Vorwort:
Dies sollte unsere erste Wohnmobil Tour werden, Fehler waren vorprogammiert. Vor dem Vergnügen stellte sich aber die Frage, wo mieten wir das Wohnmobil? Nach längerem Suchen und Preise vergleichen landeten wir bei Aral Wagner in Schmelz (Bitte Impressum beachten!). Der Vorteil gegenüber den Mitbewerber, Herr Wagner bot Fahrzeuge komplett ausgestattet an. Ideal für Neulinge hatten die Fahrzeuge alles (z.B. Töpfe, Geschirr, Grill, Fernseh, Campingstühle usw.) an Bord was man für den Wohnmobilurlaub braucht.
Bereits im Herbst 2007 fuhren wir nach Schmelz und sahen uns die vorhandene Mietmobile an. Es standen drei verschiedene Grundrisse zur Verfügung, zwei Alkoven- und ein teilintegriertes Modell. Bereits bei der Auswahl machten wir den ersten Fehler. Für uns musste ein Wohnmobil immer wie folgt aussehen: doppelte Dinette, Alkoven für die Eltern, Stockbett für das Kind, viel Stauraum, großer Innenraum zum drehen und wenden und vor allem 3,49 Tonnen Gesamtgewicht. Heute wissen wir, das dies alles gar nicht möglich ist, besonders das Gesamtgewicht. Natürlich entschieden wir uns für das größte Wohnmobil. Ein Gigant 500 Alkovenmobil mit einer Länge von 8 Metern. Wer uns kennt, weiß wir buchen immer frühzeitig, so auch dieses Mal. Nach kurzen Beratschlagen unterschrieben wir den Mietvertrag und sehnten uns nach unser Tour im darauffolgenden Sommer. Ein weiterer Vorteil dieser Wohnmobilvermietung war die Abholung und Rückgabe. Die Abholung erfolgte um 16 Uhr und die Rückgabe musste bis 10 Uhr erfolgen. Auch an Sonn- und Feiertagen war dies möglich. Wir reservierten deshalb von Sonntag bis Montag (eine Woche später selbstverständlich).
Planung:
![]() |
| Wohnmobil von innen |
Planung:
Bevor es aber los ging, planten wir die Tour. Zuerst mussten wir uns über die Gegend einig werden. Wir entschieden uns für den Süden Deutschlands. In der Auswahl waren u.a. Bad Tölz, Mittenwald, das Allgäu, München usw. Auch wurden die DTM Termine bekannt. Wie der Zufall es wollte fiel ein Rennen genau in unsere Womo Tour. Ich orderte drei Karten für das Spektakel und so stand schon der Abschluss der Tour auf dem Nürburgring fest.
Kurz vor unserer Tour wurden meine Eltern krank und mussten in Kur. Aus diesem Grund sah Sebastian Oma und Opa nicht in diesem Urlaub. Aber wir waren ja flexibel, wir hatten ja ein Wohnmobil. Was liegt da näher als ein Überraschungsbesuch in Omas und Opas Kurstadt Bad Dürrheim abzustatten und danach weiter in Richtung Bayern zu fahren.
Das Grundgerüst stand: Bad Dürrheim, Bayern, Nürburgring
Leider machten wir auch hierbei ein großer Fehler. Wir berechneten die diversen Fahrtstrecken nach Zeit und nicht auf Kilometer. Dazu aber nachher mehr in den einzelnen Streckenabschnitte.
Woche vor der Abfahrt:
Bereits in der Woche vor der Abfahrt begann ich zu packen. Ich packte alles in Klapp-Stapelkisten. Ich packte und packte. Der nächste Fehler. Ein Lebensmittelvorrat der sich gewaschen hatte. Von Tütenpürree über diverse Konserven, Getränke in Hülle und Fülle usw. Wir bedachten nicht, das wir keine Expeditionstour in die Wildnis starteten. Nein wir blieben in Deutschland, waren mobil und konnten im Umkreis eines jeden Stellplatzes unsere Vorräte auffrischen. Aber auch Ausrüstungsgegenstände landeten in den Kisten, die wir am Ende ungenutzt wieder herausnahmen. Wir schleppten unnötig Ballast mit.
Samstag vor der Abfahrt:
Sebastian und ich packten noch die letzten Sachen zusammen als mein Handy klingelte. Es war Herr Wagner von der Wohmmobilvermietung und teilte mir mit, das ich bereits heute das Mietmobil übernehmen könne. Ich rief Nadine an und wir beschlossen das Angebot anzunehmen.
