innen alles klar, während Patrik die Markise rauskurbelt und die Möbel aufstellt. Das erste Mal mit dem eigenen Wohnmobil ein campingähnliches Verhalten. Wir spannen noch schnell die Markise mit dem Sturmband ab bevor wir es uns gemütlich machen, schließlich haben dies einige unserer Nachbarn auch gemacht.
Fahrräder abgesattelt

Markise raus und abgespannt

Nach geraumer Faulenzzeit beschließen wir heute Abend eine Womo-Weinprobe zu machen. Schließlich ist die Mosel auch für ihre Weine bekannt. Übrigens der Stellplatz ist von Weinreben umgeben. Deshalb schwinge ich (Patrik) mich auf mein Fahrrad, getauft auf den Namen "Cubetti", denn unsere Fahrzeuge haben alle einen Namen und fahre zu einem nahen Winzer. Dort gibt es eine reichhaltige Auswahl an Moselweinen. Wir wollen nur liebliche dieser alkoholisierten Traubengetränke und deshalb wandern 5 Flaschen in den Rucksack. Sollten die Weine schmecken machen wir auf der Heimfahrt halt und kaufen mehr davon.
erste Erkundungsfahrt; Weinberge

Weingüter

Mosel

alte Ruinen

Aug der Rückfahrt erkundet Patrik noch ein wenig die Stadt bevor es zum Wohnmobil zurück geht. Auf dem Stellplatz angekommen bemerken wir, das graue Wolken am Himmel aufziehen. Ein kurzer Blick zu den Nachbarn genügt: kein emsiges verräumen der Möbel oder so. Schlussendlich bleiben unsere Sachen auch draußen. Dann auf einmal, von der ein auf die andere Minute, wird es schwarz am Himmel. Wir verziehen uns zurück ins Wohnmobil. Der Himmel öffnet alle verfügbare Hähne. Es schüttet wie aus Eimern.
Das "Wetter" zieht auf

Nach dem Gewitter, Hagel inklusive

Patrik bemerkt, das noch ein paar Schuhe vor dem Mobil stehen und möchte sie ins Trockene bringen. Beim Blick auf die Markise erfährt er einen Riesenschreck. In dem Stoff haben sich sogenannte Wassersäcke gebildet und das Gestänge schwankt in alle Richtungen. Es heißt handeln. Ein lauter Schrei nach Nadine. Zwei Stangen, zwei Personen und festhalten. Die Säcke werden immer größer. Beim Blick auf die Nachbarmarkise macht es Klick. Beim Aufbau heute mittag haben wir unseren Sonnenschutz nicht steil genug gestellt. Typisch deutsche Gründlichkeit. Ein Handgriff an der Stangenhalterung und unsere Markise rutscht nach unten. Schon steht sie schief. Das Wasser kann ablaufen. Natürlich über uns. Klatschnass gehen wir uns ins Wohnmobil umziehen.
So schnell wie das Gewitter aufzog, so schnell ist es auch wieder verschwunden. Der Grillabend ist gerettet. Die Markise zum trocknen ausgefahren.
Der Himmel wird allmählich wieder blau

Grillabend gerettet

Patrik schmeißt unseren geliebten Lotus-Grill an. Parallel dazu richtet Nadine den Gurken-Paprika-Feta Salat an. Durch dieses tolle Grillsystem mit der Umluft ist glüht die Kohle schnell durch und die Würstchen sind ruck-zuck fertig. Neben dem leckeren Grillgut haben wir noch einige besondere Brotspezialitäten im heimischen Supermarkt besorgt. Nach diesem leckeren Abendessen bewaffnet sich Patrik mit der Spülschüssel. Das Spülen wir wieder in Personalunion vor dem Wohnmobil durchgeführt.
Spülen vorm Wohnmobil

Jetzt wo wir die Pflicht, Abendessen und Spülen, beendet haben, folgt die Kür! Unsere erste Wohnmobilweinprobe an der Mosel.
Weinprobe, unsere ausgewählten Weine

Meine Güte ist der Rebensaft so fein. Nach mehr als zwei Flaschen dieses leckeren Getränk machen wir uns bettfertig und gehen in die waagrechte. Am Samstag steht schließlich der Besuch der Moseltherme sowie der zweite Teil der Weinprobe auf dem Programm.

