Dienstag, 12. Juli 2016

Osterreise 2016, unsere erste Tour im eigenen Mobil -Es geht in Richtung Heimat-

Samstag, 02.04. und Sonntag, 03.04.2016: Wir treten die Rückreise an
Ab heute heißt es für die nächsten beide Tage: HEIMFAHRT
Damit wir entspannter fahren können, beschließen diesen Abschnitt in zwei Etappen zurückzulegen. Bereits bei unserer letzten Tour ging die Rückreise aus dem Norden sogar über drei Tage. Bevor es aber auf große Fahrt geht, gibt es heute erneut Backwaren vom platzeigenen Brötchenservice. Ih gehe unsere Tüte zum Platzwart abholen und erschrecke im positiven Sinn. Unsere Bestellung ist die gleiche wie gestern, nur der Preis ist günstiger. Waum dies so ist, bemerken wir erst später am Frühstückstisch. 
Es beginnt das tägliche Spiel:
Sebastian wecken
Bett umbauen
frühstücken

Beim auftischen der Brötchen bemerken wir, den Preisunterschied zu gestern. Es fehlt Nadines Schokocroissant. Verdammt, aber jetzt können wir es auch nicht mehr ändern. Zum Glück wurde das fehlende Croissant nicht berechnet. 
Nach dem Frühstück verstauen wir alles an seinen Platz und räumen auf. Sebastian zieht das Stromkabel ab, kurbelt die Heckstützen ein und verstaut die Auffahrkeile. Nun können wir zur Entsorgungsstation fahren. Dieses Mal lassen wir den Abwassertank ab ohne diese Trichte-r/Schlauchkombination. Dafür muss mich Sebastian so einweisen, daß ich genau mit unserem Abwasserrohr über dem Bodeneinlass stehe. Gesagt getan. Es klappt.
Diesmal Entsorgung ohne Schlauch

Heute ist die San-Station sehr stark frequentiert. An den Kennzeichen erkennen wir, das hauptsächlich um "Einheimische" handelt. Bereits während unserem Entsorgungsvorgang stehen zwei weitere Mobile, beide mit Wedeler Nummer, hinter uns. Ich entsorge noch den Inhalt der Chemietoilette. Wir sind bereit zur Abfahrt. Im Rückwärtsgang verlasse ich die Versorgungsststation. 
Wir programmieren unseren Übernachtungsplatz für heute abend. Gestern hatte Nadine bereits die ProMobil App durchsucht, um entsprechende Plätze in Hessen zu finden. Unsere Auswahl fiel auf den in Homberg-Efze. Hauptargument für diesen Stellplatz: keine Standgebühr und der Strom ist auch kostenlos. 
Bevor wir uns jetzt aber auf die Rückfahrt machen, möchte Nadine noch einmal ans Willkomm-Höft an die Elbe. Ich gehe in der Zeit ins Zentrum in einen Lebensmittelmarkt unser Leergut gegen bare Münze umtauschen. Wir verlassen den Stellplatz und biegen rechts ab. Am Willkomm-Höft gibt es ein gebührenpflichtiger Parkplatz für PKWs. Ich versuche mein Glück, nur leider ist der Platz eingerahmt von Bäumen. Durch dieses Gewächs kann unser Stig leider nicht von der Höhe ohne Schäden dort parken. 
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Unterwegs sah ich am Stadion noch ein weiterer, sogar kostenloser, PKW Parkplatz (GPS Koordinaten: 53° 34´30"N, 09° 41´54"O). Dieser steuern wir nun an. Sebastian steigt aus, um mich einzuweisen. Wir haben einen Platz gefunden. Nadine und Sebastian gehen von hier zur Elbe und ich ins Zentrum. Auf dem Weg dorthin beschließe ich vom Pfandgeld Grillgut und Beilagen zu kaufen, damit wir heute Abend zum Abschluss noch einmal den Lotus-Grill anwerfen können. 
Nadine und Sebastian sind in der Zwischenzeit am Willkomm-Höft angekommen. Ich stoße nach meinem Einkauf zu ihnen und wir gehen gemeinsam zum Wohnmobil zurück. Das Grillgut verstauen wir noch schnell im Kühlschrank. Von nun an heißt es definitiv: HEIMFAHRT
Als erstes führt uns der Weg in Richtung Hamburg. Dort geht es durch den Elbtunnel.