So hatten wir bereits einen Tag vorher unser Mobil und konnten ohne Zeitdruck es einräumen.
An diesem Samstag waren wir noch auf ein Fest eingeladen, aus diesem Grund fuhren wir erst sonntags.
Wir präsentierten Nadine das Wohnmobil. Sie schaute vom Balkon aufs Dach und bemerkte: "Ist dies eine moderne Antenne, die hat ja gar keine Schüssel!" Ich erschrak und schaute es mir ebenfalls an. Tatsache die Schüssel fehlte. Ich rief in Schmelz an und reklamierte. Unser Vermieter wusste nichts davon. Wir hatten nun die Wahl ohne Antenne zu fahren oder zwei Tage zu warten, bis er eine neue besorgt hatte. Wir entschieden uns für die erste Variante. Immerhin hatte das Womo einen DVD Player an Bord, so konnte Sebastian sich Filme ansehen.
Sonntag, die Abfahrt und Ankunft in Bad Dürrheim
Nach dem Mittagessen geht es los. Wir ziehen das Mobil vom Strom, programmieren das Navi und setzen uns in Bewegung. Es ging von Riegelsberg über die A1 nach Saarbrücken um dort in Güdingen über die Grenze nach Frankreich zu fahren. In Saarbrücken musste ich das erste Mal stoppen, wir hatten vergessen das Gas abzudrehen und eine Fahrt mit offener Gasflasche (ohne eingebaute technische Hilfsmittel) ist verboten. Die Flasche abgedreht und es konnte weiter gehen. In Frankreich fuhren wir trotz Maut auf die Autobahn und ich nahm geschwindigkeitsmäßig alles aus dem Fiat-Motor raus. Auf halber Strecke merkte ich, das unser Dieseltank nur noch halbvoll war, doch zu schnell gefahren. Wir hielten erneut an, denn in Frankreich ist der Diesel noch billiger als in Deutschland. Leider fanden wir nur eine Automaten Tankstelle und diese akzeptierte nicht meine Visa Karte. Wir verzichteten aufs tanken und fuhren weiter.
Nach knapp vier Stunden Fahrtzeit kamen wir endlich im Wohnmobilhafen Bad Dürrheim an. Wir checkten ein und suchten uns einen Platz auf einem der 5 Parkflächen. Jetzt begann das richtige Wohnmobilabenteuer. Das ausrichten des Fahrzeuges mit Keile und Hubstützen, das anschließen des Stromes und die Umstellung des Kühlschrankes durften wir nicht vergessen.
Als wir das alles hinter uns gebracht hatten, riefen wir bei meinen Eltern an und checkten ob sie in der Rehaklinik sind. Sie waren dort. Wir gingen durch den Kurpark zur Klinik und überraschten sie. Die Überraschung war uns gelungen. Alle freuten sich auf das Wiedersehen.
Wir präsentierten Oma und Opa unser Wohnmobil. Sie waren hin und weg. Auch unsere weitere Reiseroute besprachen wir. Meine Eltern waren sehr erfreut, das wir nicht nur zum übernachten in Bad Dürrheim sind, sondern sogar noch eine weitere Nacht dort blieben. Es wurde aber nun Zeit sich zu verabschieden. Die erste Nacht in den Wohnmobilbetten stand an.
Montag, Bad Dürrheim
Ich wurde schon früh wach. Die Außentemperaturen waren unter 10 Grad gefallen. Ein sogenannter A...loch-Sommer. Ich schaltete die Heizung an. Auf dem Platz war schon reges Treiben. Viele Männer liefen mit Sackkarren auf denen sie die Toiletten-Kassette hatten zur Servicestation. Ich tat das gleiche, nur leider hatten wir keine Karre an Bord. So war für mich schleppen angesagt. An der Entsorgungsstation angekommen hieß es für mich erstmals warten und anstehen bis ich an der Reihe war. Ich nutzte die Zeit und sah mir bei den anderen Wohnmobilisten das entleeren der Kassette an, denn in der Theorie hört es sich einfach an. Mal abwarten wie es in der Praxis aussieht. Irgendwann war ich an der Reihe. Das Entleeren klappte problemlos. Auch das Spülen mit dem Klarwasser gelang mir. Zurück zum Wohnmobil die Kassette wieder eingesetzt, Finger gewaschen und zur Rezeption die vorbestellten Brötchen abholen.