Samstag, 18.05.2016
Wir wachen beide gegen 7:30 Uhr auf. Noch im Bett besprechen wir den weiteren Tagesablauf. Dieser sieht u.a. wie folgt aus:

  • Brötchen kaufen und frühstücken
  • Irgendwie die klatschnassen Kleider vom gestrigen Regenguss im Womo zum trocknen aufhängen
  • Fahrräder startklar machen
  • Saunatasche packen und Fahrt zur Moseltherme 
Patrik sucht eine Bäckerei in der Nähe des Stellplatzes. Eigentlich gibt es in 100 Meter Entferung eine Tankstelle mit Backshop, aber wir haben heute morgen keine Lust auf diese aufgebackten Tiefkühlrohlinge, die es dort gibt.
Nahe Tankstelle am Stellplatz

Im modernen Zeitpunkt des Internetzes fragen wir Frau Google nach einer Bäckerei in Traben-Trarbach. Diese sagt uns, das es eine in 500 Meter gibt und weist sogar Patrik den Weg dorthin. Danke Frau Google. Es ist eine kleine Bäckerei mit großer Auswahl an Brötchen, Brot usw. Schnell wechselt eine Tüte voll mit leckerem Backgut den Besitzer.
Im der Zwischenzeit richtet Nadine den Frühstückstisch. Aufgrund der niedrigen Temperatur allerdings im Wohnmobil. Man merkt eben das der Stellplatz direkt an der Mosel liegt. Bevor es ans frühstücken geht, kurbelt Patrik die Markise heraus, denn die muss auch noch ein wenig trocknen. An das Markisengestänge hängen wir die zum Teil noch tropfende Kleidung auf. Wurde überhaupt schon erwähnt, das wir gestern Abend richtig den Kittel gewascht bekommen (eine Redensart im Saarland, wenn man klatschnass durch Regen wurde) haben. Nun wird aber zuerst gefrühstückt. 
Als wir fertig sind beschließen wir, das Geschirr erst heute Abend zu spülen. Dies wiederum bedeutet, es kann direkt losgehen in Richtung Traben-Trarbach bzw. Moseltherme.
Taschen sind gepackt

Wir satteln unsere Drahtesel. Der Weg führt uns an der Mosel entlang. Eine wunderbare, flache Strecke. In Traben-Trarbach muss die Mosel überquert werden, damit wir zur Therme kommen. Dafür wurde vor langer, langer Zeit eine Brücke mit historischem Stadttor gebaut. In unserem Video am Ende dieses Beitrag kann man sich dies "Überquerung" ansehen.
Brückenmaut ;-)

Auf der anderen Moselseite erwartet uns das alte Traben-Trarbach mit einer Fußgängerzone.


Dort schieben wird selbstverständluch unsere Fahrräder. Weitere Infos über die Geschichte der Stadt gibt es u.a. bei Wikipedia (Bitte Impressum beachten!)
Noch einmal kurz bergauf und schon stehen wir vor der Moseltherme (Bitte Impressum beachten!).


Eingang Moseltherme


An der Kasse zahlen wir 14,50 € pro Person. Die freundliche Kassierin erklärt uns die Wege u.a. zur Sauna. Diese nehmen wir gerne an.
Einen genauen Saunaablauf und vor allem Bilder will ich hier den Leser ersparen 😓😓😓. Nur soviel: Viel Betrieb herrschte nicht in der Sauna. Zum Teil waren es nur zehn Personen während den Aufgüsse. Zwischen den Saunagänge liegen wir zum ausruhen im Ruheraum oder draußen im Saunagarten. Das Schwimmbad nutzen wir nicht. Patrik hat seine Badehose im Wohnmobil vergessen.
Gegen 16:00 Uhr fahren wir wieder zurück zum Stellplatz. Auf dem Hinweg entdeckte Patrik bereits in einem der Brückenpfeiler ein kleinen Eisverkauf.
Eisverkauf im Brückenpfeiler

Ein Stopp ist nun Pflicht. Wir kaufen uns ein leckeres Eis. Wirklich weiter zu empfehlen dieser kleine Verkauf.
Auf dem Stellplatz gehen wir in den gemütlichen Teil über.
Auch zum aufbacken von Brötchen ist der Lotus Grill geeignet

Wir grillen erneut und auch der zweite Teil der Weinprobe wird fortgeführt.
Weinprobe Teil 2

Ein toller Tag in Traben-Trarbach neigt sich dem Ende.