Ein Licht am Ende des Tunnels

Köhlbandbrücke Hamburg

Hamburger Hafen

Wir fahren nun ausschließlich Autobahn. Kurz hinter Hannover ist die A7 gesperrt. Wir müssen eine Umleitung fahren. Wie es sich gehört ist diese Strecke sehr überlastet und es kommt zum Stau. Ich schalte mein Handynavi ein, denn dieses lotst mich im Gegensatz zum Blaupunkt Navi von nun an über Schleichwege. Diese Wege haben ihren Namen wirklich verdient. Die Strasse sind teils so eng, das es schon ein wenig mulmig bei Gegenverkehr wird. Zum Glück überstehen wir diese Fahrt ohne weitere Zwischenfälle. Irgendwann geht es wieder auf die Autobahn zurück. Ich stelle den Tempomat auf 100 km/h ein. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir die gewünschte Ausfahrt und fahren auf den Stellplatz in Homberg-Efze
Es ist ein Platz für 7 Mobile. Dieser ist ebenso wie der Strom kostenfrei. Das ist auch der Grund für unsere Auswahl dieses Stellplatzes. Einziger Wermutstropfen: der Platz liegt parallel zur Bundesstrasse und ist von dieser nur durch eine Lärmschutzwand getrennt. Der Verkehrslärm ist bereits jetzt zu hören. Mal abwarten wie es heute Abend wird. Auf dem Platz stehen bereits zwei Mobile. Da wir grillen möchten, stelle ich mich fast mittig, damit wir ein wenig Platz haben. Sebastian kümmert sich wie bereits heute morgen ums Stromkabel, Auffahrkeile und Hubstützen. Nachdem wir richtig stehen, richtet Nadine das Wohnmobil für die Nacht ein. 
Wir machen es uns bequem und schauen die Sportschau. Zwischendurch werfe ich den Grill an.

unser geliebter Lotusgrill

Nachdem die Holzkohle glüht gibt es die leckeren Würstchen, die wir aus Wedel mitgebracht haben. 
Es war richtig tolles Grillgut. Super gewürzt und genial im Geschmack. Man merkt sofort den Preisunterschied gegenüber der Discounterware. 
Nach dem Essen macht Nadine bereits die Küche Abfahrt bereit, da wir beschlossen haben morgen früh wegzufahren und erst unterwegs eine Frühstückspause einlegen. 
Den Abend verbringen wir in unserer Sitzecke. Der Fernseher flimmert bis wir müde werden. Bevor uns die Augen im Sitzen zufallen geht es ab ins Bett. 
Tag zwei unserer Rückreise beginnt um 7:30 Uhr mit dem klingeln des Weckers. Ich habe das erste Mal bei dieser Tour sehr bescheiden geschlafen. Eigentlich passiert mir das so gut wie nie. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Dieses Mal war es aber anders. Durch den Lärm der angrenzenden Bundesstrasse wachte ich gefühlte zehnmal auf. Dies ist der Nachteil dieses Stellplatzes. In den Bewertungen der ProMobil App stand dies, aber man muss halt Abstriche machen. Dafür ist der Platz kostenlos und das war der Grund für unsere Auswahl. 
Ruckzuck ist Stig Abreise bereit. Noch einmal geht es zur Entsorgungsstation zum Entleeren unseres Abwassertankes und der Toilette. Leider ist diese Station eine dieser, bei der man einen Schlauch zum entsorgen braucht, da der Einlass von Pollern abgesperrt ist und eine überfahren dadurch unmöglich ist. Selbstverständlich haben wir solch einen Schlauch NICHT dabei. Auch zum Spülen der Kassette ist ein Euro fällig. Diesen Obulus möchte ich mir sparen und habe auch schon eine Lösung parat. 
Zuerst wird die Toilettenkassette entleert. Danach benutze ich den Kassettenbehälter und lasse das Abwasser dort hinein laufen. Mit diesem Wasser spüle ich dann durch. 
Gesagt getan. Zuerst Kassette leermachen. Danach den Schieber öffnen und entfernen. Jetzt kommt die Friemelarbeit. Die offenen Toilettenkasette unter den Abfluss schieben. Den Abwasserverschluss aufdrehen und wenn die Kassette voll ist wieder den Verschluss zu machen. Nun ist "Spülwasser" in dem Chemiebehälter. Diesen schüttele ich und kippe das Wasser in den Ausgluss. Das ganze Prozedere machen wir insgesamt fünfmal. Nun ist der Abwassertank leer und die Toilettenkasette sauber.
Ausfahrt vom Stellplatz

Wir können abfahren. Unser nächster Halt ist an einer Bäckerei. Wir brauchen noch Brötchen für das spätere Frühstück. Auf dem Weg zur Autobahn gibt es eine. Diese Bäckerei hat auch einen ausreichend großen Parkplatz für unser Wohnmobil. Nachdem wir die Brötchen haben geht es auf die Autobahn. Jetzt heißt es Kilometer machen. Den Tempomat erneut auf 100 km/h eingestellt und die entspannte Sitzposition eingenommen. Gegen 11:00 Uhr verlassen wir die Autobahn. Zum einen plagt uns der Hunger und unser Stig braucht noch einen großen Schluck Diesel. Diesen Zwischenstopp machen wir in der Gegend rund um Homberg/Ohm. Es gibt die bereits vorhin gekauften Brötchen sowie frisch aufgebrühter Kaffee. Dies war unser letztes Frühstück auf dieser Tour.
Nächster und letzter Halt: unsere Wohnung.
Willkommen im Saarland

Um 15:00 Uhr sind wir zu Hause. Wir räumen gemeinsam das Wohnmobil leer bevor ich es morgen noch innen säubere.
Eine großartige Tour ist zu Ende. Weitere werden definitiv folgen.