Erster Pflichtteil bestanden. Auch die Heizung erfüllte ihren Dienst. Es war angenehm warm in unserem zu Hause auf Rädern. Wir frühstückten, alles war lecker. Was soll auch schlecht sein die Frühstüksutensilien stammten ja von zu Hause. Nun ging es ans abspülen. Nanu hier fehlte etwas. Wir hatten Spüli vergessen. Aber Hauptsache Konserven en gros dabei. "Dann nehmen wir halt einfach Seife", schlug ich vor. Doch auch die hatten wir vergessen einzupacken. Duschzeugs hatten wir dabei. Wir hatten die Wahl zwischen dem für Männer oder dem für Frauen. Wir entschieden uns für das herbe männliche. Lecker. Spülmittel kaufen verschoben wir auf den nächsten Tag, da wir ja heute nicht mehr spülen mussten, wir gingen heute abend mit Oma und Opa essen.
Bevor wir uns aber mit ihnen trafen, sie hatten noch Anwendung, entschieden wir ins benachbarte Solemar (Bitte Impressum beachten!) zu gehen. Bereits an der Tür stand ein Schild, das es sich hier um einen Kurbetrieb handele und deshalb verschiedene Verhaltensregeln (Springen und Wasser-Ballspiele verboten, leise sein usw.) gibt. "Sehr familienfreundlich". Erst später bemerkten wir, das es in Bad Dürrheim auch ein Familienbad gibt. Leider zu spät.
Das Solemar ist wie der Name verrät ein Sole(Salzwasser)bad. Viele Kurgäste nutzten das Bad zur Erholung, deshalb auch die Verhaltensregeln. Wir hatten trotzdem unseren Spass.
Gegen Abend trafen wir uns wieder mit meinen Eltern und gingen in ein Restaurant zum essen. Damit endete auch unser erster richtiger Wohnmobiltag.
Dienstag, Weiterfahrt nach Salem und übernachten in Isny/Allgäu
Es hieß Abschied nehmen von Oma und Opa. Mit Tränen in den Augen verließen wir nach dem Frühstück Bad Dürrheim. Aber vorher mussten wir nich zur Ver- und Entsorgung. Hier machten wir den nächsten Fehler. Neben der Entsorgung füllten wir auch wieder unseren Frischwassertank auf, d.h. wir fahren weiter mit 120 kg Zusatzgewicht. In Bad Dürrheim erlebten wir aber auch etwas, was uns bis heute geprägt hatte:
Wir hatten bereits unsere Chemietoilette entsorgt und warten darauf an die Grauwasserentsorgung vorzufahren, als ein alter VW Bully vorfuhr. Dieser stoppte an der WC Station und nutzte den dort befindliche Toilettenspülschlauch zum auftanken seines Frischwassers. Seitdem achten wir noch mehr auf die Hygiene bei der Versorgung und haben auch immer unseren eigenen Wasserschlauch dabei.
Aber auch die erste Autopanne hatten wir im Wohnmobilhafen:
Der Dieselfilter unseres Fahrzeuges war undicht und wir zogen bei laufendem Motor eine Dieselspur hinter uns her. Der Betreiber wies uns darauf hin und rief direkt bei einer Fiatwerkstatt an. Diese kam innerhalb 30 Minuten und beseitigte die Undichtigkeit. Jetzt wussten wir auch, warum der Spritverbrauch unterwegs so hoch war.
Nachdem wir auch dies geschafft hatten, setzten wir uns in Bewegung. Zuerst fuhren wir an eine Tankstelke und danach füllten wir unsere Lebensmittelvorätte, vor allem brauchten wir noch Spülmittel und Seife, auf. Als wir auch diese Sachen erledigt hatten ging es Richtung Bodensee, nach Salem. Dort gibt es neben dem bekannten Internat und dem Schloß auch einen Affenberg (Bitte Impressum beachten!). Der Affenberg ist ein umzäuntes Gelände und dort leben, wie es der Name sagt, Affen. Genauer gesagt gibt es dort Berberaffen in freier Natur zu bestaunen. Beim Betreten des "Geheges" erhält jeder Besucher ein handvoll Popcorn zum anlocken und füttern der Tiere. Das Streicheln der Affen ist aber verboten, es sind immer noch Wildtiere. Aber aus der Hand fressen die Tiere.