Sonntag, 19.05.2016
Unsere Rückreise steht nach dem Frühstück an. Natürlich fährt Patrik nochmals zum Bäcker Brötchen kaufen und auch den Winzer (Bitte Impressum beachten!) vom Freitag statten wir einen Besuch ab. Dort kaufen wir einige Kisten der von uns getesteten Weine.
Den "Kröver Nacktarsch" gab es nicht

Dafür diverse andere Weine

Bei der Rückfahrt verzichten wir auf die Autobahn und rollen an der Mosel entlang. Die Gemeinden an diesem Fluss haben irgendwie mitgedacht.  In fast jedem Ort gibt es einen Stellplatz für uns Wohnmobilfahrer. 
Kurz vor der Trier bekommt Nadine Lust auf leckere Pommes. Von unseren früheren Besuch in der Römerstadt kennen wir in der Fußgängerzone einen wirklich guten Frittenverkauf. Also nix wie hin. Vorher stoppt Patrik am Hotel Sonnental in Schleich. Dieses Areal ist das Hauptquartier der "Sonnentaler".


Sonnentaler




Ein "total verrücktes" Rallyeteam. Wir machen ein paar Fotos bevor es weiter geht.
Nach Schleich kommt Trier. In einer Nebenstraße spendieren wir unserem Stig erneut eine kleine Pause. In einer großen Parktasche ethält er einen genialen Platz.
Auf geht es in die City
Patrik und Nadine schnallen die Fahrräder ab und fahren in Richtung Fußgängerzone. Nach einer kurzen Fahrt erreichen sie diese. Die Räder werden an einem Fahrradständer angekettet. Zu Fuß geht es nun weiter zur Pommesbude.
Zwischenstopp in der Fußgängerzone

Pommes, lecker

Es gibt zwei Portionen leckere Pommes mit Mayo. Am großen Brunnen wird nun geschlemmt. Dieser Zwischenstopp hat sich gelohnt. Auf dem Weg zurück zu den Fahrräder entdeckt Patrik noch einen Eisverkauf mit selbstgemachten Eishörnchen. Ein Eis geht imner und bis zum Fahrrad ist es auch schon verspeist.
Schnelle die Räder von den Ketten und Schlösser befreien, damit wir zurück zu unserem Wohnmobil gelangen.
Ab jetzt fahren wir auf die Autobahn damit es schneller vorangeht. Es läuft alles problemlos. Am frühen Nachmittag erreichen wir gut erholt den Heimathafen.
Ein erholsames verlängertes Wochenende  ist zu Ende. 
Jetzt steigt die Vorfreude auf den Sommerurlaub im Norden.

Alle unsere Bilder vom Wochenende in einem Google Fotoalbum (Bitte Impressum beachten!)

Fazit:
Stellplatz: Preis-Leistung stimmt. Für 10,00 € pro 24 Stunden alles (Strom, Dusche, Toilette, W-Lan, Ver- und Entsorgung) inklusive. Man sollte allerdings zwischen 12:00 Uhr und 15:00 Uhr anreisen, da er sehr stark frequentiert ist.

Traben-Trarbach: Idealer Ausgangspunkt für Fahrradtouren und Wanderungen. Viele Winzer und Straußenwirtschaften für Weinliebhabet. Wir haben eine nette Winzerfamilie gefunden, die feinen Wein im Sortiment haben. Sehenswerze Altstadt.

Therme: Eigentlich ein Schwimmbad mit nachträglichen Saunaanbau. Sehr gemütlich und an unserem besuchten Samstag auch nicht überfüllt. Günstige Tageskarte

Mit diesen Wochenende haben wir festgestellt, das wir nicht meilenweit fahren müssen um uns zu erholen. Auch die Mosel bietet interessante Ecken. Wir haben ein neues Fleckchen Erde kennen und lieben gelernt.



Fahrt zum Stadttor



und in die entgegensgesetzte Richtung


Womoclick Film über den Stellplatz in Traben-Trarbach