Für Sebastian und Nadine ein tolles Erlebnis. Nachdem wir den Rundweg und damit den Affenberg verlassen hatten, spazierten wir zum Wohnmobil zurück. Dabei kamen wir an der Storchenwiese vorbei. Richtig, dort stehen Storchennester und man kann die weißen Vögel beobachten. Seitdem weiß auch Sebastian wo die Babys herkommen (augenzwinkernd, schließlich war er damals erst sieben Jahre).
![]() |
| Unterhaltung zweier Artgenossen Affenberg Salem |
Für Sebastian und Nadine ein tolles Erlebnis. Nachdem wir den Rundweg und damit den Affenberg verlassen hatten, spazierten wir zum Wohnmobil zurück. Dabei kamen wir an der Storchenwiese vorbei. Richtig, dort stehen Storchennester und man kann die weißen Vögel beobachten. Seitdem weiß auch Sebastian wo die Babys herkommen (augenzwinkernd, schließlich war er damals erst sieben Jahre).
Am Wohnmobil angelangt führte uns der Weg weiter am Bodensee entlang nach Isny im Allgäu.
Dort wählten wir den Stellplatz "Untere Mühle" aus und bereiteten unser Nachtlager vor.
![]() |
| Fahrt entlang am Bodensee nach Isny |
Dort wählten wir den Stellplatz "Untere Mühle" aus und bereiteten unser Nachtlager vor.
Mittwoch, München
Unser Platz in Isny lag in der Nähe der Altstadt. Das kaufen der Brötchen erledigte ich. Nach dem Frühstück und dem obligatorischen entsorgen, selbstverständlich tankten wir den Frischwassertank erneut bis zum überlaufen voll, ging unsere Reise weiter in Richtung München.
Nach einer längeren Fahrtzeit erreichten wir die bayerische Landeshauptstadt. Unser Ziel war das Olympiagelände (Bitte Impressum beachten!).
Da München nicht besonders wohnmobilfreundlich ist, keine Stell- nur Campingplätze, beschlossen wir auf einem Parkplatz am Olympiapark zu übernachten. Wir nutzten das Gelände für einen Spaziergang. Nebenbei spielten wir noch eine Partie Minigolf und der Olympia-Schwimmhalle (Bitte Impressum beachten!) statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Als es Abend wurde gingen wir zu unserem Wohnmobil zurück. Da uns die Infrastruktur rund ums Olympiagelände nicht passte, beschlossen wir dort doch nicht stehen zu bleiben. Wir suchten uns einen anderen Stellplatz aus unserem mitgebrachten ADAC Stellplatzführer, machten uns startbereit und fuhren weiter nach Sulzemoos zur Händlergemeinschaft "Der Freistaat".
![]() |
| Olympiaturm in München |
Da München nicht besonders wohnmobilfreundlich ist, keine Stell- nur Campingplätze, beschlossen wir auf einem Parkplatz am Olympiapark zu übernachten. Wir nutzten das Gelände für einen Spaziergang. Nebenbei spielten wir noch eine Partie Minigolf und der Olympia-Schwimmhalle (Bitte Impressum beachten!) statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Als es Abend wurde gingen wir zu unserem Wohnmobil zurück. Da uns die Infrastruktur rund ums Olympiagelände nicht passte, beschlossen wir dort doch nicht stehen zu bleiben. Wir suchten uns einen anderen Stellplatz aus unserem mitgebrachten ADAC Stellplatzführer, machten uns startbereit und fuhren weiter nach Sulzemoos zur Händlergemeinschaft "Der Freistaat".
Ein kostenloser Platz auf dem Gelände verschiedener Wohnmobilhändler. Leider waren die offiziellen Stellplätze mit Strom usw. schon alle belegt, so das wir auf einen der angrenzenden PKW Kundenparkplätze ausweichen musste. Nun konnte auch die Solaranlage, welche ebenfalls im Wohnmobil eingebaut war, zeigen was sie kann. Da es schon spät war gingen wir alle gemeinsam ins Bett, nachdem ich das Wohnmobil abgestellt und justiert hatte.
Donnerstag, Dettelbach
Nadine und ich wurden früh wach. Dies nutzten wir uns ein wenig auf dem Gelände umzusehen. Sebastian ließen wir weiterschlafen. Wir gingen aufs "Freistaat"-Gelände und sahen uns die ausgestellten Fahrzeuge an. Selbstverständlich war ein riesiger Zubehörmarkt vorhanden, auch den durchstöberten wir. Nur leider fanden wir keine Bäckerei in der näheren Umgebung, vielleicht hätten wir auch in einer der Firmen fragen sollen? Heute würde uns das nicht mehr passieren. Das Industriegebiet hatter aber noch einen Trumpf zu bieten. Es gab neben dem Händlerverbund auch noch ein Mc Donalds und dort gibt es morgens Frühstück. Wir machten Sebastian und unser Womo reisefertig. Bevor es aber was zum Essen gab mussten wir im "Freistaat"-Gelände entsorgen und wie immer füllte ich auch den Frischwassertank auf. Nachdem dies geschehen war fuhren wir zum frühstücken ins benachbarte güldene M.
Nach dieser luxurösen Mahlzeit ging es auch schon auf die Autobahn auf. Nächster Halt: Dettelbach. Allmählich machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Saarland.
Wir kamen am frühen Nachmittag in Dettelbach an. Der Stellplatz befand sich am Main. Als Besonderheit gab es eine Fähre. Diese wurde auch gleich von Sebastian ausprobiert. Desweiteren hatte der Platz einen Kinderspielplatz, auch unseren Grill (ebenfalls in der Ausstattung des Womos enthalten) konnten wir zum ersten Mal nutzen. Leider war es nur der Stellplatz, den wir von Dettelbach sahen. Auch ein Planungsfehler von uns. Nachdem wir gegessen und gespült hatten, ging Sebastian ins Bett. Nadine und ich nutzten die Größe des Platzes und das schöne Wetter aus und blieben noch etwas vor dem Mobil sitzen.
![]() |
| Dettelbach das schöne Wetter genießen |
![]() |
| Bis auf die Fahrräder, all inclusive |
Freitag, Nürburgring
Nach dem Frühstück und dem obligatorischen Entsorgungsritual machten wir uns auf den Weg in Richtung Nürburgring. Ab heute heißt es DTM Feeling. Als Stellplatz wählten wir den offiziellen Ring-Campingplatz in Müllenbach (Bitte Impressum beachten!). Dieser bot auf 300.000 qm über 1000 Stellplätze. Bereits an der Rezeption bemerkten wir was uns neben der hohen Stellplatzgebühr erwartete. Es herrschte viel Betrieb und Partystimmung auf dem Platz. Es gab keine Parzellierung, jeder konnte sich hinstellen wo er wollte. Mit Ausnahmen der Wege war es für uns schon fast unmöglich mit unserm 8 Meter Schiff einen geeigneten Platz zu finden. Wir umrundeten den Campingplatz und kurz bevor wir erneut an der Rezeption ankamen, fanden wir auf dem sogenannten Dauercamper-Areal doch noch eine Möglichkeit. Da die Wiese zur Zeit nicht von Gästen genutzt wurde, stellte ich kurzerhand unser Wohnmobil dorthin und wir richteten uns wohnlich ein. Der Vorteil an unserem jetzigen Platz: er hatte einen Wasser-, Strom - und Abwasseranschluss. Allerdings bemerkten wir das mit dem Abwasser erst zu spät und ich wollte nicht noch einmal das Mobil rangieren, sonst hätten wir problemlos unser Grauwassertank an dieses Rohr anschliessen können.
Zum Abschluss des Tages drehten wir noch einmal zu Fuß eine Runde über den Platz und gingen in die Rezeption. Dort bestellten wir unsere Brötchen für die nächsten beiden Tage vor und gönnten uns noch ein leckeres Eis am Stiel.
Wie es sich für einen richtigen Camperurlaub gehört schmissen wir erneut den Grill an. Über dem Campingplatz lag ein Grillgeruch und die Partystimmung hörte man bis bei uns. Zum Glück hatten wir Ohropax dabei, ansonsten war an schlafen nicht zu denken. Aber so ist es eben bei Motorsportveranstaltungen.
Nach dem Frühstück und dem obligatorischen Entsorgungsritual machten wir uns auf den Weg in Richtung Nürburgring. Ab heute heißt es DTM Feeling. Als Stellplatz wählten wir den offiziellen Ring-Campingplatz in Müllenbach (Bitte Impressum beachten!). Dieser bot auf 300.000 qm über 1000 Stellplätze. Bereits an der Rezeption bemerkten wir was uns neben der hohen Stellplatzgebühr erwartete. Es herrschte viel Betrieb und Partystimmung auf dem Platz. Es gab keine Parzellierung, jeder konnte sich hinstellen wo er wollte. Mit Ausnahmen der Wege war es für uns schon fast unmöglich mit unserm 8 Meter Schiff einen geeigneten Platz zu finden. Wir umrundeten den Campingplatz und kurz bevor wir erneut an der Rezeption ankamen, fanden wir auf dem sogenannten Dauercamper-Areal doch noch eine Möglichkeit. Da die Wiese zur Zeit nicht von Gästen genutzt wurde, stellte ich kurzerhand unser Wohnmobil dorthin und wir richteten uns wohnlich ein. Der Vorteil an unserem jetzigen Platz: er hatte einen Wasser-, Strom - und Abwasseranschluss. Allerdings bemerkten wir das mit dem Abwasser erst zu spät und ich wollte nicht noch einmal das Mobil rangieren, sonst hätten wir problemlos unser Grauwassertank an dieses Rohr anschliessen können.
Zum Abschluss des Tages drehten wir noch einmal zu Fuß eine Runde über den Platz und gingen in die Rezeption. Dort bestellten wir unsere Brötchen für die nächsten beiden Tage vor und gönnten uns noch ein leckeres Eis am Stiel.
Wie es sich für einen richtigen Camperurlaub gehört schmissen wir erneut den Grill an. Über dem Campingplatz lag ein Grillgeruch und die Partystimmung hörte man bis bei uns. Zum Glück hatten wir Ohropax dabei, ansonsten war an schlafen nicht zu denken. Aber so ist es eben bei Motorsportveranstaltungen.
Samstag, Nürburgring; freies Training
Als wir mit dem Frühstück fertig waren inspizierten wir die Duschen. Sauber ist ein Fremdwort und die Putzkolonne kam erst später, so daß wir doch in unserem Wohnmobil duschten. Nach dieser Hygienemaßnahme gingen wir zur Rezeption, von dort brachte uns ein Shuttlebus zur Rennstrecke. Da wir auch Karten für das Fahrerlager hatten, schauten wir uns das rege Treiben dort an.
Zwischendurch fuhren wir wieder zum Campingplatz zurück und nahmen einen kleinen Mittagssnack zu uns. Es war sehr warm an diesem Tag und wir konnten das erste Mal unsere Campingausstattung (Stühle, Markise usw.) nutzen.
Am gleichen Wochenende war Tour de France welche wie die DTM von der ARD live übertragen wurde. Normalerweise findet das Qualifying und Rennen der DTM immer am frühen Nachmittag statt. An diesem Wochenende verschob sich alles wegen des Radrennens auf den frühen Abend. Gegen 16:00 Uhr machten sich Sebastian und ich, Nadine blieb im Womo zurück, uns erneut auf zur Rennstrecke. Wir durchstreiften erneut das Fahrerlager. Kurz vor dem Beginn des Qualifikationsrennen (zur Ermittlung der Startreihenfolge) gingen wir zu unserer Tribüne und nahmen unser Platz ein. Das Qualifying begann. Aber was war das? Von weitem sahen wir einen schwarzen Himmel. "Verdammt", schoss es mir durch den Kopf, "wenn das runterkommt saufen wir ab!" Als kleine Info: Die Eifel ist für ihre Wetterkapriolen bekannt.
Zum Glück war Nadine am Wohnmobil zurück geblieben. Sie verräumte die Campingutensilien und kurbelte die Markise hinein.
Der schwarze Himmel kam näher. Sebastian und ich machten uns auf den Weg zurück, in der Hoffnung trockenes Fußes und Kleidung wieder zum Campingplatz zu gelangen.
In Höhe einer Unterführung passierte es. Der Himmel öffnete seine Schleusen, alle die er hatte. Es goß und goß und goß. Was machen wir jetzt? Wir überlegten und warteten ab. Als der Regen nachließ marschierten wir zum Pendelbus, der zum Glück schon bereitstand, und fuhren zu unserem Campingplatz.
Der Platz war nun eine einzige Matschwiese. Zum Glück fuhren wir erst wieder am Sonntag weiter, da momentan ein festfahren vorprogrammiert war.
Aber wie so oft in der Eifel. Nach einer Stunde war von dem Regen nichts mehr zu sehen, sogar die Sonne lugte am Himmel hervor.
Nach dieser Aufregung aßen wir noch etwas kleines und verschwanden danach in den Federn.
Sonntag, Nürburgring und Heimfahrt
Auch das Rennen am Rennsonntag wurde wegen der Tour Live Übertragung auf den späteren Nachmittag verschoben. Das hieß für uns wir hatten Zeit. das hieß aber auch wir haben zu Hause weniger Zeit für das Mietmobil wieder rückgabefähig zu machen. Schließlich musste das Womo am darauffolgenden Montag um 10:00 Uhr wieder beim Vermieter in Schmelz sein. Also nutzen wir die Zeit und begannen das Womo am Nürburgring ausgiebig zu reinigen. Als erstes staubsaugten (ein Staubsauger gehörte zum Inventar) wir gründlich die Teppiche ab. Die Bettwäsche wurde ebenfalls schon abgezogen und in eine Klappkiste in der Garage verstaut, damit wir sie zu Hause nur noch ausräumen mussten. Nach dem Mittagessen vom Grill wurde auch das Geschirr und der Grill (end-)gereinigt bzw. gespült. Das Mobilar verstauten wir und waren nun eigentlich schon abreisebereit. Ich entschloss mit unserem Wohnmobil einen Standortwechsel vorzunehmen, um später näher an der Ausfahrt zu sein. Schließlich reisten nachher alle Campingplatzbesucher zur gleichen Zeit ab. Ich fuhr zuerst an die Entsorgungsstation und entleerte unser Grauwassertank sowie die Toilettenkasette. Die Kasette spülte ich ordentlich mit klarem Wasser nach (eine nicht gereinigte Toilettenkassette kostet bei der Abgabe 100 € extra!). Ab jetzt war der Toiletten-Besuch im Wohnmobil verboten. Nach diesem Entsorgungsvorgang stellte ich das Fahrzeug in Fahrtrichtung Ausfahrt ab und wir begaben uns zum Shuttlebus. Dieser brachte uns zum Ring. Als erstes stand wieder der obligatorische Besuch im Fahrerlager an. Am Eingang erhielten wir von Audi Motorsport ein T-Shirt. Her damit, auch wenn sie uns nicht passen, als Audi Fan kann man so etwas immer gebrauchen (später hingen sie bei Sebastian im Zimmer und ja, wir haben sie immer noch). Im Fahrerlager erschraken wir. Himmel und Menschen, war das ein Betrieb. Auf der Start- und Zielgerade begann die Pre Race Party von der ARD. Als Live-Act gab es "Ich und Ich" zu bestaunen. Daher auch diese Menschenmenge. Uns war das zuviel, wir kehrten um und machten uns auf den Weg zu unserer Tribüne. Wie bereits am Samstag zog sich der Himmel wieder zu. Sch....e. Hoffentlich gibt es nicht nicht nochmals so ein Regen wie gestern.
Das Rennen begann. Mit einem Auge schaute ich zur Strecke mit dem anderen in Richtung Himmel. Es wurde immer schwarzer. Auch für Audi wurde es ein schwarzes Wochenende, sie setzten auf die falschen Reifen. Mercedes gewann das Rennen. Wir machten uns direkt zu Fuß zurück zum Campingplatz. Zum Glück war der Himmel nur dunkel. Der Regen ließ noch auf sich warten. Nach kurzer Gehzeit kamen wir am Fahrzeug an. Unser Entschluss, das Wohnmobil in der Nähe der Ausfahrt umzuparken erwies sich als goldrichtig. Innerhalb kürzester Zeit verließen wir den Campingplatz und waren auf dem Weg nach Hause. Leider vergasen wir, das es vom Nürburgring zur A 1 nur eine Straße gibt und viele weitere Rennbesucher bereits auf dem Weg zur besagten Autobahn waren. Zu guter Letzt ging die Tankuhr in Richtung 0. Wir mußten nun auch noch einen Tankstopp einlegen. Die einzige und letzte Tankstelle vor der Autobahn war unsere. Da es die einzige war, wir aber nicht die einzigen, die Sprit brauchten, hieß es nun warten. Unser "Vorsprung" floss dahin. Als wir an der Reihe waren, tankte ich bis zum Anschlag und weiter ging es. Erst jetzt öffnete der Himmel seine Schleusen. Es begann zu regnen. Nein es regnete nicht, es schüttete aus Eimern. Unsere Scheibenwischer packten die Wassermassen, auch bedingt durch den Alkoven, nicht mehr. Rechts ran, erneute Zwangspause.
Nach einer 15 minütigen Wartezeit hörte es auf, die Sonne kam raus (typisch Eifelwetter) und wir konnten weiter. Jetzt war unser Vorsprung komplett aufgebraucht und wir standen im Stau. Diese Zeit nutzten Nadine und ich um uns zu beratschlagen, wie es nun mit dem Abendessen aussieht. Wir entschlossen bis ca. 20 Uhr weiter zu fahren (oder zu stehen), um dann irgendwo in einem Lokal einzukehren.
Wir kamen bis Schweich und fuhren von der Autobahn ab. Dort fanden wir nach kurzer Fahrtzeit eine Pizzeria direkt an der Hauptstraße. Ein für Wohnmobile geeigneter Parkplatz war auch ganz in der Nähe.
Die Pizzeria war top. Es schmeckte und die Portionen waren ausreichend. Leider gibt es diese Pizzeria heute nicht mehr. Aus diesem Grund haben wir auch den Namen vergessen.
Nach diesem Abendessen fuhren wir in Trier erneut auf die Autobahn auf. Nächster Halt: Zu Hause.
Kurz vor der Haustür schlief Sebastian natürlich noch ein, so das wir ihn ins Haus tragen mussten.
Nadine und ich begannen das Mobil auszuräumen. Als dies geschehen war, ging es auch für uns ins Bett.
Montag, Endreinigung und Rückgabe des Wohnmobils
Leider ist es soweit. Wir müssen unser Mietmobil nach über einer Woche zurückbringen. Aus diesem Grund klingelt bereits um 6 Uhr in der Frühe der Wecker. Zum Glück haben Nadine und ich bereits bei unserer Ankunft zu Hause das Womo ausgeräumt, so das wir nur noch die Reinigung vornehmen mussten.
Nadine und ich begannen das Mobil auszuräumen. Als dies geschehen war, ging es auch für uns ins Bett.
Montag, Endreinigung und Rückgabe des Wohnmobils
Leider ist es soweit. Wir müssen unser Mietmobil nach über einer Woche zurückbringen. Aus diesem Grund klingelt bereits um 6 Uhr in der Frühe der Wecker. Zum Glück haben Nadine und ich bereits bei unserer Ankunft zu Hause das Womo ausgeräumt, so das wir nur noch die Reinigung vornehmen mussten.
Bei dieser Aktion gab es Arbeitsteilung. Nadine staubsaugte den Wohnraum und die Betten gründlichst, während ich das Fahrerhaus abwischte. Danach widmete wir uns der Küche und des Bades. Nachdem auch dies alles sauber war, nahm ich zum ketzten Mal die Toiletten-Kassette aus dem Fach und spülte sie ordentlich durch, bis nur noch klares Wasser aus ihr herauslief.
Bevor wir allerdings nach Schmelz fuhren, machten wir Sebastian wach und frühstückten. Als dies geschehen war ging es zu Aral Wagner.
Gegen 10 Uhr standen das Wohnmobil und wir auf dem Tankstellengelände in Schmelz-Hüttersdorf zur Rückgabe bereit. Bei der ausführlichen Sichtkontrolle durch den Vermieter fiel auch auf, das nicht nur die Antenne fehlte, nein auch die Dachreeling war verzogen und aus der Halterung ausgerissen. Danke Vormieter. Nach einem kleinem Smalltalk war die Rückgabe erledigt. Wir erhielten die volle Kaution zurück und fuhren wieder nach Hause.
Fazit:
Unser erster Womo-Urlaub war zu Ende. Von der Gegend haben wir nicht viel gesehen, da wir alles falsch geplant hatten und zu viele Kilometer gefahren sind. Die größten Fehler waren die unterschätzte Zeit, welche wir benötigten um abreise fertig zu werden und die Fahrtstrecken waren zu lang, teils 200 Kilometer und mehr. Ein Wohnmobil ist eben kein Rennwagen.
Trotzdem werden wir den ein oder anderen Platz garantiert erneut aufsuchen, aber dieses Mal nehmen wir uns auch die Zeit für die Umgebung. Diese Art zu reisen hat allen sehr gut gefallen.
Ebenso können wir mit ruhigem Gewissen unseren Vermieter, Aral Wagner in Schmelz (Bitte Impressum beachten!), mit besten Gewissen weiterempfehlen (wir erhalten keine Vermittlerprovision dafür!).
Leider gibt es von diesem Urlaub keine Bilder mehr. Im Jahre 2008 waren Handykameras noch nicht so modern wie heute. Sollten wir in unseren Archive nocht Fotos finden, werden wir sie in diesen Bericht einfügen.
UPDATE: Ich habe beim durchsuchen auf einem alten PC noch ein paar Bilder gefunden, diese sind jetzt in den Bericht.
UPDATE: Ich habe beim durchsuchen auf einem alten PC noch ein paar Bilder gefunden, diese sind jetzt in den Bericht.





